Langsam lief sie die dunkle Gasse entlang. Es war schon spät, aber sie hatte ihre Arbeit eben erst beenden können. Grauer Nebel hing über dem nahen Meer und schob sich langsam auf den Hafen zu. Düstere Schwaden schlichen sich schon durch die Straßen. Das Licht des Mondes schien gedämpft durch den Nebel und riss fratzenartige Schatten durch die Äste der knorrigen Bäume. Der Wind flüsterte durch die Gassen und spielte mit der Glocke am alten Leuchtturm. Die Kälte der Nacht drang unaufhaltsam durch ihre Kleidung und sie schlang die Arme um sich. Ein Gefühl schlich sich in ihr Herz, als würden Augen ihren Gang nach Hause verfolgen. Was ist das? dachte sie. Sie begann, schneller zu laufen, als sie hinter sich ein Geräusch hörte, wie ein Kichern. Sie blieb erstarrt stehen und wagte es kaum, den Kopf zu bewegen. Langsam drehte sie sich um und sah in das Antlitz der leeren Gasse. Sie begann, heftig zu atmen. Auf einmal sah sie in ihren Augenwinkeln einen Schatten, welcher im Dunkel der Nacht verschwand. Sie lief los und rannte davon, als sie auf einmal stolperte. Sie fiel auf die harten Pflastersteine der Gasse und schmeckte den metallischen Geschmack von Blut im Mund. Hustend setzte sie sich auf und versuchte auf allen vieren weiter zu kriechen. Auf einmal hörte sie wieder das Kichern, nur schien es, als wäre es dieses Mal direkt über ihr. Sie wollte sich umdrehen, doch sie spürte etwas Kaltes an ihrem Hals. Das Gefühl wurde wärmer, etwas tropfte auf den Boden. Sie hob die Hand an ihre Kehle und spürte eine warme, klebrige Flüssigkeit. Entsetzt wollte sie aufschreien, doch es kam nur ein Röcheln über ihre Lippen. Voller Panik, kroch sie weiter, aber mit ihrem Blut rann ihre Kraft aus ihrem Körper. Sie bohrte ihre Finger zwischen die Fugen der Steine, und zog sich vorwärts, als ein Schatten vor ihr auftauchte. Eine Gestalt setzte sich ihr in den Weg und betrachtete sie. Sie ließ ihre kraftlosen Arme zu Boden sinken und versuchte, das Gesicht zu erahnen, doch ein Nebel zog sich über ihre Augen. Sie erkannte ein Grinsen, es war unnatürlich breit, weiße Zähne blitzten raubtierhaft hinter den Lippen auf. Schließlich verließ sie ihre Sehkraft und das letzte, dass sie vernahm war das Kichern der Gestalt; es war kein Kichern, sondern ein Glucksen tief aus der Kehle, das so grausam klang, dass sie ihre letzten Momente in Furcht verbrachte.
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"Ein herzliches Willkommen in meinem Kopf"
Short StoryGedanken Geschichten Worte Gefühle Leben #### enthält detaillierte Beschreibungen gewalttätiger und sexueller Szenen ###
