Kapitel 1:

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"Bleib Ruhig, okay? Bleib Ruhig." Immer wieder höre ich meine eigene Stimme im Kopf, wie sie sich eben diese Worte sagt. "Ruhig bleiben, es wird schon alles gut gehen." An diesen Moment werde ich mich wohl nie gewöhnen. Ich ziehe langsam meine Schwarze Sturmhaube hervor und ziehe sie mir über meinen Kopf. Meine Waffe, Kaliber 9mm, stecke ich unauffällig in meinen Gürtel und verstecke sie unter meinem Shirt. Als letztes hole ich das Bild meiner Eltern heraus,welches sie am Flughafen zeigt,kurz vor dem Abflug der Maschine,die sie in ihren Tod fliegen sollte. "Verzeihung Ma und Pa" sage ich zum Bild "aber es muss sein. Für Sergio." Ich stecke das Bild wieder in meine Tasche. Ich verlasse mein Versteck in den Büschen und laufe geradewegs auf die Tankstelle zu, welche sich keine 100 Meter weit entfernt befindet. Die wenigen Leute, die mich sehen, blicken mich merkwürdig an, als würden sie schon vermuten was hier gleich passiert. Ehrlich gesagt ist das durch meine Verkleidung zwar sehr offensichtlich, allerdings macht keiner Anstalten, mich aufzuhalten oder, zu allem Übel, die Polizei zu rufen. Sie halten mich aufgrund meiner Größe sicherlich nur für einen Teenager, der mit seinen Freunden im Wald verkriecht und dort nur Scheiße baut. Wie dem auch sei, mir soll es Recht sein. Mittlerweile bin ich bei meinem Ziel angekommen. Ich betrete die Tankstelle und stellte zu meiner Erleichterung fest, dass bis auf den Kassierer niemand im Gebäude ist. "Hey Freundchen" ruft mir der Kassierer entgegen. Er ist bestimmt 1,95 Meter groß und sieht so aus, als würde er häufig Trainieren oder gar Kampfsport betreiben. "Hier wird nicht geklaut sonst hast du ein gewaltiges Problem. Immer diese scheiß Teenager, denken, sie können sich alles erlauben." Langsam begebe ich mich zu seinem Tresen. Er blickt mich grimmig an. Als ich am Tresen angekommen bin blicke ich mich um da ich sicherstellen will, dass der Laden immer noch leer ist. Dann ziehe ich die Waffe aus meinem Gürtel und richte sie auf den Tankwart. "Ganz ruhig" sage ich ihm in einem gelassenen Ton. Trotz das ich sehr gelassen klinge schlägt mein Herz so schnell, dass ich meinen Puls im ganzen Körper fühlen kann. "Das ist ein Überfall. Ich will niemanden verletzen, ich will nur das Geld. Und zwar alles." Durch meine Sturmhaube kann man kaum sehen, wie sehr ich schwitze. "Witzig du Arschlosch" erwidert der Mann "Doch ich erkenne eine falsche Waffe, wenn ich sie sehe." In mir brodelt Wut und Ungeduld hoch. "Dann schau, was diese Fake-Waffe kann, Motherfucker." Während ich das rufe, schieße ich mit meiner Waffe an den Alkohol hinter ihm. Eine der Wodka Flaschen zerplatzt durch die Kugel und übergießt den Kassierer mit dem Inhalt. "Ich wiederhole" sage ich. "Ich will niemanden töten, nur das Geld. Und zwar Zackig." Der Mann scheint nun doch Beeindruckt und beginnt, dass Geld in den Beutel zu packen,den ich ihn Provokante vor die Nase halte. Kaum ist der Rucksack voll, drehe ich mich um und verlasse die Tankstelle. "Scheißkerl" kommt es mir entgegen. "Lege die Waffe auf den Boden, drehe dich schön langsam um und nehm die Hände hoch. Und mach bloß keine Faxen, sonst jagen wir dir 50.000 Volt in den Körper." Mit einem Bösen Gefühl im Bauch folge ich den Anweisungen. Meine Befürchtung stellt sich als wahr heraus. Jemand hatte die Polizei gerufen. Mir werden Handschellen angelegt und ich werde ins Auto gedrückt. Kurz darauf werde ich Abtransportiert.

EsperadoWhere stories live. Discover now