Vorwort
Hallo,
Zuschön das du hier bist. Ich hoffe sehr das dir die Geschichte gefällt. Für Kritik bin ich immer offen.
Und sorry für das Cover, ich mach bald ein schöneres.
Alles liebe und viel Spaß beim lesen,
Lila
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Eine Weihnachtsgeschichte...
Es war eine kalte Nacht als ich durch den Schnee ging. Hoch am Turm läuteten die Glocken, hinter den Fenstern leuchteten die Kerzen. Und auf den Straßen duftete es nach frisch gebackenen Plätzchen und Punsch.
In dieser Nacht, lief ich allein auf der Straße. Der Wind war kalt, doch aufhören konnte ich nicht, ich musste weiter.
Es wurde immer später. Die letzte Messe war zu Ende und alle gingen nach Hause. Alle, außer ich. Ich musste an letztes Jahr denken. An das große Haus, wo ich jedes Jahr, immer wieder willkommen war. Aber wo war es? Es konnte doch nicht weg sein! Oder doch?
Langsam begann ich zu zweifeln, ob ich alles nur träumte.
Ich lief weiter, weiter und weiter. Doch es gab keine Spur von dem Haus. Ich lief an großen und kleinen Häuser vorbei. Aber keins hatte Ähnlichkeit mit dem Haus des Großvaters.
Als der Mond schon hoch am Himmel stand, und in den Häusern die Lichter erloschen, lief ich immer noch durch die Straßen. Meine Beine taten weh, mein Magen war leer und alle Hoffnung war verschwunden. Langsam ließ ich mich auf den kalten Boden sinken und starrte die Schneeflocken an, die immer dichter auf die Erde fielen.
Ich wickelte mich enger in meinen Mantel und schloss die Augen.
Ich hatte mir diesen Abend so schön vorgestellt. Mit den vielen Kerzen, dem guten Essen und dem warmen Ofen. Und Großvater, der immer schöne Geschichten erzählt hat. Jedes Jahr eine Andere. Welche würde er diese Jahr erzählen? Ich weiß es nicht und ich werde es auch nicht erfahren. Aber letztes Jahr, da hat er die vom kleinen Wicht erzählt...
„Gestern, ihr werdet es mir kaum glauben, da hab ich ihn gesehen. Einen Weihnachtswichtel. Er hatte eine rote Mütze, kleine grüne Schuhe und einen langen grauen Bart, der bis zum Boden reichte. Er hatte eine große Nase und Augen wie kleine Haselnüsse. Sein Lächeln war gutmütig und in seinem Sack, den er über der Schulter trug, hatte er Lebkuchen, Schokolade, Nüsse, Äpfel und duftende Plätzchen.
Als der Weihnachtswichtel mich entdeckte machte er eine Verbeugung und sagte »Fröhliche Weihnachten, Mein Herr« »Fröhliche Weihnachten mein Kleiner! Willst du nicht etwas von dem Essen kosten?«, fragte ich. »Keine Zeit mein Herr, keine Zeit« »Was hast du es denn so eilig, kleiner Wicht?« »Geschenke verteilen, Plätzchen backen, Tannenbäume schmücken, die Vögel füttern....schließlich soll jeder Weihnachten feiern können, nicht wahr?« »Sicher, sicher. Aber jeder braucht auch mal eine Pause. Ruhe dich ruhig ein bisschen aus. Ich helfe dir auch« »Das würdest du machen?«, fragte der Wicht erstaunt. »Natürlich! Komm, nimm ein bisschen von der Suppe und ruh´ dich ein bisschen aus«, sagte ich. Dem Wicht schmeckte es köstlich! »Das ist das beste Weihnachtsessen, das ich je gegessen habe!«, sagte er und nahm seinen Sack.
Und ob ihr es mir glaubt oder nicht, ich habe ihm geholfen. Gemeinsam haben wir Geschenke verteilt, Plätzchen gebacken und die Vögel gefüttert. Als es schon spät war, machten wir uns auf den Weg nach Hause. Müde und erschöpft, aber glücklich, stapften wir durch den Schnee. Als der Wicht seine Ohren spitze und fragte,: »Hörst du das?« »Was?«, fragte ich und blieb stehen. Tatsächlich! Ich hörte es auch. Ein leises wimmern, es konnte nicht weit von hier sein. »Komm mit«, sagte der Wicht und nahm mich an der Hand.
Nicht weit von hier, in einer Nebenstraße, da lag sie. Ein junges Mädchen. Ihr Gesicht war voller Tränen und ihre Finger waren kalt wie Eis.
Der Wicht trat zu ihr und legte seine kleine Hand auf ihren Arm und sprach »Wein' nicht, kleines Mädchen, wein' nicht. Es ist doch Weihnachten, heute bist du unser Gast!« »Ich?«, fragte das Mädchen und sah ihn ungläubig an. »Ja du. Und jetzt komm mit, es ist hier zu kalt für dich« Wir nahmen das Mädchen an die Hand. Ihre Finger waren eiskalt. Ich zog mein Mantel aus und reichte ihn ihr. »Hier, nimm ihn, er wird dich wärmen«
»Und danach? Was ist danach passiert, Großvater?« Danach? Sie ist mit uns nach Hause gekommen. Wir haben gegessen und den schönsten Abend aller Zeiten gehabt. Doch als ich sie am nächsten Morgen wecken wollte, war sie verschwunden. Nur ein kleiner Zettel lag auf ihrem Bett, auf dem stand:
Danke, danke für alles! Ihr wart so gut zu mir! Ich kann leider nicht länger bleiben. Doch eins werde ich euch versprechen: Ihr werdet es nie bereuen, dass ihr mich für diese Nacht aufgenommen habt und solltet ihr jemals meine Hilfe brauchen, werde ich sofort für euch da sein.
Danke für alles,
das Mädchen von der Straße
»Und habt ihr erfahren wie das Mädchen heißt?« »Nein, das haben wir nie erfahren«
Ja, so war es damals gewesen. Doch das war letztes Jahr, jetzt war ich verloren. Alleine, auf der Straße, ohne zu wissen wo ich war. Und es wurde immer kälter, so kalt, dass ich meine Finger nicht mehr spürte. Ich musste hier weg, ich musste mich bewegen, doch mir fehlte die Kraft. Ich konnte nicht mehr...
„Kind, oh Kind! Was machst du da?“ Langsam öffnete ich die Augen. Ich sah eine rote Mütze, ein kleines Gesicht und Augen wie Haselnüsse. „Wicht“, sagte ich mit schwacher stimme.
„Komm Kleiner, sonst kommen wir zu spät“, sagte er. Er nahm mich an der Hand und gemeinsam gingen wir durch den hohen Schnee. Bis zum Ende der Straße und da war das Haus.
Die Tür öffnete sich und ein freundliches rundes Gesicht lachte mir entgegen.
„Großvater!“, rief ich und fiel ihm in die Arme. Endlich war ich da, bei ihm.
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Eine Weihnachtsgeschichte
Short StoryAlleine, auf eine Straße, mitten im Winter sitzt ein Kind und friert. Es weiß ich wohin, es findet den Weg nicht. Doch plötzlich....(Lest es selbst wenn ihr es wissen wollt, mehr verrat ich nicht)
