18. Kapitel

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Er reichte mir eine Zigarette. „Was ist eigentlich in der Küche passiert?"

Ich zündete sie an und zog einmal kräftig daran. "Sie hat versucht Chloe zu töten".

Er hob eine Augenbraue. "Wirklich? Aber hat sie nicht, oder?"

Ich schüttelte meinen Kopf. "Nein, sie wurde operiert und ist vorhin aufgewacht. Es geht ihr jetzt ganz gut".

Henry grinste. "Also soll ich ihr das Leben extra schwer machen?"

"Kann es bei dir überhaupt einfach sein?", fragte ich lachend.

"Wieso? Den Weibern geht es bei mir doch gut. Sie haben eine Unterkunft, essen, trinken und einen Job. Was will man mehr?", fragte er mit ausgebreiteten Armen.

"Abgesehen davon, das sie unfreiwillig bei dir sind und du sie zur Prostitution zwingst, oder selber an ihnen Hand anlegst? Nichts", sagte ich.

Er zog einmal kräftig an seiner Zigarette und schaute mich amüsiert an. „Ach, du bist doch kein Stück besser".

Ich grinste. "Ich weiß, aber ich spiele nur ein bisschen und werde sie dann gleich los. Das unterscheidet uns".

"Was liegt dir eigentlich so an Chloe?", fragte er interessiert.

„Manche Frauen verdrehen dir halt den Kopf". Ich zwinkerte ihm zu. "Pass auf, nicht das es dich auch noch erwischt!"

Er lachte. „Keine Angst, jede bitch ist die gleiche und mach dir keine Sorgen. Ich werde mich gut um sie kümmern".

„Nicht jede. Ich  muss jetzt los, mich umziehen... Und ich will nicht das Chloe erfährt, das ich sie dir übergeben habe, okay?"

Er zog an seiner Zigarette und zwinkerte mir zu. "Einverstanden. Ich nehme sie gleich mit und lass dein Haus säubern".

„Danke", sagte ich knapp und lief hoch...

Durch das zärtlich streicheln an meiner Hand, wurde ich langsam wach. Ich öffnete meine Augen und schaute direkt in seine dunklen. Er lächelte leicht. „Wie geht es dir?"

Ich schaute mich um. Diese Zimmer sah nicht aus wie ein typisches Krankenzimmer. Erst jetzt fiel mir auf, das dieses Zimmer riesig war. Die Wände waren aus Holz, ebenso auch der Boden. Die Fenster waren groß und wurden von beigen Vorhängen geziert. Es hing ein riesiger Fernseher an der Wand. Da die Tür vom Badezimmer, leicht offen war, konnte ich einen kleinen Blick erhaschen. Auch das Bad sah sehr geräumig aus. 'Krankenhaus... Ich mag keine Krankenhäuser...'

"Honey?", fragte er und riss mich aus meinen Gedanken.

Ich schaute müde zu ihm. "Ja?..."

Er schaute mich besorgt an. "Ich habe dich gefragt, wie es dir geht?"

"Gut... aber...", ich hielt inne.

"Was?", fragte er.

Ich atmete tief ein und schloss kurz meine Augen. "D-Du weißt i-ich mag keine Krankenhäuser".

Er nahm meine Hand. "Keine Angst. Guck, hier sieht es nicht aus wie in einem Krankenzimmer. Stell dir einfach vor, das wir zuhause sind!"

„I-Ich Versuchs", sagte ich nervös und schaute mich um. "Ehm und ich..."

„Ja?" Ich seufzte. „Ich muss mal. Kannst du mir bitte hoch helfen?"

Er nickte und schob die Decke weg. „Natürlich".

Er half mir mich aufzusetzen, was echt weh tat. Ich schaute meine Arme entlang. Jegliche Nadeln waren weg, nur noch ein Stecker an meinen Finger, war mit dem Gerät neben mir verbunden und piepte. James schaltete das Gerät aus und hob mich hoch. Er trug mich ins Bad und setzte mich langsam auf seinen Knie ab. "Halt, was machst du da?", fragte ich und hielt ihn auf.

"Deine Hose runterziehen, was denkst du denn?", fragte er.

"Nein, ich kann das schon selbst!", sagte ich beschämt. Ich war nur verletzt! Das konnte ich schon selbst! Und mit James pinkeln wollte ich echt nicht! "Kannst du bitte raus?"

Er hob eine Augenbraue. " Schämst du dich ernsthaft vor mir? Ich hab doch schon alles von dir gesehen, Honey und..."

„Bitte", sagte ich, daraufhin seufzte er. „Gott, Chloe".

Er zog den  Stuhl unter dem Waschbecken näher ran und setzte mich drauf. "Ich lasse die Tür offen, ruf wenn du fertig bist", sagte er sichtlich amüsiert und verschwand endlich. Schnell kletterte ich auf die Toilette und ließ es laufen. Es gab manche Sachen, da brauchte ich einfach meine Privatsphäre! Und das war eindeutig wenn ich auf Toilette musste.

Als ich fertig war, wollte ich meine Unterhose wieder hochziehen. Was sich aber als echt schwierig erwies. Ich rutschte von der Toilette und hielt mit angestrengt den Bauch. "Fuck!", fluchte ich leise.

"Honey? Alles gut?" Ich hörte Schritte in meine Richtung. „Ja! Bleib draußen!" Ich versuchte meinen Unterhose so schnell wie möglich hochzuziehen, was aber nicht klappte. Er kam rein und als er mich sah, fing er an zu grinsen. "Wieso sitzt du auf dem Boden?"

Ich seufzte. 'Wieso ich?' "Könntest du?"

Er lehnte sich lachend an der Wand an. "Was denn?"

Meine Wangen wurden rot. "du weißt schon, mir helfen..."

Er schüttelte den Kopf. "Ne, nicht so. Frag mich richtig".

Ich seufzte. So eine arschloch! "Es tut mir leid, das ich vorhin nicht wollte das du mir hilfst, aber jetzt wäre es sehr nett von dir wenn du mir helfen könntest. Bitte?"

Er stützte sich grinsend von der Wand ab. „Aber natürlich". Er schloss den Toilettendeckel und setzt sich drauf. Er zog mich langsam hoch auf seinen Schoß und legte sein Kinn auf meine Schulter. "Du machst extra so langsam, oder?"

Er drückte einen Kuss auf meinen Hals. „Vielleicht?"

James... ich bin müde", flüsterte ich und lehnte mich zurück.

Er hob seinen Kopf. "Hmm... Wie müde?"

Ich lachte leicht. "Sehr müde und das können wir nicht hier machen".

Er grinste. "Wieso nicht? Und keine Angst, ich halte dich schon wach!"...

H-B Teil 2Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt