Er sitzt gegenüber von mir und richtet seine ganze Aufmerksamkeit auf mich. Seine pechschwarzen Haare fallen ihm in die Augen, weswegen er sie immer wieder mit einer routinierten Handbewegung aus dem Gesicht streicht.
"Erzähle mir bitte von deiner Schulzeit", bittet er mich mit neugierigem Blick erneut. Er möchte meine Reaktion wahrscheinlich genauestens analysieren können und wendet deswegen für keine Sekunde seinen Blick von mir ab. Schweigend schaue ich auf den Mann mit den hellgrünen Augen. So viel Zeit habe ich schon mit ihm verbracht und so viel mit ihm geredet und doch hat er mir nie ein Wort über meine Schulzeit entlocken können. Auch heute schüttle ich still und mit zusammengebissenen Zähnen den Kopf und wende meinen Blick von ihm ab. Stattdessen finde ich großes Interesse an meinen zitternden Händen. Sie liegen krampfhaft gefaltet in meinem Schoß und sind scheinbar das einzige, an dem ich mich hier festhalten kann. "Fragen Sie meine Lehrer", flüstere ich erneut.
"Das habe ich." Gespräche dieser Art finden täglich statt. So langsam kommt es mir fast wie eine Routine vor.
"Dann wissen Sie alles. Es gibt nicht mehr zu erzählen."
Er weiß, dass ich etwas verberge und glaubt mir deswegen zu Recht kein Wort. Auch wenn ich seit fast einem halben Jahr in dieser Jugendpsychiatrie eingesperrt bin, habe ich die Hoffnung noch nicht verloren, hier rauszukommen, ohne dass ich über die Schule reden muss. Der Psychotherapeut, der gerade vor mir sitzt, ist einer derer, die ich nicht abgrundtief hasse. Er ist für meine Einzelgespräche zuständig und der Mensch, mit dem ich hier die meiste Zeit verbringe.
Auch heute versucht er mich von der Relevanz zu überzeugen, ihm Details über den dunkelsten Teils meines Lebens zu entlocken. "Wie war die Grundschule?" Auch diese Frage höre ich nicht zum ersten Mal. Wie jeden Tag möchte er sich zuerst unverfänglicheren Themen widmen, bevor er sich den ernsten Gebieten zuwendet. Vielleicht vereinfache ich die Psychologie, die er anwendet, das kann sein. Aber mittlerweile weiß ich meistens, was auf mich zukommt.
"Lange her", antworte ich kurz und richte meinen Blick wieder auf ihn. Doktor Schäfer runzelt nachdenklich die Stirn und beobachtet jede meiner Bewegungen genau. Auch er kennt meine Reaktionen.
"Und das Gymnasium?"
"Gut."
Ich antworte immer mit "Gut". Gemeint habe ich es noch nie, aber das weiß er genauso wie ich. Normalerweise fangen nun die Fragen an, auf die ich mit Schweigen reagiere. Innerlich wappne ich mich schon dagegen, aber seine Strategie hat sich offensichtlich geändert.
"Komm mit raus", schlägt er mir freundlich vor.
"Was?", frage ich überrascht. Noch nie hat einer der Psychologen mir angeboten, mit ihm dieses hässliche Gebäude zu verlassen. Die Gespräche finden normalerweise in einem hell erleuchteten Raum mit bunter Tapete und hellen Möbeln statt. Als ich das erste Mal einen dieser Räume betreten habe, habe ich direkt gedacht, wie ironisch sie doch sind. Jeder einzelne von ihnen ist so zwanghaft positiv gestaltet, als ob er zu einem Kindergarten gehöre. Bei der Gestaltung wurde konsequent ignoriert, dass sich in diesen Räumlichkeiten nur kaputte Jugendliche aufhalten, die sich nicht von dieser ausgelassenen Atmosphäre täuschen lassen. Sie sollen uns wahrscheinlich ein sicheres Gefühl vermitteln und uns positive Stimmung beibringen. Ich selber fühle mich immer nur verhöhnt, wenn ich einen solchen Raum betrete, aber sie gehören zur Therapie. Warum möchte Doktor Schäfer nun mit mir diese isolierte Räumlichkeit verlassen? Was hat er vor?
"Ja, es ist gutes Wetter draußen."
Langsam stelle ich meine Krücken neben mich und drücke mich gewaltsam von dem Stuhl ab, auf dem ich sitze. Nun humple ich mühsam hinter dem Mann in Richtung Garten. Bei Strecken, die länger als fünfzig Meter lang sind, bin ich leider auf den Rollstuhl angewiesen, aber das möchte ich mir selten eingestehen. Deswegen ist es schon mehr als einmal passiert, dass ich vor Erschöpfung umgekippt und völlig verwirrt im Krankenhaus aufgewacht bin.
Ich bewältige jeden Schritt im Schneckentempo. Es ist jedes Mal sehr schwer, meine größtenteils gelähmten Beine so zu bewegen, dass sie mich halten. Ohne meine Krücken könnte ich nicht alleine stehen.
Auch heute wird mir nach zu kurzer Zeit schwindelig, weswegen ich mich wackelig gegen die Wand lehne und für einen kurzen Moment meine Augen schließe, damit das Schwarz der aufkommenden Ohnmacht verfliegt.
"Alles in Ordnung?", fragt Doktor Schäfer beunruhigt. Wäre er einer der Ärzte dieser Psychiatrie, hätte er meinen schwachen Körper auf der Stelle in meinen Rollstuhl gesetzt und mir Vorwürfe gemacht, wie ich mich schon wieder überfordern konnte.
"Ja, klar", stammle ich, bevor meine Beine nachgeben und ich unsanft auf dem Boden lande. Meine Gehhilfen fallen laut klappernd neben mich. Hat irgendjemand in meiner Umgebung geschlafen, ist er nun definitiv wach geworden.
"Hanna? Kannst du mich hören?", schreit er mir alarmiert entgegen. Ich nicke benommen und schüttle dann kurz meinen Kopf, um wieder klar denken zu können. "Mir geht es gut. Nur einen Moment bitte." Als der Schwindel wieder verflogen ist und meine Kopfschmerzen langsam abklingen, öffne ich langsam meine Augen und sehe zu meinem Missfallen direkt die knallgelbe Wand gegenüber meines Sitzplatzes. Genervt richte ich meinen Blick auf Doktor Schäfer, der alles andere als begeistert von meinem kleinen Sturz aussieht. Besorgt lässt er seinen Blick über meinen Körper schweifen und jedes Detail erkennen zu wollen. Peinlich berührt richte ich dann meinen Blick auf einen unbestimmten Punkt der gelben Tapete.
Es ist demütigend, worum ich ihn nun bitten muss, deswegen bleiben meine Augen an diesem Punkt hängen. "Es ist alles in Ordnung. Könnten Sie mir hoch helfen?" Peinlicherweise kann ich nicht alleine vom Boden aufstehen, wenn ich einmal auf ihm sitze. Es ist frustrierend, wie unselbstständig ich mit sechszehn bin. Jedes Mal, wenn ich hinfalle, brauche ich jemanden, der mich hochhievt, damit ich weitermachen kann.
"Ja, aber ich hol vorher deinen Rollstuhl."
Mist. Ich hasse meinen Rollstuhl! Er lässt mich bemitleidenswert und schwach aussehen. Gerade als ich dagegen protestieren möchte, rennt Doktor Schäfer in Richtung des Therapiezimmers, in dem ich vor ein paar Minuten noch saß und ihn angeschwiegen habe. Warum hat er es so eilig? Ob ich in zwei oder in drei Minuten sicher in meinem Gefängnis sitze, macht nun auch keinen Unterschied mehr. Ein kurzer Blick entlang des Flurs sagt mir, dass sich zum Glück gerade kein anderer in meiner näheren Umgebung befindet und ich mich deswegen nur vor Doktor Schäfer blamiert habe.
Erschöpft lehne ich meinen Kopf gegen die Wand des Kinder- und Jugendpsychiatrie und schlage vor Wut kurz mit der rechten Faust auf den Boden. "So ein Mist!", fluche ich flüsternd. Warum ist das damals passiert? Seitdem quäle ich mich mit diesen alltäglichen Dingen herum und schaffe es nicht, ein auch nur annährend normales Leben zu führen. Wütend richte ich mit meinen Armen meine wirr liegenden Beine und warte mit Tränen der Wut in den Augen darauf, dass Doktor Schäfer zurückkommt. Lange muss ich nicht warten. Schon ein paar Sekunden später kommt der Psychotherapeut mit meinem Rollstuhl aus einem Zimmer raus und steuert geradewegs auf mich zu. Ich kann den Raum sogar sehen, ab dem ich gelaufen bin. Heute habe ich es kaum mehr als zwanzig Meter geschafft.
"Brauchst du Hilfe?", fragt er, als er mich erreicht. "Tut mir leid", entschuldige ich mich leise. "Ich kann das nicht." Es wäre sinnlos, jetzt darauf zu beharren, das alleine zu schaffen. Dafür habe ich nicht genug Kraft.
"Warum hast du das Gefühl, dich entschuldigen zu müssen?", fragt er nach, anstatt mir in den Rollstuhl zu helfen.
"Machen Sie es einfach!", fahre ich ihn unfreundlich an. Gerade ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür, mein Verhalten zu analysieren. Ist ihm das nicht klar?
"In Ordnung", stimmt er zögernd zu und bückt sich zu mir herunter. Wie immer, wenn das passiert, schließe ich meine Augen, damit ich all das nicht mit ansehen muss. Ein paar Augenblicke später sitze ich sicher in meinem Gefängnis und schaue mit schlechtem Gewissen zu ihm herauf.
"Unterhalten wir uns draußen weiter?", fragt er, nachdem ich keine Anstalten mache, mich zu bewegen. Ich nicke und rolle ihm hinterher. Nur ein paar Augenblicke später öffnet er die Tür und wir finden uns in dem Garten der Psychiatrie wieder. Zum größten Teil besteht er aus ordentlich gemähten Rasen, durch den ein paar Wege führen. Hier und da steht ein Baum, der im Sommer Schatten spenden kann. Bänke befinden sich wie zufällig verteilt in unregelmäßigen Abständen an den Wegen, die immer mal wieder zu einem Klettergerüst oder einer Schaukel führen. Doktor Schäfer hatte Recht: Das Wetter hier ist wirklich schön. Auch wenn wir erst gerade April haben, strahlt die hoch am Himmel liegende Sonne eine angenehme Wärme aus. Keine Wolke verdüstert den hellen Himmelskörper.
Zu dieser Zeit befinden sich kaum Menschen in diesem umzäunten Stück Natur. Fast jeder hat gerade eine Therapiesitzung, weswegen es hier menschenleer ist.
"Ist es nicht schön hier?", fragt er und schaut einen Moment durch die Gegend, bevor sein Blick wieder auf mir landet und dort hängen bleibt. Ich nicke und tue so, als ob ich mich hier wohl fühlen würde. Wann ich mich wirklich das letzte Mal gut gefühlt habe, weiß ich nicht genau, aber etwas Banales wie eine Sonne wird das leider nicht ändern können. Es wäre schön, wenn es so leicht wäre.
"Warum bin ich hier?", frage ich und höre auf, mit meinen Händen den Rollstuhl anzuschieben. Endlich kann ich ihm eine Frage stellen und muss nicht schon wieder antworten. "Ich dachte, dass du mal Abwechslung gebrauchen könntest." Das ist alles? Ich kann ihm nicht glauben, dass hinter dieser ungewöhnlichen Aktion kein tieferer Sinn steckt, aber ich nehme seine Antwort hin. Etwas anderes wäre mir allerdings auch nicht übrig geblieben, da er schon wieder anfängt, mich Dinge zu fragen.
"In deiner Akte steht, dass du aus dem Fenster der Schule gefallen bist und deswegen deine inkomplette Querschnittslähmung hast."
"Korrekt", antworte ich sachlich. Es steht in meiner Akte.
"Einfach so gefallen?"
"So steht es da, ja." Es ist zu offensichtlich, dass ich mich um eine ehrliche Antwort bemühe, dass er mir dies nicht einmal unterstellen muss.
"War es auch so?"
Auch dieses Gespräch haben wir schon mehr als einmal geführt, aber bisher habe ich diese Frage immer bestätigt. "Ja", antworte ich also auch dieses Mal überzeugt. "Warum unterstellen Sie mir so oft, dass ich lüge?"
Anstatt mir direkt zu antworten, signalisiert Doktor Schäfer mir, dass ich ihm folgen soll. Also setzen wir beide uns in Bewegung, er laufend und ich rollend. Ich bin nicht oft genug in diesem Garten, als dass ich die Richtung oder das Ziel ausmachen könnte, aber ich glaube, dass er nur eine Runde mit mir laufen will, um die Stimmung angenehmer zu gestalten.
"Für mich passt das einfach alles nicht zusammen", antwortet er. Das, was ich ihm erzählt habe, passt vorne und hinten nicht zusammen. Es ist absolut unlogisch, aber mir sind keine besseren Erklärungen eingefallen. Nun kommen wir an einen neuen Punkt, den wir noch nie diskutiert haben. Wahrscheinlich wird es jetzt für mich unangenehm.
"Was denn nicht?", frage ich scheinbar genervt, auch wenn mir mein Herz vor Nervosität bis zum Hals pocht. "Das Glas ist durchgebrochen, oder?"
"Ja", antworte ich wahrheitsgemäß. Ich bin mitten in das Glas gefallen und trage seitdem große Narben von Schnittwunden auf meiner Haut. Die größte verläuft über meine linke Schläfe und zieht sich fast bis zu meinem Kinn. Den größten Teil dieser Entstellung kann ich mit meinen Haaren verdecken und ich trage offensichtlichere Erinnerungen an diesen Tag bei mir.
"Also bist du durch das Glas gefallen?"
"Ja, offensichtlich schon, oder?", frage ich rhetorisch. Auch wenn ich weiß, worauf dieses Gespräch hinauslaufen wird, tue ich so, als wäre ich von diesen offensichtlichen Fragen genervt.
"Du warst zwölf, also nicht groß und nicht schwer. Du konntest nicht durchfallen, wenn du nicht mit Anlauf dagegen gerannt wärst."
‚Mist!', fluche ich innerlich und überlege fieberhaft, was ich jetzt antworten könnte. Da mir absolut nichts Plausibles einfällt, falle ich wieder in mein übliches Schweigen. Diese Stille hängt einen Moment zwischen uns, bevor er es durchbricht. "Du willst also nichts dazu sagen?"
Immer wenn Gespräche in diese Richtung gegangen sind, hülle ich mich in Stille. Jetzt könnte ich nur Falsches sagen. Lügen war noch nie meine Stärke und ich könnte so ein Lügengeflecht niemals vor einem Psychotherapeuten aufrechterhalten. Mein Schweigen wird durch das heisere Krächzen eines Vogels unterbrochen, der laut krakeelend auf einen Baum ein paar hundert Meter weiterfliegt. Dieser Umstand lässt mich meine Umgebung wieder wahrnehmen, anstatt nur auf Doktor Schäfer und mich zu achten. Offensichtlich sind wir einfach dem geraden Weg gefolgt, der gleich vor den Zaun trifft. Dann werden wir entweder nach links oder nach rechts abbiegen müssen, oder er hält an und wir setzen uns an diesem sonnigen Tag auf eine Bank und können dort die frische Luft genießen, während ich ihm das Innerste meiner kaputten Seele offenbaren soll. Natürlich weiß er, was mein Geheimnis ist. Jeder hat es schon vermutet, aber nie gab es Beweise. Geredet habe ich nie, deswegen kann es mir keiner mit Gewissheit sagen.
"Ich will ehrlich sein", verkündet er. "Warte mal kurz." Meine Hände stoppen meinen Rollstuhl und drehen mich zu dem Mann um. Mit besorgtem Ausdruck in den Augen schaut er auf mich herab und streicht sich wieder die Haare aus seinem Gesicht. "Was ist?", frage ich scheinbar genervt.
"Wir können dir nicht helfen, wenn du uns anlügst."
"Ich brauche keine Hilfe!", protestiere ich, ohne den Mann ausreden zu lassen. "Ich bin hier völlig falsch, mir geht es gut!" Auch wenn er diese offensichtliche Lüge nicht kommentiert und mir keine Schuld zuschreibt, spricht sein Blick Bände. Seine hochgezogenen Augenbrauen signalisieren mir, wie wenig er mir glaubt. Durch seinen Blick fühle ich mich dazu verpflichtet, mich rechtfertigen zu müssen: "Ja, ich hab mir vielleicht ein paar Mal versucht das Leben zu nehmen und ich bin nicht so fett wie alle anderen und ja, vielleicht habe ich mich auch ein oder zwei Mal selbst verletzt, aber das liegt doch alles hinter mir! Ich habe mit fucking acht angefangen!" Ich rede mich immer weiter in Rage und am Ende schreie ich den Mann an.
"Warum hast du schon so früh angefangen?" Nun liegt es wieder an mir, zu schweigen. Darauf kann ich ihm nicht wahrheitsgetreu antworten. Es geht nicht.
"Unsere Zeit ist fast um. Wir sollten wieder zurück." Ich drehe meinen Rollstuhl um und begleite den Psychotherapeuten zurück.
"Es gibt keinen Grund für dich, den schweren Fragen immer auszuweichen", verkündet er mir sachlich. "Wovor hast du solche Angst?"
"Hab ich nicht!", bestreite ich die offensichtliche Tatsache schon wieder.
"Du weißt, dass wir Schweigepflicht haben, auch vor deinen Eltern, wenn du nicht ausdrücklich zustimmst, dass wir ihnen das sagen."
"Ich weiß, danke." Es hat natürlich Konsequenzen. Sie dürfen dann zwar meinen Eltern nichts sagen, aber trotzdem können sie mich dann noch zwei Jahre länger dabehalten. Auf dem restlichen Rückweg schweigen wir beide, bevor Doktor Schäfer schließlich nochmal versucht, mir ins Gewissen zu reden: "Du bist jetzt ein halbes Jahr hier, oder? Wäre es nicht so langsam mal an der Zeit, richtig mit uns zu kooperieren? Du willst doch bestimmt auch wieder nach Hause."
"Dann lassen Sie mich einfach nach Hause! Mir gehts gut!"
"Wir können das nicht vertreten zum jetzigem Zeitpunkt." Wie ruhig er mir das sagt. Versteht er nicht, dass es mir hier nicht besser gehen wird? "Warum nicht?", will ich auf einmal wütend von ihm wissen und halte meinen Rollstuhl an.
"Wie schwer und wie groß bist du zur Zeit?", fragt er nach und ich verdrehe die Augen. "Dreiundvierzig Kilo und 1,70." Auf den eindeutigen Blick des Psychologens antworte ich. "Zu meiner Verteidigung: Ich habe keine Muskeln in den Beinen, weil ich ein Kr- querschnittsgelähmt bin." Vier Jahre im Rollstuhl haben mir eins klar gemacht: Es kommt nicht gut an, wenn ich mich selbst als Krüppel bezeichne.
"Das ist keine Erklärung. Kommst du mit mir zum Mittagessen?" Es ist keine Frage, Mittagessen ist für jeden Pflicht. "Ja", nicke ich deswegen und stoße erneut die Räder meines Rollstuhls an.
2614 Wörter
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Schön, dass ihr auf meiner Geschichte gelandet seid. Ich freu mich auf Reads, Kommentare und Votes 😍
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Cannot!
General FictionDa waren diese Lügen, die sie ihren Eltern erzählt hat und die ihre Therapeuten stark anzweifeln. Da war sie selbst mit ihren gelähmten Körper und den Gedanken, die sie zu zerstören schienen. Und da war der Junge, der für so viel Leid zuständig war...
