Als ich erwachte und mich umsah bemerkte ich, dass ich in einem weißen Raum war. Wer bin ich? Diese Frage huschte mir immer wieder durch den Kopf, doch ich wusste sowohl auf diese Frage als auch auf die nächste keine Antwort. Wo war ich? Mein Schädel brummte. Wieso bin ich hier? Ich blinzelte Stark, worauf meine Sehschärfe etwas stieg. Ich sah, dass in diesem Raum ein weißer Tisch mit einem dazu passenden Stuhl war. Das Bett in dem ich lag war ein weißes Krankenhausbett. Was ist passiert? Immer mehr Fragen huschten mir durch den Kopf. Seit wann bin ich hier? Ich schaute an mir herunter und bemerkte, dass ich ein graues tonloses Kleid trug. Es war sehr schlicht. Wieso hab ich das an? Ich war mir durchaus bewusst, dass ich solch ein Kleid niemals aus eigenem Willen heraus anziehen würde. Es war nicht mein Stil. Mein Blick schweifte wieder im Raum umher. Ich bemerkte eine ungefähr Mitte 20-jährige Frau, die gerade das Fenster öffnete. Als sie sich umdrehte bemerkte sie, dass ich wach war: "Oh, du bist ja wieder wach!". Ich deutete ein nicken an. "Wie geht's dir?", fragte sie. Ich fing an heftig zu blinzeln. "Oh, soll ich die Jalousien etwas zu machen? Ist es zu hell?", erkundigte sie sich. Wieder nickte ich leicht, worauf sie das Rollo etwas runter ließ. Langsam fand ich meine Sprache wieder und nuschelte: "Danke... wieso bin ich hier?". "Deine Eltern haben dich Gestern her gebracht.", erklärte mir die Dame. Leicht verwirrt musterte ich sie: "Wieso sollten meine Eltern mich hier her bringen?". Die Frage schien ihr unangenehm zu sein, denn sie schaute verlegen zur Seite. Auch meine vorherige Frage hatte sie nur ausweichend beantwortet. "Ich möchte sofort wissen wo ich bin!", Panik stieg in mir hoch. Die Frau schaute mich bemitleiden an: "Du bist in einer psychatirischen Heilanstalt. Wie schon gesagt deine Eltern haben dich hier gestern eingewiesen.". Aha. Also bin ich in der Klapse gelandet. "Wieso?", presste ich hervor. Wieder ein verlegener Blick ihrerseits, trotzdem bekam ich eine Antwort: "Eigentlich darf ich darüber noch nicht mit dir reden.". "Mir Egal.", sagte ich kalt. Nach einigem hin und her siegten meine Überredenskünste: "Du wolltest dir gestern das Leben nehmen.". Aha. Das Le- Warte was?! Eigentlich war ich immer zufrieden mit meinem Leben gewesen. Es gab keinen Grund für mich sowas zu tun. "Wie?", fragte ich tonlos. "Die Pulsadern.", tiefes bedauern lag in ihrer Stimme,dann senkte sie wieder ihren Blick. Ich schaute auf meine Handgelenke. "Vergiss es. Dort wirst du nichts finden. Deine Eltern überwältigten dich bevor du auch nur einen Schnitt tun konntest.". " Ich schaute vor mich her. Sie fuhr fort: " Deine Eltern haben dich gestern Abend her gebracht. Du hast so sehr um dich geschlagen, das wir dir Beruhigungsmittel geben mussten.". Sie redete noch weiter und erklärte mir einiges, aber ich konnte nicht mehr zuhören. Als ich wieder Aufnahme fähig war hörte ich sie noch zum Abschluss sagen: "Du kannst jetzt in den Aufenthaltsraum gehen, wenn du willst und dich bereit dazu fühlst. Er ist gleich den Gang runter". Ich nickte. Während ich aufstand bekam ich Schwindelgefühle und fiel zurück ins Bett. "Alles ok?", informierte sich die Dame erschrocken. "J-ja", keuchte ich und stand wieder auf. Langsam ging ich auf die Tür zu. Ich wollte nicht länger in "meinem" Zimmer sein. Kurz bevor ich die Tür öffnen konnte kam nochmal das Schwindelgefühl hoch. Ich ließ es mir aber nicht anmerken, um zu verhindern, dass die Schwester es mir zum Schluss doch noch verbot zu gehen. Als ich mich wieder gefangen hatte, öffnete ich die Tür. Ich sah auf den Gang. Langsam lief mir eine Träne über die Backe, während ich auf den Flur schaute. Es war unmenschlich. Ich erblickte ein paar der Einwohner dieser Anstalt, sie hatten alle einen grauen Anzug oder ein graues Kleid, welches meinem gleichte, an. Es erinnerte stark an einen Horrorfilm. Ein paar der Eingewiesenen hatten abwesende Blicke und sabberten vor sich hin. Wieder andere sangen, pfiffen oder brüllten, aber auf keine fröhliche Art sondern eine, die einem den Magen umdrehte. Mir wurde schlecht. Ein paar weiter hinten führten Selbstgespräche. Ich konnte es nicht mit ansehen. Ich ging schnell durch den Flur und schaute nur auf den Boden, bis ich beim Aufenthaltsraum ankam. Ich stand vor dem Aufenthaltsraum und öffnete die Türe.
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Captured - Der Albtraum
Mystery / ThrillerEllie soll versucht haben sich das Leben zu nehmen. Eric soll einen Amoklauf geplant haben. Marc soll einen kleinen Jungen vergewaltigt haben. Und Tim soll seine geliebte, kleine Schwester umgebracht haben. Was die 4 verbindet? Sie gehen auf di...
