**Seat Neighbors** beginnt als eine scheinbar harmlose Geschichte über zwei Menschen, die zufällig nebeneinander sitzen. Doch schnell entwickelt sich daraus ein spannendes Netz aus Intrigen, Unwahrheiten und Lügen, in dem sich Aiko plötzlich wiederf...
Ich nahm den letzten Shinkansen Richtung Osaka, diese Strecke fuhr ich nun bereits seit mehr als drei Monaten wöchentlich. Da nur vereinzelt Leute saßen war meine Chance groß meinen Lieblingsplatz zu ergattern kurz blickte ich mich noch um setzte mich und während ich meinen Laptop einschaltete, nahm ein mir seit 3 Monaten bekanntes Gesicht neben mir Platz. Er hieß Masaya, kurz Masa, er war etwa in meinem Alter und fuhr die Strecke so wie ich jeden Freitag nachts und Montag morgens, mittlerweile waren wir Sitznachbarn und kannten einander etwas oberflächlich, aber heute war Masa gesprächiger.
„Und was hast du dieses Wochenende vor?" fragte er mich ungewohnt neugierig, überrascht über seine Frage sah ich ihn lächelnd an, „Mein Neffe und meine Nichte wollen unbedingt auf das Sommerfest, also verbringen wir den morgigen Tag dort mit ihnen." „Oh, wirklich?", sagte er erstaunt und grinste mich an. Verwundert über fragte ich nach, „Ja, warum?" „Es könnte sein, dass wir uns dort über den Weg laufen!" „Das wäre lustig.", antwortete ich amüsiert und ich würde mich wirklich darüber freuen ihn zu sehen in einer anderen Umgebung als immer nur im Zug, dachte ich mir. Seufzend sah ich zu Masaya, der mir mein Lieblingsgetränk gebracht hatte. Er war diese Fahrt für die Getränke zuständig, ich für das Essen. Ich bedankte mich und reichte ihm seine Bentobox. Dann griff ich in meine Tasche und holte unsere Nachspeise heraus. „Ich hoffe, du magst Erdbeeren. Mein Freund mag sie nämlich gar nicht und ich liebe sie – besonders die weißen!", dabei stellte ich Sie auf den Tray zwischen uns. Dabei deutete Masa auf meine Bandage, „Was ist mit deinem Arm?" „Nur eine Zerrung.", sein Blick wurde misstrauisch, also fügte ich schnell hinzu: „Vom Golfspielen." Überrascht wurde seine Mimik und er fragte mich verwundert, „Du spielst Golf?" „Ja, schon ewig, du auch?" Nickend griff er nach einer der Erdbeeren und biss davon ab, „.... was hälst du davon, lass uns doch mal zusammen Golf spielen?" „Sehr gerne!" antwortete ich prompt, „hast du eigentlich sonst noch Hobbies?" „Hmmm, ja, früher hatte ich welche, aber momentan komme ich einfach nicht dazu." „Dann lass uns um etwas spielen, wenn ich gewinne, darf ich mir von dir etwas wünschen – ganz egal was!" Er lachte und wir besiegelten den Deal mit einem freundschaftlichen Handschlag.
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Am nächsten Tag fuhr ich mit meiner Nichte Yui und meinem Neffen Yuto zu dem Sommerfest. Ich die coole Tante die kurz vor einer Panikattacke stand da an diesem Tag unglaublich viele Menschen genau das gleiche vorhatten wie wir. Wir hatte noch nicht Mal die Erste Attraktion erreicht als ich regelrecht Masaya in die Arme lief. „Hey,.....wow, wie ausgemacht!" sagte er ganz entspannt und ich sah zum Ersten Mal seine Kinder er hatte eine Tochter die etwa gleichalt war wie Yui und einen Sohn der noch im Kindergartenalter war. „Klar, du hättest mich gestern vorwarnen können, dass ganz Osaka heute hierher einen Ausflug macht." „Ach komm es ist doch gar nicht so schlimm." „Findest du?" Unsere Kinder, also seine Kinder und meine Nichte sowie Neffe schienen sich bereits anzufreunden während ich mich noch sortieren musste. „Wir sind auch erst angekommen, geteiltes Leid ist halbes Leid und wie es scheint haben sich die Kids schon angefreundet – machen wir den Ausflug gemeinsam?" „Okay," sagte ich erleichtert und folgte Masaya. Es machte wirklich Spaß, er war so gelassen und hatte für alles den Überblick. Nach ein paar Stunden und nachdem wir alle Attraktionen durch hatten, machte er den Vorschlag, dass wir alle noch gemeinsam in ein nahegelegenes Restaurant fahren könnte dort gäbe es einen tollen Spielplatz für die Kinder und dann würden Sie mindestens 12 Stunden durchschlafen. Wir fuhren also dorthin bestellten uns Burger, Pommes, Sodas und während die Kids sich noch am Spielplatz austobten unterhielten wir uns. „Wie alt sind deine," fragte ich Masa neugierig. „Mari wird heuer 7 Jahre alt und Kei ist 5 Jahre alt und deine?" „Tja, ich als coole Tante sollte, dass wissen aber......", rasch rief ich zu Yui,„Süße, wie alt seid ihr?" Sie sah mich an und verdrehte ihre Augen und antwortete mir, „7, aber, dass solltest du dir merken!" Ich blickte zu Masa und er schmunzelte während ich mir leicht auf meine Unterlippe biss. „Hör mal, danke und darf ich ehrlich zu dir sein, ohne dir hätte ich das heute nicht geschafft, ich hatte schon eine Panikattacke am Parkplatz." Verschmitzt sah er mich an und wusste nur zu gut wie es mit Kindern war nickend antwortete er mir, „Dafür sind Freunde da....."