Ein normaler Tag, oder?

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PoV: Emilia

Ich schaute in den Spiegel. Kann ich schon zurück oder muss ich mich noch einen Moment beruhigen?-fragte ich mich und machte mich dann auf den Rückweg zur Klasse. Innerlich hoffte ich auf eine Arbeitsphase, aber im Mathekurs war das eher schwierig. Dann stand ich vor der Tür. Es ist leise. Ich höre nicht einmal Herrn Schäfers Stimme.- dachte ich, öffnete die Tür und Schlüpfte ins Klassenzimmer. Tatsächlich war der ganze Kurs in die Arbeitsphase vertieft. Dennoch hob Charlotte ihren Kopf und ich spürte ihren herablassenden Blick auf mir. Schnell ging ich zu meinem Platz und schlug mein Heft und Buch auf. Zuerst versuchte ich Herrn Schäfers Schrift zu entziffern um mir Notizen zu machen. Danach widmete ich mich den angeschriebenen Aufgaben. Schon wieder so viele.- enttäuscht suchte ich meinen Taschenrechner in meinem Rucksack. Endlich!- bevor ich mich an die Bearbeitung machte schaute ich noch zu Yuri. Er fuhr sich gerade durch seine schwarzen Haare. Sein Leben lief soviel besser als meins. Yuri wurde nie geärgert, weil er sich mit allen Jungs gut verstand und alle Mädchen ihn mochten. Ich mag Yuri auch, ich hatte mich in ihn verliebt als er in der fünften Klasse zu uns gekommen war. Er war aus Köln hier her gezogen, weil seine Eltern der Hektik entfliehen wollten. Doch nun kümmerte ich mich lieber um die Matheaufgaben. 

Zum Glück war Mathe mein letzter Kurs für heute gewesen. Ich packte schnell meine Sachen zusammen und hörte auf dem Heimweg die Musik für meine Koreo. Es schneite, aber mir war nicht kalt, vielleicht lag es auch an der neuen Jacke die Mama mir zu Weihnachten geschenkt hatte. Als ich zuhause war ging ich hoch in mein Zimmer um meine Sachen weg zubringen und mich umzuziehen. Danach ging ich in die Küche und aß eine Kleinigkeit, bevor ich mich auf dem weg zum Training machte.

Kurz darauf stand ich vor der Eishalle. Okay, du schaffst das!- sagte ich mir selbst und atmete einige male tief durch. Kaum hatte ich die Eishalle betreten hörte ich Charlotte Rufen: "Achtung! Die unfähige ist hier!". Ich ging an ihr vorbei in die Umkleiden. Ich bin doch gar nicht unfähig, ihr müsst mir nur mal eine Chance geben!- dachte ich und zog mir meine Sportschuhe an, die ich immer zum Warmmachen trug, worauf hin ich in den Aufwärmraum ging. "Guck mal Lara! Da ist sie wieder!" rief Lillien und zeigte auf mich. Ich schaute zu Yuri rüber. Er grinste nicht, das tat er nie, wenn sich die Mädchen über mich lustig machten. "Lass es doch lieber ganz sein. Du bekommst die Koreo doch eh nicht hin!" rief Laura und alle Mädchen lachten laut. Joel, Yuris bester Freund kam in den Raum, während ich anfing mich warm zu machen. Auch Joel machte nie mit. Yuri, Joel und Lucas waren die einzigen Jungs im Eiskunstlaufverein, an Mädchen mangelte es nicht, aber unsere Trainerin Sarah interessierte sich nur für Laura und Yuri. Diese beiden schienen in ihren Augen die besten zu sein. Die Meisten Mädchen standen nur auf dem Eis und redeten, Joel versuchte immer wieder seine Sprünge zu stehen und schafte dies nur selten, Yuri und Laura gingen ihre Paar-Koreo durch und ich, naja ich ging meine eigene Koreo durch wurde aber nie Beachtet. Sarah kam in den Raum. "Yuri und Laura, wärmt ihr bitte die anderen auf? Ich gehe mit Emilia schon mal aufs Eis!" sagte sie und ich griff im Aufstehen schon nach meinen Eislaufschuhen. "Alles klar. zieh bitte deine Schuhe an und zeig mir deine Koreo, okay Emi?" Sarah war nicht streng, aber sie konnte gut mit Menschen umgehen. Heute kann ich zeigen was ich kann!- dachte ich und schnürte meine Schuhe. Schließlich stand ich auf und ging aufs Eis, während Sarah die Musik startete. Schnell verschwand alles um mich herum als ich anfing zu laufen. Sarahs Kommentare klangen so fern und es gab nur noch mich, das Eis und die Musik. Alles an dieser Koreo kam von mir selbst. Nach einer Weile spürte ich einen zweiten Blick auf mir.

Als ich dann fertig war und vom Eis kam aplaudierte sie mir. Ich entdeckte Yuri der in der Tür zu den Kabinen stand und ich wurde rot. Obwohl ich wahrscheinlich auch ohne seine Anwesenheit rot geworden wäre. Oh man, Yuri hat mich gesehen! Was wenn er mich gleich anspricht? Was mache ich dann, oder besser was sage ich ihm?- fragte ich mich, doch Sarahs Stimme riss mich aus meinen Gedanken. "Emi, du musst dich bemerkbar machen! Sonst werde ich dich immer vernachlässigen, auch wenn das nicht meine Absicht ist! Aber, dass was du mir gerade gezeigt hast war wirklich gut!" sagte sie und ich fühlte mich schon viel besser. "Das ist nur nicht meine Art." sagte ich leise. "Yuri?! Du und die anderen dürfen jetzt aufs Eis!" reif sie Yuri zu der dann verschwand und mir bedeutete sie ihr zu folgen.


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So das hier ist das erste Kapitel meiner Geschichte an der ich schon seit Anfang dieses Jahres Arbeite. Ich hoffe sie gefällt euch :). Ich freue mich immer über Kritik und solltet ihr Rechtschreibfehler finden sagt bitte bescheid!

Wann genau ich das nächste Kapitel hochlade weiß ich leider nicht genau, aber ich versuche es so fürh wie möglich hoch zuladen.   

Liebe, Freundschaft und Rivalitäten auf dem EisGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt