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Kapitel 1

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"Geh!" rief Charles über seine Schulter. "Ich halte ihn auf!". Der große, dreiköpfige Dämon ließ seine Tentakeln wie Peitschen durch den Raum knallen. Irgendetwas spritzte herum und landete auf Charles Gesicht. " Ich lass dich nicht zurück!" rief James. "Brüder lassen sich nicht im Stich!" Er nahm Anlauf, zückte sein Katana und rannte mit flatternder Robe auf das Monster zu. Dann spannte er die Beine an, holte aus und sprang. Wie in Zeitlupe flog er mit erhobenem Schwert auf das Monster zu, dann wurde es schwarz und eine Tiersendung erschien auf dem Bildschirm. Ich hasse solche überdramatischen Actionfilme. Nach 10 Minuten zappen schaltete ich den Fernseher aus. Wie üblich lieft nur Schrott. Ich durchstöberte den Kühlschrank nach etwas essbaren, wurde aber nicht fündig. Also kramte ich etwas Geld aus meinem Sparschwein und ging raus. Der nächste Supermarkt war nur ein Paar hundert Meter entfernt.
Gerade als ich das Haus verlassen habe, fing es an zu tröpfeln.
Na super. Ich ging noch mal kurz rein und griff mir meinen Regenschirm. Er war schwarz, genau wie alles andere an mir. Meine Kleidung: Schwarz, meine Augen: Schwarz, meine Haare: Schwarz. Meine Mutter hat sich echt aufgeregt, als ich mir die Haare gefärbt habe, aber damit hat sich unser eh kaum vorhandener Kontakt nicht verändert. Sie schrieb mich immer alle paar Wochen einmal an, fragt, ob es mir gut geht, und ob die Aufpasser mich gut behandeln.
Seit sie mich vor 2 Jahren in ein Pflegeheim für Problemkinder gesteckt hat, habe ich sie nicht mehr gesehen, aber ich wollte mich nicht beschweren. Hier hatte ich eine Wohnung für mich, bekam jeden Monat Geld und ich konnte mein Physik-Studium vom Staat finanzieren lassen. Es ging uns besser so, auf jeden Fall redete ich mir das jeden Tag ein, um nicht in Depressionen zu verfallen. "Einreden, wie ironisch" dachte ich, und machte mich auf den Weg.
Das laute Trommeln der Regentropfen begleitete mich bis zum Supermarkt, wo ich wie üblich ein Paar Fertigpizzen und Insta-Nudeln nahm und sie auf die Kasse legte. Die Bedienung kannte mich schon, seit dem ich hier wohne. Sie hat mir dabei geholfen, etwas Ordung in meine Sachen zu bringen, und sie war eine der wenigen, mit denen ich mich verstand.
"Keine Suppenwürfel?" fragte sie, aber ich schüttelte nur den Kopf, und fing an auf mein Handy zu tippen. Dann hielt ich ihr den Text hin: "Nein, ich habe noch welche zu Hause. Aber danke der Nachfrage". Sie schüttelt ihren Kopf und zog meine Sachen über den Scanner. Ich ließ die korrekte Anzahl Münzer auf den Tresen fallen, steckte die Sachen in eine Tüte und verschwand. Als ich gerade meinen Regenschirm öffnen wollte, lichteten sich schon die Wolken und dünne Sonnenstrahlen Schienen an den Hochhäusern vorbei auf die Straße. Wäre die Stadt nicht rein grau und verschmutzt, hätte man das schon fast als malerisch bezeichnen können. Ich schlenderte die Straße entlang, grüßte mit ein paar Handbewegungen ein paar Nachbarn und war schon fast wieder in meinem Hauseingang verschwunden, als ich etwas weißes in meinem Augenwinkel sah. Ich drehte mich um und da stand sie. Ein Mädchen, in einem langen, weißen Sommerkleid. Sie trug weiße Schuhe mit kleinen Absätzen und einen weißen, großen Hut, der ihr Gesicht verdecken würde, wenn sie nicht gen Himmel schauen würde. Sie hatte langes, braunes Haar, das in leichten Locken über ihren Schultern lag und unter diesen Haaren lugte eine rote Handtasche hervor. Außerdem trug sie an 2 Finger jeweils einen goldenen Ring. Ich starrte sie an, wie jeder hier in der Straße. Noch nie war hier so eine Schönheit vorbei gekommen. Sie gehörte auf jeden Fall in die Oberschicht, wenn nicht sogar in die Wolken Paläste. So jemand sollte nicht hier sein, aber sie schien das gar nicht zu bemerken. Erst nach fast einer Minute drehte sie sich einmal im Kreis und lächelte in die Runde. Dabei fiel ihr Blick auf mich. Als ihre braunen Augen auf mich fielen, und ich ihre weichen Züge sah, weiteren sich ihre Pupillen. Sie kam langsam auf mich zu, jeder Schritt bedacht. Ein Paar Pöbel aus der Gegend pfiffen ihr hinterher, aber ansonsten verfolgten sie nur alle Blicke, wie wenn eine Königin zu ihrem Tron geht. Als sie dann vor mir stand, schaute sie in mein Gesicht. Sie war etwas kleiner als ich, trotz ihrer Absätze.
"Bist du der, nach dem ich suche?" fragte sie. Ich schaute verwirrt, dann holte ich mein Handy heraus und tippte etwas ein. Als ich ihr den Bildschirm zu drehte, las sie "vielleicht, vielleicht auch nicht. Sag mir wonach du suchst, und ich kann dir deine Frage beantworten.". Ihre Augen weiteten sich, die lächelte kurz und trat noch einen Schritt näher an mich heran. Ich konnte ihr Parfum riechen, und es erinnerte mich an Blumen und Wiesen, also ein Geruch aus längst vergangener Zeit. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, dann kam sie mir immer näher, bis sie mir etwas ins Ohr flüsterte: "Ich verrate dir, wonach ich suche. Ich suche nach genau dieser Antwort.". Dann ließ sich sich wieder auf ihre Füße sinken. Sie drehte sich langsam um und wollte gerade gehen, da Griff sie noch einmal kurz in Ihre Tasche, griff etwas langes, rotes, und wirbelte herum. Ich sah gerade noch, wie die Spitze auf mich nieder fuhr, dann wurde es schwarz.

Die Schönheit der OberenBağımlısı olacağınız hikayeler. Şimdi keşfedin