Wenn man meine Freunde fragen würde wie sie mich beschreiben würden, käme bei allen ein Satz vor: Luna ist stets fröhlich und sieht in jedem Menschen das Gute. Ich sehe tatsächlich in jedem Menschen das Gute. Ich verzeihe jedem Menschen, wenn er mich verletzt hat und ich liebe die Menschen die ich als meine Freunde und Familie bezeichne aus vollem Herzen. Doch es gibt eine sehr widerspürchliche Seite in mir. Ich habe genug,nein ich habe es sogar satt in Kommuna zu leben. Ich halte es förmlich nicht mehr aus. Das Leben unter der Erde habe ich schon als kleines Kind gehasst. Immer habe ich versucht nach Oben zu gelangen. Natürlich fanden mich meine Erzieherinnen frühzeitig und hielten mich ab. Sie erklärten mir dass ich Oben nicht überleben kann. Die Strahlung würde mich töten bei lebendigen Leibe verbrennen. Und überhaupt in Kommuna habe ich alles was ich brauche. Ich glaubte dies nie, mein Drang verschwand nicht. Ich fing an in Geschichtsbüchern zu lesen um zu wissen wie die Erde vor dem zerstörenden Atomkrieg aussah. Sie war wunderschön und ich fing an zu malen. Viele Bilder schmücken mein kleines Zimmer das ich mit meiner Zwilingsschweter Sia teile. Sia jedoch verspürt keinen Drang das Leben in Kommuna hintersich zu lassen, nein sie liebt es. Doch ich finde es freiheitsberaubend ganz besonders, weil ich weiss dass es für mich eine Möglichkeit gäbe nach Oben zu gelangen, ohne zu sterben. Denn laut meiner Mutter bin ich dank eines Gendefekts immun gegen die Strahlung.Doch das ist ein Familiengeheimniss darüber dürfen wir nicht reden. Für mich ist es kein Defekt für mich ist es die einzige Hoffnung die ich habe um aus diesem Gefängnis zu kommen.
Ich seufze ein weiterer Tag in diesem Loch. Ein weiterer Tag wo ich die Beiden sehen werde. Sofort spüre ich einen Stich im Herz. Genau und die beiden machen das Leben in Kommuna auch nicht gerade schöner. Ich strecke mich und steige die kleine Treppe vom Hochbett runter. Seid schon immer schläft Sia unten und ich oben. Sie liebte es als Kind eine Höhle zu bauen und mochte es generell unterirdisch zu leben. Bei mir war das schon ganz anders. Ich wollte dass ich wie Oben einen Sternenhimmel habe,an der Decke strahlen bei mir Sterne die im Dunkeln leuchten.Mein Vater der Chemiker war brachte mir eines Abends die geheimnisvolle Farbe, die im Licht nach nichts aussieht, eine einfach milchige Flüssigkeit, doch sobald das Licht ausgeht leuchtet sie. Wir malten die Sterne gemeinsam an die Decke, es sollte mir die Angst vor der Dunkeleheit nehmen.
Ich schaue auf den Wecker. Es ist 9:16. Sia ist schon lange am arbeiten. In Kommuna gibt es mehrere Berufe. Erzieher, die sich um die Kinder kümmern und sie unterrichten, da beide Eltern arbeiten. Chemiker, die die Strahlung erforschten und sonstig Wissenschaftliches regeln. Architekten, Mechaniker,Heiler, wie ich und Sia es sind.Wir lernen Menschen die verletzt sind zu behandeln, zu operiern, eben das was man als Heiler braucht. Wir befinden uns allerdings noch in der Ausbildung, alle die denn 16. Geburtstag hinter sich haben entscheiden sich für eine Richtung. Davor geht man zur Schule.Jede Ausbildung dauert unterschiedlich lang, je nach Richtung.Meine über 6 Jahre.
Ich sollte mich beeilen, ich erscheine schon wieder zu spät ich kaue nervös an meinen Nägeln. Der Tag in Kommuna ist für jeden genau durchgetaktet. Um 9:30 sollte ich Frühstücken. Wie auch immer eigentlich kann ich darauf verzichten. Ich woll Jonas und Rea nicht sehen. Getrennt vielleicht aber nicht zusammen! Ich beschliesse zuerst zu duschen. Kommunas Regeln können mich.
Um 10:00 erreiche ich,ohne Frühstück im Bauch aber frisch geduscht, die Krankenstation 1.Überfüllt ist sie an diesem Morgen. Ich trage mein Lieblingskleid es ist rot und aus Seide, dazu wie immer die Perlenohringe von meinem Vater. Sie sind das Einzige was mir von ihm übrig geblieben ist. Kommuna lebt auf materieller Hinsicht im Luxus. Jeder hat kostbare Ketten und wunderschöne Kleider. Auch zu Essen haben wir mehr als genug und trotzdem fühle ich mich gefangen, wie ein Vogel in seinem goldenen Käfig. Luna auch schon wach? Daria erwartet dich in Station 3 begrüsst mich Lucy mit ihrem gestellt, künstlichen Lächeln. Danke ich mache mich auf den Weg erwiedere ich.
Ich laufe durch Station 1, halte bei der Tür meine Karte in denn Scaner worauf sie sich öffnet. Diese Karte wird auch schon bald die Tür in die Freiheit öffnen. Ich laufe den langen, kahlen Gang entlang mit der hässlichen,künstlichen Beleuchtung.Mein rotes Kleid schreit nach Aufmerksamkeit in dem sterilen weiss. In Station 3 erwartet mich Daria, 32 Jahre alt,langes,blondes Haar, kühle,graue Augen die stets sterng in die Welt schauen, unter ihrem weissen Kittel blitzt ein nachtblaues Kleid hervor. Sie ist meine Ausbilderin, eine recht gute sogar. Luna wir müssen reden begrüsst sie mich mit ernster Stimme.
YOU ARE READING
Nichts zu verlieren (The 100 FF)
FanfictionLuna, 16 Jahre hat es satt. Satt ihre besten Freunde als Paar zu sehen.Satt ein Leben unter der Erde zu führen.Satt in ihrer Gemeinschaft Kommuna zu leben. Sie beschliesst zu fliehen, ein neues Leben "Oben" zu beginnen. Egal wie hart es wird egal w...
