chapter 1

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Durch etwas ungewöhnlich warmes in meinem Nacken wachte ich langsam auf. Die Umgebung war ungewohnt und ich musste des Öfteren blinzeln um wirklich zu realisieren wo ich war. Ich erschrak kurz als mich etwas feinfühlig näher zu sich zog. Jetzt erst verstand ich, dass das alles doch kein ungewöhnlicher Traum gewesen ist, sondern Realität! Deswegen stand ich vorsichtig auf und schaute mich kurz um. Alles gleich, sowie gestern. Mein Rucksack liegt da wo ich ihn hinterlassen habe und Manu schläft friedlich. Ich kann es kaum realisieren, dass er es wirklich ist. Mit Achtung, da das Holz etwas knarrt, hockte ich mich vor ihn und beobachtete. Seine Augen zuckten und plötzlich gab er einen Laut von sich, jedoch schlief er weiter und bewegte sich nur kurz. Er war wirklich so wie ich ihn mir vorgestellt hatte. Außerdem hat er irgendetwas faszinierendes an sich.
Ich wusste nicht was ich hier tat. Es ist wunderschön diesen Jungen gefunden zu haben, aber wie bescheuert bin ich eigentlich?! Ich habe die Beziehung mit Ardy zerstört und bin Spuren von einem sozusagen fremden gefolgt. Und was war das gestern Nacht?
Ja, ich kann nicht abstreiten, dass er etwas sehr anzügliches an sich hat, aber das alles hier ist doch einfach nur verrückt.
Verzweifelt ließ ich mich auf dem Tisch nieder und schaute durch ein kleines Fester in den Wald. Alles war in einen Hauch von Licht getaucht, da die Sonne am aufgehen ist. Einzelne Sonnenstrahlen, die es geschafft haben sich durch die Blätter einen Weg zu bahnen, trafen auf den Boden und ließen die Nadeln in einem gold-braun aufleuchten. Wenn man ganz leise war, konnte man neben Manus tiefen Atemzügen auch einen kleinen Bach plätschern hören und das Gezappel mancher Äste auf welchen Vögel oder Eichhörnchen herumsprangen.
Mein Blick richtete sich wieder auf den schlafenden Schönling.
Ein leises "Fuck." entfuhr mir. Ich stand auf und suchte in meiner Tasche nach meinem Handy. Als ich es fand merkte ich, dass es natürlich keinen Akku mehr hatte. Was erwarte ich auch?
Ich wiederholte mich und schlug leicht mit der Hand auf den harten Holztisch. Es tat sich etwas hinter mir. Ein tiefes, unzufriedenes Knurren ertönte und ich fuhr um. Manu war nicht aufgewacht. Zum Glück! Ich zog meine Jacke aus und legte sie über ihn, damit er es warm hat.
Ich hatte jetzt zwei Möglichkeiten: Hier bleiben und keine Ahnung haben was jetzt passiert, oder versuchen hier wegzukommen!
Verzweifelt und unsicher meiner Entscheidung gegenüber ließ ich mich erneut nieder, nur dieses Mal direkt neben Manu. Vorsichtig befreite ich sein Gesicht von seinen weichen Haaren. Ich folgte meinem Verlangen und gab ihm einen kleinen, seichten Kuss auf die Nasenspitze. Vor mir öffnete sich schläfrig ein Auge und wieder wurde ich von diesem unverwechselbaren Grün hypnotisiert. Jedoch schloss sich das Auge wieder und eine Hand fuhr an meinen Rücken. Wärme erfüllte sich in mir. Ein zufriedenes und beruhigtes Raunen erklang und dann sagte Manu etwas.
"Danke, dass du hier bei mir bist."
Ein Lächeln machte sich in seinem und meinem Gesicht erkennbar. Diese Worte trafen mich doch irgendwie auch und ich setzte mich auf. Die Hand an meinem Rücken zog sich zurück und kuschelte sich in meine Jacke.
Was ist das hier. Das kann alles nur ein Traum sein. Ich sitze in einem Baumhaus und bin hier einfach unüberlegt hingekommen. Langsam drehte ich mich um und warf einen Blick auf den mysteriösen GLP.
So unschuldig und eingekuschelt lag er da. Ich kann ihn jetzt nicht einfach verlassen. Vor Wut griff ich mir an den Kopf. Wut, weil ich sauer auf mich bin. Irgendwo auch auf Manu, aber ihm kann ich nicht sauer sein.
Wie gerne würde ich gerade gleichzeitig bei Ardy sein. Aber ich bin so naiv und denke nicht an Andere.
Ich richtete mich auf und griff nach meinem Rucksack. Einmal etwas tun was richtig ist, dachte ich mir.
Ein letztes Mal schaute ich nach ihm. Das Letzte was ich will ist ihm wehzutun. Schon sprangen mir Szenen vors Auge, wie er aufwacht und ich nicht da bin. Das verletzte Gesicht, nach all der vergebenden Arbeit. Wie er bemerkt, dass ich wirklich abgehauen bin. Wie es in ihm schmerzt und er anfängt mich zu suchen, vergebens. Ich kann ihm das nicht antun. Aber ich muss es auch irgendwo. Hier zu bleiben wäre dumm. Bestimmt mach andere sich schon sorgen.
Ein letztes Mal kniete ich mich neben ihn. Zart strich ich mit meinen Fingerspitzen über seine Wange, runter über seinen Hals zu seinem Arm bis ich an seine Hand gelang, die ich dann Griff und sanft streichelte. Ich drückte ihm einen liebevollen Kuss auf die Wange und stand wieder auf.
Es machte mich traurig ihn so da zu lassen. Mein Körper wurden mit einem stechenden Schmerz erfüllt, welcher mich magisch wieder zu ihm zog. Ich widersetzte mich diesem erfolgreich mit Selbstbeherrschung. Aber ich bin mir sehr sicher, dass dies nicht das letzte Mal ist, dass ich ihn sehe. Dafür ist er zu verbissen mich zu haben.
Ohne einem Ton kletterte ich bis zu der Hälfte die Leiter runter und ab da sprang ich. Seicht landete ich im weichen Waldboden. Sofort fing ich an zu rennen um Abstand zu dem seltsamen Ort zu kriegen und schnell fühlte ich mich mit jedem Schritt mehr verfolgt. Ich hatte das Gefühl, dass jemand hinter mir ist. Als ich anfing Schritte hinter mir zu hören oder sie mir einzubilden, versuchte ich meine Geschwindigkeit zu erhöhen. Manu ist da. Ich bin mir sicher. Doch ich hatte Angst.
Angst stehen zu bleiben. Angst ihm in die Augen sehen zu müssen. Angst mich umzudrehen.
Von einem Moment auf den Anderen drehte sich alles und die Gravitation übernahm den Rest. Ich rollte zwischen den Bäumen einen steilen Hügel herunter und kam unten voller Dreck und erfüllt mit physischen Schmerz an.
Leise stand ich auf und schaute mich um. Niemand, nichts. Habe ich mir das nur eingebildet? Ich drehte mich einmal im
Kreis um mich zu orientieren. Nur Bäume, sonst nichts.
Also Entscheid ich mich einfach in eine Richtung weiter zu gehen.

-~-~-~-~

Wie könnte es weitergehen?
Feedback wäre schnieke <3

Confusion - Stay or leave [GLP/Taddl/Ardy FF]Stories to obsess over. Discover now