Ich hatte schon immer das Gefühl beobachtet zu werden.
Nicht nur hier bei mir Zuhause.
Auch damals schon in Gravity Falls. Es wollte einfach nicht verschwinden und es ist immer noch nicht weg.
Jeden Tag schaue ich in den Spiegel und sehe eine Silhouette hinter mir stehen.
Ich spüre Berührungen auf meiner Haut und einen seichten Atem auf meinen Lippen. Ganz so als wäre ein Geist hinter mir her. Ich hatte sogar angefangen Tagebücher zu verfassen. Mittlerweile hatte ich schon über zehn Tagebücher verfasst. Aber ich hatte aufgehört zu zählen nach Nummer 13.
Manchmal hatte ich sogar Angstzustände wenn ich Abends im Bett lag und spürte wie mich etwas berührte.
Meine Wange streichelte.
Über meinen Rücken fuhr.
Es verpasste mir eine Gänsehaut.
Jedesmal.
Ich stand gerade vor dem Spiegel und betrachtete mich. Selbst, wenn es ein Geist war: Warum würde er an so einem Körper interessiert sein? Ich stieg in die Dusche und schlang die Arme um den Oberkörper als etwas meinen Rücken striff.
Ich sah mich in der Duschkabine um und sah auf dem Toilettensitz eine Silhouette. Die Beine über Kreuz und die Arme verschränkt lehnte dort eine Gestalt und beobachtete mich.
Ich sah sie nur mit großen Augen an und beeilte mich, mich fertig zu machen.
Ich zog mich an und spürte etwas, oder eher jemanden der an mir lehnte und mir half mich anzuziehen. Es wurde immer gruseliger als ich mich ins Bett setzte und versuchte zu lesen.
Ich wurde es nicht los.
Es fühlte sich so an als würde jemand mit seiner Zunge über meine Wange fahren und Küsse auf meinem Rücken verteilen. Mach doch was. Spiel mit mir.
Was?
Dieses mal war es nicht nur ein Gefühl.
Nein.
Es war eine Stimme.
Eine bekannte Stimme.
Es klopfte an der Tür. Ich sah auf und Mabel kam herein. Sie hatte Hüftlange braune Haare die sie mit zwei Dutts verziert hatte. Außerdem hatte sie bunte Strähnen und trug bunte Klamotten. Sie hatte sich so gut wie gar nicht verändert.
>>Mum und Dad sind gleich weg. Bestellen wir Pizza? <<, fragte sie und ich kam mit einem Ruck vor, als ich spürte wie sich dieser 'Geist' auf meinen Rücken plumpsen ließ.
Pizza? Bekomme ich auch eine? Fragte die Stimme und ich seufzte.
>>Alles okay? <<, dies mal war es Mabel die sich wahrscheinlich erschreckt hatte. >>J...Ja. Ich hab nur ein bisschen Rückenschmerzen. <<, log ich mir irgendeinen Unsinn zusammen.
Du bist ja glaubwürdig! Das klang gar nicht gelogen! Ich schloss die Augen damit Mabel nicht sehen konnte wie ich die Augen verdrehte.
>>Ich denke Pizza könnte dich wieder aufmuntern. <<, sagte Mabel und grinste. Ich sah sie an und grinste zurück. >>Sicher. <<, sagte ich und sie hopste aus dem Raum und schloss die Tür.
Krieg ich denn auch eine? >>Nein. <<, sagte ich und spürte eine Umarmung von hinten. Ein Kinn auf meiner Schulter und Beine die sich um meine Taille wickelten. Du bist sooo fies. Sagte die Stimme und küsste meine Wange ungefähr zehn mal. >>Was willst du? << Spaß haben. >>Und wer bist du? << Ein bekannter. Mehr brauchst du nicht wissen. >>Warum machst du das? <<, fragte ich und drehte meinen Kopf weg als ich einen neuen Kuss spürte. Ich habe Langeweile ganz einfach.
Ich erzitterte bei dieser Antwort.
Langeweile?
Was würde dieser Geist wohl tun wäre ihm erst richtig langweilig? Später aß ich mit Mabel Pizza und sah fern.
In der Couch waren Abdrücke und ich hörte seufzen. Dann die dunkle Silhouette die sich Kopfüber auf sie Couch gelegt hatte. Die Füße über die Rückenlehne und den Kopf über die Kissen. Der Film ist langweilig. Ich will was unternehmen! Ich will Spaß haben! Sagte die Silhouette und bewegte sich auf mich zu.
Sie setzte sich hinter mich und die Couch knartschte leise. Dieser Geist fing an meine Schultern zu massieren. Du bist so Verspannt liebes! Du musst mehr für deinen Körper tun! Sagte er mit einem übertriebenen französischen Akzent und ich musste grinsen.
>>Du bist so gefühllos! <<, sagte Mabel und haute mir auf den Oberschenkel.
Ich sah zum Fernseher.
Super.
Da starb gerade einer und ich hatte gegrinst.
Ich richtete schüchtern meine Brille und räusperte mich. Der Geist streichelte meinen Oberschenkel.
>>Du bist echt ohne jegliche Emotionen! <<, sagte Mabel und sah mich grimmig an.
Ich zuckte grinsend mit den Schultern.
Dann stürzte sie sich auf mich und kitzelte mich. >>Da hast du was zu lachen! <<, schrie sie und der Geist machte mit bis ich von der Couch fiel.
Nachdem der Film vorbei war gingen wir schlafen. Mabel sah mich nur an.
>>Gute Nacht. Versuche etwas zu schlafen. Würde dir gut tun. <<, sagte sie und drückte sanft meine Schulter. Ich nickte und sie umarmte mich bevor sie ins Bett ging.
Auch ich kroch unter meine Decke bevor der Geist mich wieder umarmte.
Die nächsten Tage ging es immer so weiter. Der Geist ließ mich nicht los. Kuschelte ständig mit mir. Küsste mich, aber nie auf den Mund so als würde er mich nicht belästigen aber trotzdem seinen Spaß haben wollen.
Nach einer oder zwei Wochen - Ich hatte aufgehört zu zählen - ging ich zu Mabel ins Zimmer und klatschte zwei Busfahrkarten auf den Tisch. Sie sah mich nur an.
>>Wir fahren zurück nach Gravity Falls und das noch heute. <<
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Billdip - The Return
FanfictionDipper muss unbedingt nach Gravity Falls zurück. Er hat schon länger das Gefühl von jemandem beobachtet zu werden und er wollte mit seinem Gronkel Ford darüber reden. Er will allem auf den Grund gehen und stößt dabei auf einen interessanten jungen M...
