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Jeder Moment, jedes Gefühl, jeder Wunsch, jeder Gedanke und jede Erinnerung; sie alle werden porträtiert. Die Polaroidkamera schießt beinahe sekündlich ein Foto.
Unser Leben hängt jede Aufnahme fein säuberlich auf eine Wäscheleine. Sie muss schon kilometerlang sein und wächst trotzdem von Tag zu Tag.

Natürlich wünscht sich jeder, eine aufregende, einzigartige und wunderschöne Leine zu haben.
Nur so einfach ist das nicht.
Vielleicht sind wir der Fotograf unseres Lebens, doch es ist nicht leicht, immer im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken.
Wie sollen wir auch planen, wann es regnet? Wann Nebel vor der Linse wabert? Oder wann wir so zittern, dass das Bild gnadenlos verwackelt?

Diese Fotos lassen sich nicht löschen. Genauso wenig können wir sie nach unserem Belieben von der Wäscheleine abreißen.
Doch von Zeit zu Zeit laufen wir zurück und bemerken, dass viele Polaroids ausgeblichen sind. Ohne dass wir etwas dagegen tun können, fallen Bilder herunter, denn wir wissen auch nicht mehr, wann wir sie geschossen haben.
Manche jedoch bleiben für immer erhalten. Das sind meistens die gelungensten Fotografien. Oder aber die, die uns so misslungen sind, dass wir jedes Mal wieder über uns selbst den Kopf schütteln.

Wir können mehr über unsere Wäscheleine entscheiden, als wir denken. Zum Beispiel wo sie hinführt. Manche spannen sie über die ganze Welt, durchbrechen Grenzen und überwinden Ozeane. Andere währenddessen bauen sich ihr Knäuel in einem kleinen Umkreis.
Genauso ist uns die Wahl frei, welche anderen Leinen wir kreuzen wollen. Vielleicht gibt es eine, mit der wir uns, dna-förmig umeinander wirbelnd, immer wieder treffen und unglaublich viele Fotos teilen.
Oder wir begegnen einer Wäscheleine, von der wir glauben, dass wir uns mit ihr einwickeln wollen, sie nie wieder loslassen wollen. Doch irgendwann - zack - driften die Polaroids in entgegengesetzte Richtungen und wir schauen unserem Wunschpartner wehmütig hinterher.

Die Bilder umfassen das ganze Farbspektrum.
Gelbe, sonnige, bei denen sich jedes Mal das Grinsen auf die Lippen schleicht.
Langweilige Graue, die einen eigentlich nur zum Gähnen bringen und bei denen man sich fragt, warum man sie geschossen hat und nicht auf ein fröhlicheres Motiv gehalten hat.
Auch düstere, dunkelblaue Gedanken zieren einige Bilder. Wenn wir uns diese anschauen, fühlen wir uns unbehaglich, wollen eigentlich die Augen losreißen und können es doch nicht; die Trauer dahinter blendet uns in einem dunklen, bedrückenden Sinne.

Keine einzige Wäscheleine auf dieser Erde ist perfekt. Und so wird es nie sein, machen wir uns nichts vor.
Aber wir können unsere Kamera auf immer neue Motive halten. Wir sind die Fotografen und dürfen experimentieren, bis wir irgendwann eine Einstellung finden, von der wir denken "Wow. Die kann ich öfter benutzen."
Verwackelte und sogar schwarze Polaroids gehören dazu. Und es ist okay, wenn wir manchmal nicht mehr genau wissen, wie das Fotografieren eigentlich funktioniert. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Man lernt es wieder.

Die Hauptsache an all dem ist, dass wir den Weg unserer Wäscheleine bestimmen. Sie und jedes einzelne Bild darauf sind einzigartig und beschreiben unser Leben. Und darauf können wir stolz sein.

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Hello!
Ich hab schon seit längerem mit dem Gedanken gespielt, ein Buch zu eröffnen, in dem ich einfach meine kleinen Texte, Kurzgeschichten oder das, was mir gerade durch den Kopf geht, veröffentlichen kann. Und nun ist es da (:
1D seht ihr auf dem Cover, weil ich immer so viele Ideen für OneShots mit den Jungs habe und davon endlich mal welche umsetzen will!
Es wird eine bunte Wundertüte und wer das Wirrwarr meiner Phantasie begleiten will, kann das Buch hier gern in seine Bibliothek aufnehmen. (:

All the love xx
Laura

PolaroidsStories to obsess over. Discover now