Ich ging in die Küche, um mir Abendessen zu kochen. Aus dem Wohnzimmer hörte ich Gelächter und den Fernseher. Offenbar hatte meine Mitbewohnerin Besuch und sie sahen sich einen Film an. Ich stellte den Topf auf den Herd und füllte ihn mit Wasser. Ich legte die Nudeln dazu, damit ich sie nur noch hinein werfen musste, wenn es kochte.
Neugierig ging ich zur Wohnzimmertür, um zu sehen, was sie machten. Emma saß auf ihrem Lieblingssessel, die Knie angezogen und sah auf den Bildschirm. Offenbar handelte es sich um einen Horrorfilm, und ich wusste, dass sie ihn sich um diese Zeit nie freiwillig angesehen hätte.
Es waren drei ihrer Freunde da, die auf der Couch saßen und Pizza aßen. Dass Emmi nicht aß, überraschte mich kaum. Sie bemerkte meinen Blick und lächelte, als sie mich an der Tür sah. Mein Gott, dieses Lächeln mochte ich am liebsten an ihr. Selbst wenn ihr nicht danach war, wie in diesem Moment, freute sie sich immer mich zu sehen. Ich hatte schon lange aufgehört, in ihr nur meine Mitbewohnerin oder beste Freundin zu sehen. Nur wusste ich nicht, ob sie sich auch so fühlte.
Ich lächelte zurück.
"Hey, Ki", sagte sie leise und mir wurde ganz warm, als sie meinen Namen so sagte. "Hey. Guter Film?", fragte ich leise und trat näher und lehnte mich an die Sessellehne, mit dem Blick auf den Film. Sie seufzte und ich wusste, was sie sagen wollte. Sie wurde überstimmt und jetzt schaute sie halt mit. Ich sah zu ihr runter: "Hast du auch Pizza gegessen?", fragte ich vorsichtig, obwohl ich schon wusste, dass sie diese kaum angerührt hatte. Sie jedoch nickte zögernd. Meine Augenbrauen hoben sich erstaunt, entweder hatte sie ihre Gewohnheiten geändert oder...
Mein Blick glitt zu einer ihrer Freundinnen, die mich ernst ansah und dann zwei Finger hob. Ich sah wieder Emmi an. "Zwei Stücken zählen nicht, Süße", sagte ich sanft und ihr Blick wurde schuldbewusst. Ich strich kurz über ihren Rücken, als sie den Kopf senkte.
Ich ging zurück in die Küche zu meinen Nudeln. Das Wasser kochte inzwischen und ich warf die Spagetti in den Topf. Dann schnitt ich das Gemüse und briet es an, schließlich ergänzte ich die Nudeln und als alles gleichmäßig goldbraun angebraten war, füllte ich es in zwei Schüsseln und machte Stäbchen in beide.
Ich nahm eine mit ins Wohnzimmer und setzte mich zu Emmi auf die Sessellehne und begann langsam zu essen. Sie lehnte sich leicht an mich, als suchte sie meine Nähe und schnupperte an meiner Schüssel.
"Willst du probieren?", fragte ich leise und hielt sie ihr hin. Sie griff vorsichtig nach der Schüssel und nahm vorsichtig ein paar der Nudeln zwischen die Stäbchen, und probierte. Ihr Gesicht hellte sich auf, als sie kaute. Ich wusste, dass sie meine Eiernudeln liebte und sie nahm gleich noch einen Happen. Ich grinste, stand auf und holte die zweite Schüssel aus der Küche und setzte mich wieder neben sie und aß nun aus dieser weiter. Sie sah mich dankbar an, ich lächelte nur.
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Roommates
General FictionSie liebt sie seit Jahren... doch erst eine Sternschnuppe... eine unruhige Nacht in ihrem Bett... und warmer Tee, waren nötig... um zu merken, dass sie ihr Lieblingslächeln, nie wirklich kannte.
