Darf ich charmant zu Ihnen sein?

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Einen schönen guten Tag, Ihnen die sich gerade entschlossen haben, diese, nun ja nennen wir sie Geschichte, meines recht interessanten und ereignisreichen Lebens zu lesen.

Was? Ich komme Ihnen jetzt schon arrogant vor, obwohl ich doch erst gerade mal einen Satz gesprochen habe?

Nun ja das liegt mir im Blut, wissen Sie.
Ich bin ein geborener Egomane.
Wie? Sie wollen wissen wer ich bin?
Das haben Sie noch nicht raus bekommen?
Nun gut ich werde Ihnen da mal ein paar kleine Tipps geben, vielleicht fällt Ihnen dann ein, wer ich bin.

Ich bin der junge Mann, der von halb Hogwarts, das heißt von der unglaublich großen Damenwelt, mehr als nur angehimmelt wird.

Ich bin der Typ mit den schwarzen, nicht zu bändigen Haaren, die alle Mädchen schwach machen.
Mein Nachname ist eine Legende und ich hatte das ungeheure Glück, nach meinem Großvater benannt zu werden, der übrigens auch mein großes Vorbild ist.
Nun, wissen Sie jetzt wer ich bin?

Tja, es war klar das Sie sich das jetzt denken können, ich bin ja schließlich auch so was von bekannt.
Wie, Sie wissen immer noch nicht wer ich bin?
Heureka, Sie würden in Hogwarts nicht einen Tag überleben!
Nun gut, ich will es Ihnen mal sagen.

Ich bin der unglaubliche, gut aussehende und dazu noch äußerst intelligente James Sirius Potter, gesegnet mit dem Aussehen eines Jonathan Gordon Levitt und nein ich sagte das nicht nur weil ich weiß das die Damen unter ihnen *zwinker zwinker* total auf ihn abfahren.
Außerdem bin ich Enkel des großartigen James Potter und Sohn des berühmten Harry James Potter...der mir gerade wie ich merke mit meiner Mom zu winkt, als ich gerade den Hogwartsexpress besteige.


Ich bin meinen Eltern nicht böse, weil ich diesen Namen von ihnen bekommen habe, im Gegenteil, bin ich sogar sehr stolz, nach meinem Großvater benannt worden zu sein, nur ist die Tatsache, das meine Eltern bei der Wahl eines Spitznamens, es vorzogen etwas niedliches und süßes und...naja, eben nicht Rumtreibermäßiges zu wählen.

Ich meine James Potter, Enkel von James Potter? Rufzeichen Leute!!!

Aber dennoch, trotz dieses super coolen Namens, nennen mich meine Eltern lieber Jamie...
Jamie???


Sehen Sie was ich meine?
Gut, so viel macht es mir eigentlich auch nicht aus, totale Lüge übrigens, schließlich weiß keiner in Hogwarts darüber Bescheid, richtig?
Sagte ich keiner?

Tut mir Leid, hier muss ich mich korrigieren.
Außer meinem kleinen Bruder Al, meiner ebenfalls kleinen Schwester Lily und dem Rest meiner ziemlich großen Familie, wissen das nur zwei Menschen, Schrägstrich Zauberer in Hogwarts.
Der eine der in diesem, wie ich es nenne Lebensgeheimnis eingeweiht ist, ist mein seit dem ersten Schultag bester Freund Alexander Edwards, der gerade ebenfalls voll bepackt mit Koffern den Gang zu unserem Abteil schleift.

Jemand sollte ihm eine helfende Hand anbieten Schade, das gerade keine gute Seele in der Nähe ist.

„Sieh mal Jamsie Boy, deine Mutter winkt dir zu. Willst du ihr nicht zurück winken?", hörte ich seine äußerst Charmante Stimme sagen.
Jemand hat mal gesagt, wer Freunde hat braucht keine Feinde mehr.
Also der Typ der das gesagt hat, den ernenne ich jetzt zum klügsten Mann auf der Welt, nach meinem Großvater versteht sich.
„Warum nicht Alex? Ich muss ihr nur zuwinken, hast du deiner schon ihr abschiedsküsslein gegeben?"


Das hat gesessen, jetzt sieht er mich schon leichtgekränkt an.
Schon klar Sie bemitleidet ihn jetzt, aber ist doch nicht meine Schuld.
Er hat angefangen und soll ich mir so ne Attacke von meinem besten Freund gefallen lassen?
Nein! Dazu bin ich einfach zu wichtig in diesem Universum, außerdem kommen ja noch die unwichtigen Gartenzwerge von Mitschülern auf die Idee es ihm gleich zu tun. So was muss sofort unterbunden werden.

Weiter im Programm meine lieben Leser und Leserinnen. Ja, Sie da, ich habe Ihnen wirklich gerade zugezwinkert, fühlen sie sich geehrt.

Ich folge gerade meinem netten besten Freund, als ich von hinten mit einem Koffer ins Bein geschlagen werde.

Klar, dass ich mich sofort umdrehe um der Person erst mal richtig eine zu geigen, was es heißt James Potter mit nem Koffer zu schlagen, egal ob aus Versehen oder nicht, als ich die zweite Person erblicke die mein Lebensgeheimnis kennt.
Ich weiß ich bin sehr dramatisch aber kommen Sie schon, sie nennen mich Jamie!

Dylan Carter, der vernünftigste von uns drei Holzköpfen, wie Schulleiterin McGonagall immer sagt.
Sein grinsen machte deutlich, dass er es auf eine Konfrontation angelegt hatte „Soll ich mich beleidigt fühlen, das einer meiner besten Freunde, versucht mir das Bein zu brechen?", erwidere ich schnell gespielt beleidigt und trotzdem lächelnd „Sollte ich mich beleidigt fühlen, das ihr am Bahnsteig nicht auf mich gewartet habt, wo ich doch einer deiner besten Freunde bin?" den letzten Teil nach dem Beistrich betonte Dylan natürlich extra. Hallo Dramaqueen?

Eins muss ich Dylan lassen, er weiß wie man Taktvoll zurück schlägt „Uh die Gegenwehr war gut. Eins zu Null für Carter. Potter geht in die Defensive. Ist das überhaupt schon jemals der Fall gewesen?"
Ich verdrehe die Augen.

Irgendwann ziehe ich Alex für seine Kommentare noch einen über den Schädel.
Ich meine wäre das Quidditch, hätte ich Dylan schon längst eine gegeben, um zu zeigen, das ich niemals in die Defensive gehe, doch er ist einer meiner besten Freunde und wenn Alex nicht bald aufhört so zu grinsen, auch mein einziger.
Ich lege einen Arm um Dylan und ziehe ihn mit zu unserem Abteil.

„Komm schon, lass uns vor gehen. Alex muss seiner Mami noch tschüssi sagen und bussi geben"
Meine Schadenfreude, als Alex mir einen bösen Blick zu warf und an mir vorbei zum Ausgang ging, war kaum zu verbergen.
Nicht das ich es überhaupt versucht hätte.

Ich weiß ich sollte ihn nicht so ärgern, aber der Typ war doch selber Schuld, bester Freund hin oder her, sollte ich mich etwa kommentarlos triezen lassen?
Grinsend schoben wir beide uns den Gang entlang, der überaus voll war, was natürlich eher an mir lag, ist doch klar.

Kaum bin ich im Zug, wollen schon alle den unglaublichen James Potter hallo sagen.
Ist es nicht unheimlich cool, ich zu sein?
Haben Sie es schon bemerkt?
Sie wissen nicht was ich meine?
Dann erkläre ich es mal.

Also folgendes, mein Vater meint, ich wäre meinem Großvater so ähnlich, dass wenn wir zur gleichen Zeit nach Hogwarts gegangen währen, man uns bestimmt für Zwillinge gehalten hätte.
Er meinte, dass dies sicher nicht nur an der äußerlichen Ähnlichkeit gelegen hätte, sondern an meinem Charakter, der meinem Opa ja so Stolz machen würde, ich bin da derselben Meinung.
Außerdem sagt mein Vater, wenn er mir ne Standpauke hält, das uns zwei, das heißt mich und Opa, nur wenige Sachen unterscheiden.

Zum einen, die Tatsache, das meine kleine, aber dennoch sehr berühmte Tunichtgut Gruppe, sich nicht die Marauder nennen und zum anderen, das ich keine Brille trage, was wohl eher daran liegt das ich noch vor meinem ersten Schultag meine Mutter eingeredet habe, sie müsse mir doch Kontaktlinsen besorgen, da ich ansonsten von meinen Klassenkameradensicher gemobbt werden würde.

Das war zwar ne Lüge, denn mit oder ohne Brille, war ich ein hervorragend und gutaussehender Zauberer und keiner würde es wagen mich zu mobben, nur wir leben im 21 Jahrhundert, da sind Kontaktlinsen Standard und Brillen tragen nur noch alte Menschen und Leute die auf Teufel komm raus die Hipster wieder Hip machen wollen.
Als ob das je der Fall gewesen wäre.
Egal.

Während Sie den schönen Erzählungen eines 16 jährigen lauschen durften, sind ich und Dylan bereits im Abteilangekommen und haben unsere Sachen sicher verstaut.
Wir hätten uns natürlich nicht beeilen müssen, hinzukommen da keiner es wagen würde unser Abteil zu besetzten, außer ein paar lebensmüden Slytherins, aber ich wollte nicht noch mehr von meinen Eltern bloßgestellt werden oder noch schlimmer.
Jemand würde hören wie sie mich Sie wissen schon wie nennen.

Ugh, lief es Ihnen auch gerade so eiskalt den Rücken runter?
Ja mir auch.

Es vergingen gerade mal 5 Minuten, als Alex wieder rein kam, mit einem ziemlich gequälten Gesichtsausdruck, welcher zeigte, das seine Mutter ihn mal wieder halb tot geknutscht hatte und er nur durch die Simulation eines eh schon spät dran seienden Schülers, entkam.
Ich winkte gerade meiner Mutter aus dem Fenster und hörte meinen Vater noch sagen, das ich brav sein sollte und egal was ich anstellen würde, er es eh heraus bekam.
Soll mir nur recht sein.

Ich machte aus meinem Hobby, Streiche spielen, kein Geheimnis und das wusste er und auch ganz Hogwarts.
Oh ja, ich James Potter, habe mich zu einem Klon meines Großvaters entwickelt.
Cool oder?

James Sirius Potter, Tunichtgut. Und Sie sind?Stories to obsess over. Discover now