Sky's POV
Kennt ihr das: Es ist immer kalt wo ihr wohnt, dann fahrt ihr in ein Land wo es warm ist und ihr beschwert euch darüber, dass es so warm ist?
Genau das würde ich machen, hätte ich jemanden bei dem ich mich beschweren könnte.
Ich laufe den Strand entlang und schaue mir all die verliebten knutschenden Pärchen an, die überall am Strand und im Wasser verteil rummachen und mir kommt fast mein Frühstück wieder hoch.
Wie viele von diesen Pärchen werden wohl tatsächlich zusammen bleiben? Bei wie viele wird sich einer der beiden oder der drei- verstört drehe ich meinen Kopf weg- als Arschloch entpuppen, wie mein Versager Ex-Freund Lewis?
Warum denke ich eigentlich noch an ihn, ich meine hallo ich bin hier in Australien am Strand hier sind hunderte männliche Wesen mit denen man sich ablenken kann.
Okay ja zugegeben, ich bin nicht hier wegen des Klimas, ich brauche einfach Abstand.
Das Problem ist nur das mich alles und jeder abfuckt.
Man ich muss echt was an meiner Einstellung ändern.
Die Sonne fängt an unter zu gehen und ich begebe mich in eine kleine Bar. Ich bestelle mir irgendetwas zum Trinken und dann noch was und dann noch was. Irgendwann höre ich auf mit zu zählen.
Wenn ich nicht von selbst auf andere Gedanken komme dann eben so.
***
Verschlafen öffne ich die Augen.
Ein Schmerz macht sich in meinem Kopf breit und ich reibe mir meine Augen.
Verschlafen schaue ich neben mich und falle vor Schreck fast vom Bett. Ruckartig setze ich mich hin und schaue mich in dem Zimmer um.
Das ist verdammt nochmal nicht mein Hotelzimmer.
Panisch schaue ich neben mich, jemand grinst mich verschlafen an.
„Har... David", sagt er und streckt mir die Hand entgegen.
Ich Ignoriere seine ausgestreckte Hand und fahre mir verwirrt durch die Haare.
„Was machst du hier.", frage ich ihn mit gerunzelter Stirn.
„Das hier ist meine Hotelzimmer Schätzchen.", entgegnet er mir.
Ich schaue ihn angewidert an und nun ist es an ihm sich durch die Haare zu fahren, wobei ich bemerke wie lang seine Haare tatsächlich sind.
„Tja, ich schätze du machst so was nicht jede Nacht. Deiner Reaktion nach zu urteilen.", schmunzelt er und ich schüttele langsam meinen Kopf.
„Falls es dich beruhigt.", führt er fort, „Ich auch nicht."
Ich schaue ihn Misstrauisch an und er lacht: „Die Letzten fünf Jahre hatte ich genug Möglichkeiten aber keine Zeit, und davor hatte ich genug Zeit aber keine Möglichkeiten und ich war etwas zu Jung."
„Und jetzt hast du genug Möglichkeiten und genug Zeit und ich bin dein erstes Opfer.", entgegne ich ihm mit einem scharfen Unterton. Okay, zugegeben, die Bezeichnung Opfer ist vielleicht nicht ganz die Richtige da ich ja irgendwie auch an der Sache beteiligt bin, aber das ist mir jetzt egal.
„Lass mich raten.", legt er los. „Dein Freund hat dir das Herz gebrochen."
Ich ziehe scharf die Luft ein, Tränen schießen mir in die Augen und ich versuche sie krampfhaft zurück zu halten.
Ohne ein weiteres Wort stehe ich auf, suche meine Sachen auf dem Boden zusammen, laufe aus dem Zimmer und Schlage die Tür hinter mir zu. David ruft mir etwas hinterher, doch ich ignoriere es.
Ich bin heil froh das ich meine Unterwäsche schon habe, doch um ehrlich zu sein
erweist sich das Klamotten anziehen beim Treppen eines Hotels runter laufen und dabei blöd angeglotzt werden, als schwieriger als ich gedacht hatte. Zu mindestens sieht so was in Filmen immer sehr viel leichter aus.
Ich falle schließlich fast die letzten beiden Stufen runter und kann mich gerade noch am Geländer festhalten.
Beim rausgehen mache ich dann meine Hose zu, wobei ich fragwürdig Gemustert werde.
Ich ignoriere die Blicke, konzentriere mich ganz auf die Treppe die ich hinunter laufe.
Tränen laufen mir die Wangen hinunter und ich denke an Davids Worte zurück:
„ Lass mich raten, dein Freund hat dir das Herz gebrochen."
