(wird derzeitig offline überarbeitet)
Liliana.
Die hübsche, junge Blondine lebt in Kreisen, wo nur der äußere Schein zählt.
Von klein auf wird ihr eingetrichtert das sie ihr Gesicht wahren muss.
Perfekt erzogen, perfekt benehmen, perfekt Aussehen...
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Liliana
Kapitel 5
Eilig traten Nita und Jen in mein Blickfeld, um mich mit einer Mischung aus Besorgnis und - insbesondere bei Nita- Belustigung, zu mustern.
„Wir sollten dich zu einer Krankenstation bringen, wenn ihr hier so etwas besitzt. Adriano hat dich ganz schön erwischt" kam es von der schwarzhaarigen Schönheit vor mir. Das sie damit auf mehreren Ebenen Recht hatte, wusste sie zum Glück nicht oder doch? In ihren Augen lag ein Ausdruck, welchen ich nicht deuten konnte. Sah ich wirklich so schlimm aus?
Als auch Jen, mit großen Augen zustimmend nickte, begann ich in meiner Tasche nach einem Spiegel zu suchen, den ich natürlich nicht fand. „Ach Du liebe Güte, Lia was ist denn mit dir passiert?" mittlerweile verunsichert von den Blicken der anderen Menschen, sah ich Brooke entgegen, die mich sofort überfürsorglich Richtung Krankenstation zog.
Ich war durch den Wind denn dass, war definitiv schon wieder zu viel für mich, so früh am Morgen. Nachdem wir vier, das Schulgebäude betreten hatten, stoppte ich zunächst an der Toilette, um den Schaden selber begutachten zu können. Jen verabschiedete sich schon und wollte dem Lehrer der ersten Stunde, meine Verspätung ankündigen. Da wacht man einmal früher auf, als man sollte.
Noch bevor ich in den Spiegel der Mädchen Toilette sehen konnte, drehte Nita mich an den Schultern zu sich herum und hielt mich fest, während sie mir eindringlich in meine Grün/blauen Augen sah.
„Hör zu Lia, ich weiß selber nicht wie ich das von vorhin deuten soll, aber ich will dass Du weißt, das Adriano eigentlich gar kein so schlechter Kerl ist. " Sie atmete einmal tief mit geschlossenen Augen durch, bevor sie sie wieder öffnete und weiter sprach:
„Normalerweise ist er nicht so abweisend und gemein", wieder stoppte sie kurz und schien über etwas nachzudenken, was mich fragend die Braue heben ließ „Du hast ihn vermutlich einfach auf dem falschen Fuß erwischt. ". Verteidigte sie ihn, stetig nickend, weiter. Ich begann automatisch schon selber mit zu nicken, während sie sprach, fing mich jedoch schnell wieder.
Grade als ich mich wieder abwenden wollte, um endlich! In einen verdammten Spiegel sehen zu können, drehte sie mich wieder zurück zu sich. „Außerdem siehst Du immer gut aus! Vielleicht mag er dich aber auch einfach nicht". Sie nickte ein weiteres mal, dieses Mal jedoch entschlossen, um ihre Aussage zu unterstreichen, bevor sie tief einatmete und ein leicht panisches Lächeln sich auf ihrem Gesicht ausbreitete.
Wie schrecklich musste ich denn Grade bitteschön aussehen?
„Okaaaay ... darf ich dann jetzt?" Sprach ich langsam und dehnte das ‚okay' unnatürlich lange aus, bevor ich auf die Spiegel, die über den Waschbecken ein paar Schritte von uns entfernt hingen, deutete.
„Oh. Ja ja ja. Klar, natürlich. Na mach schon" plapperte Nita drauf los, kicherte leicht unbeholfen und gestikulierte in Richtung Spiegel.
Die ganze Familie schien eher mit den Händen zu sprechen ... aber Hauptsache ich war die Verwirrte.