"You only have one life to live.
Make sure it's yours."
-Eleanor Brown
Freitag. Endlich!
Der Tag auf den ich die ganze Woche schon gewartet habe.
Es waren zu viele Klausuren diese Woche und es machte mich Krank! Es war Anfang meines letzten Jahres in der Schule und die Lehrer hielten es für klug uns so sehr auszusaugen, wie die Mücken im letzten Camping Urlaub, den ich mit Suri verbracht hatte.
Der Wecker klingelte. 6:00 Uhr. Ich musste aufstehen. Stöhnend rollte ich mich aus den Bett, vergaß aber das mein Bett nur einen Meter breit war und knallte ohne Vorwarnung auf den kalten, harten Boden. Ich stöhnte abermals. Scheiß Leben.
Schnell rappelte ich mich vom Boden auf und zog mich an. Es war erst Anfang April aber für meine Verhältnisse schon viel zu warm draußen. Ich nahm meinen Rucksack und verließ rasch mein Zimmer.
Auf dem Flur begegnete mir Suri.
"Na Schwesterchen", fragte sie mit einem, für mich schelmischen, grinsen, "Wie gehts?"
Misstrauisch sah ich sie an: "Was hast du gemacht?"
"Meine Schwester gefragt wie es geht" antwortete sie und verdrehte die Augen.
Sie hüpfte die Treppe hinuter und ich ging ihr nach wie vor misstrauisch nach. Sie war merkwürdig gut gelaunt am Morgen. Das war ich definitiv nicht gewohnt.
Ich betrat die Küche und bemerkte sofort das etwas nicht stimmte. Meine Eltern unterhielten sich nicht über den neusten Klatsch wie sonst immer, sondern saßen still am Tisch und aßen mit Blick auf die Zeitung gerichtet. Auch das grinsen meiner Schwester war verschwunden. Ich wusste was das bedeutete.
6:30 Uhr. Das Radio ging an und verkündete die neusten Nachichten. Ich hörte nicht richtig hin, da mir die Stimme des Radiosprechers permanent auf den Kecks ging. Schweigend aß ich mein Nutella Brot, doch dann hörte ich es:
"...weiteres Opfer des Bourbon Killers. Laut bisherigen Erkenntnissen handelt es sich diesmal um die siebzehn jährige Schülerin Maria von Ötzbach. Welche seit gestern Abend vermisst wurde. Neben der Leiche, die wie die ersten zwei Opfer, dieses grausamen Mörders, am Steinbach geborgen wurde, befand sich eine Flasche Whiskey, was auf den Bourbon Killer hindeutet. Weitere..."
Ich hörte nicht weiter hin. Maria von Ötzbach. Sie ging mit mir in die selbe Klassenstufe. Ich hasse s-, habe sie gehasst. Sie verdiente diesen Tod trotzdem nicht. Niemand verdiente so einen schnellen Tod.
6:40 Uhr. Ich beeilte mich mit dem Zähneputzen, schlüpfte in meine Jacke und rannte aus dem Haus, nicht zu vergessen das "TSCHÜSS!!" welches ich quer durchs Haus brüllte.
Ich hatte es geschafft, den Bus noch zu erreichen, jedoch hatte der Busfahrer Mark schon die Türen geschlossen als ich angerannt kam. Zum Glück machte er noch auf. Ich war die erste die in den Bus einstieg und diejenige die es am wenigsten Nötig hatte mit ihm zu fahren. Die Schule war mit dem Fahrrad von mir aus in exakt einer Minute zu erreichen, doch egal wen ihr kennt der Fahrrad fahren hasst... Ich hasste es mehr!
Der Bus hielt immer wieder an und es wurde nach und nach immer voller. Hier und da konnte ich ein Gespräch über den Mord hören. Christian stieg ein. Er war mein bester Freund, den ich vor 2 Jahren in einer Selbsthilfe Gruppe kennengelernt hatte, in die mich meine Mutter gesteckt hatte nachdem sie erfahren hatte wie meine Beziehung mit meinem damaligen Freund lief. Naja, jedenfalls hatten Christian und ich darauffolgend herausgefunden, dass wir auf die selbe Schule gingen und waren Freunde geworden.
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Der Bourbon Killer
Mystery / ThrillerDrei Morde. Drei Leichen. Drei Whiskyflaschen. Und ein einziger Mörder. ... Mathea Aylak möchte eigendlich nur ganz entspannt ihren Abschluss am Fallensteiner Gymnasium abschließen, doch plötzlich kommt es in dem kleinen Städtchen zu seltsamen Mordf...
