Als meine Mutter und ich morgens am Flughafen von Phoenix, Arizona ankamen, lehnte ich meinen Kopf weit aus dem Autofenster, um möglichst viel Sonne auf mein Gesicht scheinen zu lassen.
Solange ich noch konnte. Denn mich erwartete ein mehrstündiger Flug nach Forks, dem Ort, an dem es immer regnet.
Der Wind wehte mir meine dunklen Haare ins Gesicht und ich strich sie nachdrücklich hinter die Ohren. Für meine Ankunft in Forks wartete eine Regenjacke in meinem Reisekoffer im Kofferraum.
Ich war nicht erpischt darauf, sie zu benutzen. Seufzend blinzelte ich in die Sonne.
"Theresa," sagte meine Mutter sanft. "wir sind da." Ich drehte mich zu ihr um, um mich von ihr zu verabschieden. Wehmütig schaute sie mich an und strich mir sanft mit der rechten Hand über die Haare. "Du musst das nicht tun, Tess.", flüsterte sie stirnrunzelnd. "Das weißt du, oder?"
Ich seufzte und riss mich zusammen, um es meiner Mutter nicht zu schwer zu machen. "Es ist in Ordnung, Mom." sagte ich mit fester Stimme, und wiederholte zum gefühlt tausendsten Mal den Satz, den ich seid einem Monat sagte. Sie schien nicht überzeugt. Ich setzte noch ein "Wirklich" hinterher und endlich erschien die Andeutung eines Lächelns auf ihrem Gesicht. Wenigstens akzeptierte sie meine Entscheidung.
Wir umarmten uns und ich verbot meiner Mom, nach meiner Abreise zu weinen. "Pass gut auf dich auf!", rief ich, nachdem ich ausgestigen war und meinen Koffer aus dem Kofferraum geholt hatte. "Und genieße die Zeit mit George!" ich winkte ihr zum Abschied und Mom rief aus dem Fenster "Ruf mich an, sobald du in Forks bist!" Ich nickte und das "Ich liebe dich, Theresa!" ging unter dem Verkehrslärm unter, als meine Mutter sich zwischen einer Autoschlange einfädelte.
Der Flug war relativ unspektakulär. Ich saß am Fenster und sah zu, wie Phoenix, meine alte Heimat, immer kleiner wurde, bis sie nur noch ein kleiner Fleck auf dem Meer war. Ich vermisste jetzt schon das warme Klima in Arizona und schaltete hektisch an ein paar Knöpfen neben mir herum, bis die Klimaanlagen aus gingen und lehnte mich im Sitz zurück. Vielleicht könnte ich die Zeit mit etwas Schlaf überbrücken, dachte ich und schloss die Augen.
Während der Zugfahrt von Olympia nach Seattle fand ich keinen Schlaf mehr, und dachte stattdessen über meinen Entschluss nach, meine Mutter und George zu verlassen. Ich war ihnen in den letzten Jahren zur Last gefallen, wie mir mit der Zeit auffiel und meine Beobachtungen ließen auch nicht nach, als ich versuchte, es meiner Mom zu erklären und sie es verbissen abstritt.
Es war einfach an der Zeit, ihnen die Möglichkeit zu geben, ein neues Leben anzufangen, ohne mich. Und vielleicht eine neue Familie zu gründen.
Ich war also auf dem Weg nach Forks, zu Percy. Percy ist mein Vater und Moms Ex Mann. Bis vor drei Jahren hatte ich ihn noch jeden Sommer in den Ferien dort besucht, jedoch ohne viel Begeisterung.
Im Gegensatz zu Phoenix ist Forks ein sehr kleiner Ort, wo jeder jeden kennt, besonders meinen Vater, denn er ist Museumswärter des einzigen Museums im Ort. Das Museum findet großen Anklang bei den Bewohnern als auch den Touristen, was mich persönlich sehr wundert, aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass es in Forks das ganze Jahr über regnet und ein Museumsbesuch noch das spannendste ist, das der Ort zu bieten hat.
Das verdeutlicht umso mehr, wie langweilig es in Forks zugeht. Ich scheine jedenfalls nicht so recht in das Konzept zu passen, was ich jedes Mal, wenn ich meinen Vater besucht habe, feststellen musste. Das war auch der Grund, weshalb ich mit 14 Jahren anfing, mich durchzusetzen, meine Sommerferien bei meiner Mutter und George verbringen zu dürfen. Doch jedes Jahr schienen die beiden irgendwie traurig und als ich dieses Jahr erfuhr, dass Mom und George schon seid langem eine Kreuzfahrt über den Pazifik planten, habe ich sofort die einzig vernünftige Entscheidung getroffen.
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Twilight, the new Story
FanfictionIn diesem Buch möchte ich Twilight neu erzählen, manches wird auch genauso sein wie in Stephanie Meyers Buchreihe, manches etwas anders und vieles völlig frei erfunden. Theresa Sharp zieht nach eigener Entscheidung aus Phoenix nach Forks, wo ihr Va...
