Genervt blickte ich mich nach meinem Koffer um. Als wenn 12 Stunden Flug von Australien hier her nicht schon genug gewesen wären konnte ich meinen schwarzen Koffer einfach nicht auf dem Gepäckband entdecken. Jap richtig gehört 12 Monate hatte ich im sonnigen Australien bei einer Gastfamilie mitten in Sydney verbracht und kam nun pünktlich zum zweiten Semester meines Junior Years wieder zurück nach Hause. Meine Gedanken wurden von einem riesigen schwarzen Koffer unterbrochen, der gerade eben an mir vorbei fuhr. Blitzschnell sprintete ich dem Koffer auf dem Gepäckband hinterher und bekam ihn gerade noch so zu greifen. Stöhnend hiefte ich das schwere Teil herunter, wobei mir einige Strähnen meines dunkelbraunen Haares, welches in einem lockeren Messy-Bun steckte, ins Gesicht fielen. Hektisch strich ich mir diese aus dem Gesicht und begab mich zum Ausgang des Flughafens. Davor blieb ich stehen und blickte mich nach meiner Familie um.
Die Minuten vergingen, wo steckten diese Idioten nur? Pünktlichkeit wurde zwar bei uns in der Familie nicht gerade groß geschrieben, aber langsam fragte ich mich ob sie mich nicht doch tatsächlich vergessen hatten. Gerade als ich diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte blickte ich in dunkelbraune, fast schwarze, Augen, die ich mir mit meinem Zwillingsbruder Mason teilte. Genervt trottete ich zu ihm hinüber und warf ihm natürlich direkt vor was ihm einfiel mich hier nach einem ganzen Jahr in Australien einfach so am Flughafen warten zulassen. Er grinste nur :"Deine Zickereien hab ich ja mal gar nicht vermisst und jetzt komm schon her". Dann zog er mich in seine Arme, ich musste leicht lächeln, auch wenn ich es niemals zugeben würde hatte ich ihn in diesem Jahr doch sehr vermisst. Wir waren nun mal Zwillinge.
Als wir uns in Masons Truck auf dem Weg nach Hause befanden plagte mich doch eine Frage: "Warum holst eigentlich du mich ab und nicht Mom und Dad?", fragend sah ich meinen Zwillingsbruder an, der seinen Blick konzentriert auf die Straße gerichtet hatte. "Ihnen kam was geschäftliches dazwischen, aber glaub mir morgen wirst du schon wieder genug von den beiden haben." Ich hörte ihm gegen Ende nur noch mit halbem Ohr zu, da etwas anderes meine Aufmerksamkeit erweckte, ich drehte das Radio, welches bisher leise im Hintergrund lief, laut auf und begann schon fast schreiend Queens "Under Pressure" mit zu singen. Mason starrte mich nur schockiert an und hielt sich, so weit das beim Auto fahren eben möglich war seine Ohren zu und murmelte etwas vor sich hin, das ich aber nicht verstand. Viel zu sehr war ich auf meinen Gesang konzentriert, mit dem ich die Ohren meines Zwillingsbruder segnete.
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My Life Is A Fucking Mess
Teen FictionAls Patricia aus ihrem Auslandsjahr aus Australien zurückkehrt ist sie mehr als glücklich wieder ihrem gewohnten Leben zu folgen. Allerdings hat sich in diesem Jahr mehr in der amerikanischen Kleinstadt verändert als Patricia lieb ist. Vor allem der...
