steam

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Ich war in dem Dorf  in dem ich  früher wohnte, Sessen. Gestern hatte ich schlecht geträumt und jetzt war es Nacht. Gerne würde ich meine Phantasie abschalten können, ich stellte mir gerade zu viel vor.
Aus Angst ging ich zu Markus , einem Freund der in Sessen Bauer ist, und klopfte, aber niemand ging an die Tür. Also ging ich außen rum um durch die Hintertür an den Treppen vorbei ins Haus zu kommen. Den Weg kannte ich noch von einer Geburtstagsfeier bei ihm Zuhause.
Zum Glück ließ sich diese Tür öffnen. Eigentlich ziemlich unsicher, wenn hier jeder reinkommen kann, dachte ich.
Ich ging den langen, dunklen Flur, auf dem links viele mittel hohe Fenster und rechts viele Türen waren entlang. Unter den alten Holz Türen schien Licht durch und in den Fenstern spiegelte ich mich selbst. Ein paar mal dachte ich jemand wprde auf der anderen seite der Fenster nebrn mit hergehen.
Nun stand in dem Vorraum, in den ich gekommen wäre, wäre ich durch die Haustür gegangen.
In die Haustür war eine große, klare Scheibe eingesetzt, welche von Vorhängen links und rechts eingerahmt würde.
Ein lautes Hämmern. Die Haustür klapperte und die Scheibe wackelte bedrohlich in ihrer Fassung. Dadurch, dass es draußen schon dunkel war, war diese Scheibe, wie alle anderen Fenster, schwarz.
Wie bei den Fenstern sah ich auch jetzt im Vorraum etwas in der Scheibe der Haustür.
Wieder ein heftiges hämmern an der Tür und nun klapperte sie so gefährlich, dass ich Angst bekam, sie würde gleich aus ihrem Rahmen fallen.
Ich hätte nie hinschauen sollen. Ich habe panische Angst vor dunklen Scheiben.
Das erste was meinen Blick hinter der Scheibe fing waren zwei klare weiße Kreise. Nein es waren Augen. Komplett weiße Augen. Wärend ich aus Schock weiter auf die Tür starrte erkannte ich einen braun-haarigen unordentlich aussehenden, bärtigen Mann.
Sein durchgehend lautes Hämmern und sein angsteinflößendes Brüllen rissen mich wieder aus meiner Starre.
Jetzt erst bemerkte ich, wie vehement mein Körper mich anschrie endlich wegzulaufen. Abzuhauen. Mit der größten Angst, die ein Mensch wohl haben kann, schlich ich - nicht fähig um Hilfe zu schreien - an der Tür vorbei. Trotz der weißen Augen musste der Mann mich bemerkt haben,denn er hielt inne, nur um anschließend noch wilder an die Tür zu schlagen. Das Glas drohte zu zerspringen.
Schnell verschwand ich durch die Tür, die der Haustür gegenüber lag und rannte durch das Esszimmer. Jemand rief hysterisch:"...hilf mir einer. HILFE! IST HIER DENN NIEMAND?!...".Eine Polizistin kam auf mich zu. Puh. Oh Gott sei dank. Sie legte mir die Hände auf die Schultern wärend jemand immer noch um Hilfe schrie.
"Psschhht. Alles gut"
Oh fuck... ich schrie. Es fiel mir schwer zu stoppen. Aber als ich mich beruhigt hatte sah ich mich um und mein Blick blieb am nächsten Türrahmen hängen. Denn da wurde grade eine Frau, eine nackte Frau durch geschoben. An mir vorbei. Sie schien verstört. Sie murmelte leise, sehr leise, mit einer schrillen Stimme unverständliche Begriffe und zuckte unkontrolliert mit den Augen. Ihre Haut sah weich aus. Sie glänzte. Und hatte trotzdem überall Hautschuppen auf ihrer roten Haut. Auf ihrem Arm, den die mir entgegenstreckte, stand "steam", eingebrannt in ihr Fleisch. Mir wurde klar warum sie so aussah. 
Die gerötete Haut der Frau, das glänzen, die Hautfetzen. Mann muss sie mit Dampf gefoltert haben. Man hatte sie mit heißem dampfenden Wasser verbrannt.
Das grausame Szenario spielte sich vor meinem Augen ab. Als wäre ich bei der Folter anwesend gewesen.
Aber wer macht sowas?
Als die zweite, weniger verstörte Frau, mit frischen Wunden hinter der anderen aus dem Raum geschoben wurde und ich zeitgleich das Brüllen des Mannes wieder hörte, sie zusammen zuckte und ich mich aus welchem Grund auch immer bei ihr für mein gleichzeitiges Erschrecken entschuldigte, traf es mich wie ein Blitz. Er, der Mann vor der Tür, hatte sie gefoltert und wollte sie jetzt zurück.

ENDE

Story TimeWhere stories live. Discover now