Du lebst dein eigenes Leben in Attack on Titan und lernst Levi (wie bereits in vielen anderen FF dieser Art ^^) besser kennen. Und wie es der Zufall so will, kommt ihr zusammen. (Mensch wer hätte das gedacht.) UND um alles rund zu machen, hast du na...
Mein Leben lang war ich allein. Allein zwischen Kriminellen, als einer von ihnen. Ich war ebenfalls eine dieser Kriminellen, die ums Überleben kämpfte. Sich durch das Leben boxte und sich selbst vor das Wohlbefinden anderer stellte. Ich tötete, manchmal sogar für Geld, und nahm mir das, was ich zum leben brauchte. Dabei war mir egal, was mit ihnen geschah. Wessen Groll ich nun auf mich zog, welche Schuld ich mir auflud oder wessen Familie ich auseinandergerissen hatte. Hauptsache, ich lebte. Das war das Einzige was zählte. So dachte ich. So wollte ich immer denken und so wollte ich immer sein. Aber dann kam er und zeigte mir, dass es anders ging. Das es keinen Grund für gab, meine Fähigkeiten hier in der Unterwelt versauern zu lassen und stattdessen für einen größeren, bedeutsameren Zweck zu kämpfen. Er gab mir eine zweite Chance. Eine nie dagewesene Chance, aus diesem beschissenenDrecksloch herauszukommen und zum ersten Mal in meinem Leben in den tiefblauen Himmel zu blicken. Er reichte mir - im übertragenen Sinne - seine Hand und führte mich ins Licht. Endlich fort von meiner dreckigen, nach Eisen und Schweiß stickenden Vergangenheit, die in der Unterwelt zurückblieb und endlich ihre klebrigen, befleckten Hände von mir löste. Er zeigte mir die Welt außerhalb dieses Vogelkäfigs. Außerhalb dieser riesigen, erdrückenden und doch schützenden Mauern.
Gegenwart
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,,(V/N), schläfst du etwa immer noch?'' MikasasStimme klang ruhig und sanft, als ich das bekannte Rascheln ihrer Kleidung hörte und genau wusste, dass sie mir keinen einzigen Blick geschenkt hatte, während sie sich langsam anzog und sich nostalgisch ihren weinroten Schal um den Hals wickelte. Ich erinnerte mich daran, wie ich vor einiger Zeit versucht hatte ihn zu verstecken... Es wurde zum Desaster und sie zur Furie. Zum Schluss, nahm es ein hässliches Ende - für uns beide. Damals wusste ich noch nicht, dass der samtweich erscheinende Schal ein Geschenk von Eren war und für Mikasa etwas ganz besonders. Auch wusste ich nicht, dass sie Eren über alles liebte. Sonst hätte ich nämlich von vornherein einen gewaltigen Bogen um ihn gemacht und mich nicht mit ihn angefreundet. Naja, kann man nichts machen. Es war zu spät, um es zu bereuen. Wir waren Freunde und fertig. Mikasa schien es nicht weiter zu stören. Murrend, noch viel zu müde von der viel zu kurzen Nacht, setzte ich mich auf und rieb mir gähnend den Schlaf aus den Augen. Streckte mich und schlürfte anschließend wacklig ins Bad, um sobald wie möglich, nachdem ich mich angezogen hatte, mit aufrechter Haltung und schnellen, flinken Schritten in den Speisesaal zu gelang. ,,Guten Morgen (V/N),'' begrüßte mich Armin mit einem beruhigenden, freundlichem Lächeln. ,,Morgen,'' erwiederte ich das Grinsen und setzte mich mit meiner Ration neben Sasha, bedacht darauf, einen Sicherheitsabstand zwischen ihr und meinem Frühstück zu schaffen. Nur für den Notfall. ,,Ach sag mal (V/N), hast du nicht gleich Training beim Hauptgefreiten Levi?" Ich nickte Eren als Beantwortung seiner nachdenklichen Frage zu und schluckte das trockene Stück Brot hinunter. ,,Ja, in zehn Minuten.'' Ein vielsagender Blick schlich sich auf die Gesichter meiner Kameraden, welchen ich lediglich mit einer hochgezogenen Augenbraue und schnellerem Aufessen quittierte und mich mit einer kurzen Handbewegung von meinen Freunden verabschiedete.
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Wie immer pünktlich auf die letzte Sekunde, ordnete ich mich in die Reihe der Mitglieder der Spezialeinheit, unter dem Kommando vom Hauptgefreiten Levi, ein und salutierte gemeinsam mit den anderen, als er vor uns trat und uns sogleich dazu verdonnerte, dutzende von Klimmzügen und Liegestützen zu machen, damit wir daraufhin etliche Runden laufen durften. Während einer meiner endlosen Runden, in denen ich kurzzeitig mein Tempo drosselte, konnte ich nicht verhindern, dass mein Blick kurzzeitig zum Hauptgefreiten fiel und die restlichen Mitglieder die Chance nutzen, mich mit Fragen zu durchlöchern: ,,Der Hauptgefreite hat dich also aus dem Untergrund geholt?'' Petra schenkte mir ein warmes Lächeln, ehe sie neben mir ihr Tempo anpasste und die anderen zu uns aufschlossen. ,,Es hieß, du sollst schwer aufzufinden gewesen sein,'' beteiligte sich ebenso Eld, auf dessen Lippen nun ein leichtes Schmunzeln lag. Es war nicht so, dass wir uns eben erst kennengelernt hatten. Ganz im Gegenteil, wir trainierten bereits einige Tage miteinander, hatten nur nicht die Gelegenheit einander kennenzulernen. Mein Blick fiel zum Hauptgefreiten, welcher uns stumm, mit unnahbarer Miene und gelangweilten Augen beobachtete. Er schien indirekt zu 'seufzen', als er einen Schritt nach den anderen auf uns zu setzte. Ich schluckte und wandte mich sogleich von meinen Kameraden ab, um das Training wieder aufzunehmen. ,,Wir sollten das Gespräch auf später verschieben,'' schlug ich von daher vor und begann mein Tempo ein wenig zu beschleunigen. Bevor uns der Hauptgefreite zurechtweisen konnte, würde ich lieber eigenständig weiter machen. Auf zusätzliche Strafrunden konnte ich verzichten. Kaum waren wir fertig, wurden wir bereits in Teams aufgeteilt und durften gegeneinander kämpfen. Das hier war mein erster Kampf gegen eines der Mitglieder aus der Spezialeinheit und ich war nervös wie sonst was. ,,Hast du etwa Schiss du Göre?!'' Ich verzog die Brauen und brachte anschließend ein leichtes Lächeln zustande. ,,Vor dir meinst du?" Auruo zischt aufgebracht. ,,Nimm dir nicht zu viel heraus, du Göre! Ich werde dir ein wenig Benehmen einprügeln müssen,'' schrie er mich an, bevor er seine Kampfhaltung einnahm und auf das Startsignal des Hauptgefreiten wartete. ,,Fangt an,'' vernahmen wir die tiefe, dunkle Stimme unseres Anführers nicht sehr viel später und setzten uns in Bewegung. Es kam mir vor wie ein Wimpernschlag, als ich mich vor ihm zu Boden fallen ließ und gleichzeitig seinem Schlag auswich. Auruo mit einer auschweifenden, flüssigen Bewegung meines Beines den Grund unter den Füßen entriss und er unwillig stürzte. Ich nutzte den Moment, in dem er versuchte seine Balance wiederzuerlangen und nagelte seine Arme am Boden fest. Setzte mich auf seinen Oberkörper, um zu verhindern, dass er wieder aufstand. Er biss die Zähne vor Ärger zusammen und ließ mich mit Blicken spüren, wie sehr er mich dafür hasste. Meine Augen blitzten bestialisch im warmen Licht der Sonne, als ich mich dicht zu ihm hinunter beugte und ihm mit erschreckend bedrohlicher Ruhe ins Ohr flüsterte: ,,Wärst du eines meiner Ziele gewesen, wärst du jetzt tot." Ich konnte seine Angst förmlich riechen, während ich mich langsam aufrichtete und ihn mit großen, angsteinflößenden Augen anstarrte und ihn dazu brachten, schwer zu schlucken. Er zitterte. Das spürte ich. Vor Wut, vor Angst, vielleicht vor Hass. Wer konnte das schon so genau sagen? Ich erhob mich und wandte mich ab, wollte ohne weiteres gehen, ehe ich es mir anders überlegte, mich zurückdrehte und ihm die Hand reichte. Aus dem Seitenwinkel konnte ich sehen, wie mich Auruo kurzzeitig überrascht ansah, bevor er zerknirscht zur Seite blickte und meine Hand wegschlug. Dann eben nicht. Ich setzte mich in Bewegung, um den Ring zu verlassen. Horchte jedoch auf, als sich schnelle Schritte hinter mir näherten. Ich spürte einen schneidenden Luftzug, als eine Faust knapp an meinem Gesicht vorbeischrammte und ich gerade noch rechtzeitig dem Angriff ausweichen konnte. Meine zusammengeballte Hand bohrte sich in Auruos Magengrube und ließ ihn neben Speicheln spucken, ebenso aufkeuchen. Aber bevor er noch einmal ausholen konnte, würde ich es diesmal richtig beenden. Mein Handballen traf mit voller Wucht gegen seinen Brustkorb, was ihn erneut röcheln ließ und er gezwungen war, wenige Schritte zurück zu taumeln. Er sank mit um den Körper geschlungenen Armen auf die Knie und schnappte nach Luft. ,,Verdammt was war das?" stöhnte er atemlos und versuchte aufzublicken. Meine Gesichtszüge wurde beinahe sanft, als ich nach den richtigen Worten suchte und sie schließlich fasste: ,,Nichts, was mir gegen die Titanen helfen würde.'' Ich zwang mich zu einem entschuldigenden Lächeln, während ich nochmals versuchte ihm die Hand zu reichen.