An der Tür klopfend ist er bereit die Holztür zum Arbeitszimmer zu öffnen. Eine Antwort darauf, dass er die Erlaubnis hat hereinzukommen wird nicht erwidert, das ist ihm schon bekannt, daher drückt er den Türknauf einfach runter und tritt in das Büro ein.
Als er seinen Blick auf den großen schlanken Mann, der neben dem Schreibtisch steht anvisiert, spürt er reine Ehrfurcht. Obwohl der Mann vor ihm sehr zierlich und kaum bedrohlich wirkt, strahlt er eine enorme Macht und Stärke aus, die zum fürchten ist. Er betrachtet sein Gegenüber aufmerksamer und erkennt, das er ein grünen Anzug mit einer pinken Krawatte trägt, dazu elegante schwarze Schuhe.
Nachdem der Mann seinen Blick von dem Fenster abwendet, geht er ein paar Schritte weiter auf ihn zu. Der Mann macht ihm mit einer leichten Handbewegungen zu verstehen, sich auf den Sessel direkt vor dem Schreibtisch zu setzen. Er zögert keinen Moment und setzt sich, der Mann macht es ihm nach und setzt sich jedoch auf seinen monströsen gelederten Stuhl.
„Sam, ich weiß, weshalb du dich hier in meinem Büro befindest. Außerdem bin ich mir schon lange im klaren das sie Bald hier eintreffen wird.", sagt der Mann direkt ohne eine weitere Sekunde zu warten, das Sam das Gespräch anfängt.
Sam hustet kurz, da sein Hals sich auf ein mal Staub trocken anfühlt. „Du weißt was passieren wird wenn sie kommt, dann wird alles war.", sagt er panisch. Ohne ihm ein Blick zu würdigen, antwortet der Mann nicht sofort und auch nicht auf seine Frage. „Leider kann ich währenddessen nicht hier bleiben, ich habe etwas zu erledigen."
„McConner?".
Sam schaut ihn intensiv an um auf seine Frage wieder aufmerksam zu machen. Daraufhin antwortet McConner nur: „Dein Bruder weiß schon was zu tun ist Sam.".
Sam erwidert nur mit einem tiefen Schnauben auf die Aussage. McConner weiß genau was Sam von seinem Bruder hält, da sie alle drei zusammen aufgewachsen sind. Sam kann seinen Zwillingsbruder kaum ausstehen, sie sind wie zwei gleichnamige Pole, sie kommen einfach nicht klar miteinander.
„McConner, ich muss mich ebenfalls in meine eigenen Aufgaben Bereiche zurück begeben, es gibt auf der anderen Seite viel zu tun - wie du weißt - ich habe dir hier genug ausgeholfen.".
McConner schaut ihn Blitzartig in die Augen, so als hätte ihm seine Aussage gar nicht gefallen, doch Sam war sich dem schon vorher bewusst. McConner stützt die Ellbogen auf den Tisch ab, um dann seine Finger ineinander zu verschränken. „Ja, sie haben recht, ich weiß auch wer sich um sie kümmern wird, sie werden gleich eintreffen.".
Sam schaut ihn überrascht an, er hatte diese Reaktion von diesem Mann nicht erwartet, aber er hat sich dennoch darüber gefreut zu wissen, wieder zurück zu können. Sam nickt aufrichtig und schaut für einen Moment aus dem Fenster. Das Wetter ist mal wieder unerträglich, es regnet und der Himmel ist grau bewölkt. Als er sich wieder auf sein Gegenüber konzentriert, sieht er, dass McConner sich eine Zigarette anzündet, so wie fast schon viele Male.
„Willst du auch eine?", fragt er seinen Besucher, doch er verneint seine Frage - wie auch jedes Mal. „Denkst du es wird in Wirklichkeit passieren? Also, dass die Legende war wird?".
„Vielleicht. Wir werden es noch früh genug erfahren."
Sam nickt ihm wieder zu, nur war er diesmal sehr unsicher. Er ist sich nicht sicher was er glauben soll. Seinem eigenen Verstand oder den Legenden und sagenumwobenen Geschichten?
Nachdem das Zimmer voll vom Rauch verpestet ist, löscht McConner die Giftbombe und grinst, als Sam zu Husten anfängt.
An der Tür klopft es. Auch jetzt kommt schon wieder von McConner keine Bestätigung. Sam schaut mit voller Neugier zu der sich öffnenden Tür zu. Sein Atem stockt für einen Moment, als er die zwei Personen erkennt. Sam ist erstaunt, wie kann er Kindern diese Aufgabe zuteilen? Das Mädchen ist seine Tochter, und die zweite Person sieht aus wie einer der Haven Brüder doch wer von den beiden hier gerade steht weiß er nicht, er kann die beiden kaum von einander unterscheiden, auch wenn sie noch unterschiedlicher sein können - wie jeder immer behauptet.
„Wann wird sie hier sein?", fragt er mit einer tiefen aber weichen Stimme.
„Meine Frau wird sie morgen in Empfang nehmen und die beiden hier werden sich um sie kümmern und beobachten. Und falls etwas besonderes passiert müsst ihr es umgehend melden. Habt ihr verstanden?", das letzte sagte er mit einer Ausdrucksstärke - die sogar Sam unruhig machte - an die beiden die an der Tür, wie zwei Soldaten stehen, so kam es Sam in diesem Moment vor.
„Wer ist sie Dad?".
McConner schaut seine Tochter liebevoll an, antwortet dennoch gleichgültig: „Das werdet ihr dann sehen, nun geht wieder, wir sind hier fertig. Ich habe noch zu tun.".
Das Mädchen nickt, und daraufhin ziehen sich die beiden zurück. McConner schaut Sam an und er signalisiert daraufhin mit einem nicken, dass er ihn verstanden hatte und verschwindet dann auch aus dem Raum ohne sich zu verabschieden.
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Magic Elements
FantasyStella ist eine Waise, die mit dem Wunsch ihrer verstorbenen Eltern auf das Magic Elements Internat geht. Dabei deckt sie viele Geheimnisse über sich und die Welt auf. Denn nichts ist so wie es scheint und wie sie es zu wissen meint.
