Die Uhr schlug 4 Uhr Morgens und weiterer Lärm aus der Wohnung über mir drang zu mir durch. Die grässliche Rock Musik war unerträglich und die Nachbarn scherte es einen Dreck ob andere in diesem Mehrfamilienhaus vielleicht Kinder hatten oder früh aufstehen mussten um die Arbeit antreten zu können, wobei diese Leute das Wort Arbeit nicht kannten. Jeden 2. Tag veranstalteten Sie Partys die bis in den Morgengrauen gingen.
Ich hatte es satt und kam deswegen zu folgendem Entschluss. Die Polizei zu alarmieren. Aber was ist wenn Sie wissen dass ich in dieses Land illegal geschmuggelt wurde aus Sizilien?
Werde ich dann wieder abgeschoben ohne meine Green Card bekommen zu haben?
Immernoch im Halbschlaf griff ich in der Dunkelheit auf meinen weißen Nachttisch um mein Handy in die Hand zu bekommen. Als ich das rechteckige Smartphone in die Finger bekam machte ich es an. Oh verdammt ist das hell.
So schnell wie möglich stellte ich die Helligkeit aufs Minimum.
Sollte ich es wirklich tun?
Oder doch jede 2. Nacht geweckt werden von deren Musik?
Ich nickte mir selbst zu um mein Selbstbewusstsein etwas zu stärken. Wenigstens in meinen Gedanken.
Ich wählte die 9-1-1 und drückte den grünen Button der mich zur Polizei weiterleiten würde.
...
Während des Telefonats wurde mir versichert dass ein Streifenwagen in Kürze ankommen würde weshalb ich meinen Körper aus dem Bett schleppte und meine Gelenke einrasten hörte. In meinem schwarzen Nachthemd ging ich in meine kleine Küche und setzte den Wasserkocher auf den ich zuvor mit Wasser gefüllt hatte. Ich ging zum gegenüber hängenden Schrank und nahm mir eine Tasse heraus und die Dose mit meinen verschiedenen Teesorten dazu. Mein Wasserkocher fing an zu brodeln weswegen ich mir meine Tasse zubereitete mit einem Würfel Zucker und dem Teebeutel mit Waldbeer-Geschmack. Ich fuhr mir über mein Gesicht und lehnte mich gegen den Herd. Gerade als der Wasserkocher zu Ende das Wasser aufgeheizt hatte klingelte es an meiner Haustür. Es war still in der Wohnung, das einzige was man hören konnte waren die Vögel von draußen und meine nackten Füße die auf dem Parkettboden tapsende Geräusche machten. Im Flur angekommen ging ich zur Sprechanlage und drückte den Knopf der mit einem Schlüssel versehen war. Man konnte das Surren von der äußeren Haustür hören und wie sie zuschlug.
Ich drängte diese lästige Stimme in meinem Kopf in die hinterste Ecke meines Gehirns und erschrak als ein plötzliches Klopfen an der Haustür erklang. Mit klopfendem Herzen spinkste ich durch den Spion, durch den nur eine breite Brust mit dem Symbol der Polizei zu sehen war.
Schluckend öffnete ich die Türe und starrte auf die breite Brust vor mir, die hintere Person blendete mein Gehirn vollkommen aus. Langsam wanderten meine Augen weiter in die Höhe. Als meine Augen am Gesicht angekommen waren, bildete sich ein dicker Kloß in meinem Hals. Meine Hormone spielten plötzlich völlig verrückt. Im unteren Teil meines Bauches fing es wie verrückt an zu kribbeln.
Meine Augen schweiften über das markante Kinn, die hohen Wangenknochen,die geschwungenen Lippen, die schmale gerade Nase und zu allerletzt die Grün-Braunen Augen die mich intensiv musterten. Ich fand meine Stimme mit einem Räuspern wieder.
Kein Wunder, bei so einem Leckerbissen wie dem, würde mir auch die Spucke und Sprache wegbleiben.
,,Guten Abend Officer.", begrüßte ich sie mit viel zu hoher Stimme.
Der hintere nickte mir zu, den ich erst jetzt wahr genommen hatte.
,,Guten Tag, das ist mein Kollege Officer Fredeway und ich bin Officer Morgan, es ging also um eine Ruhestörung bei Ihrem Anruf?", sprach plötzlich der vordere der Beiden. Seine Stimme war nicht allzu tief, aber rau und dennoch sanft. Eine perfekte Mischung. Der Mann brachte meine hormongesteuerte Libido zum Schreien.
Nickend bestätigte ich seine Aussage und musste auf mein Herz achten dass es nicht heraussprang.
,,Ja, wollen Sie erstmals hereinkommen?", meine Gastfreundschaft war wohl nicht verloren gegangen durch diesen Adonis von Mann.
Ich öffnete die Türe ganz und trat zur Seite um Ihnen Platz zu machen. Der Vordere ging herein,nicht ohne mir noch einen Blick zu zu werfen, während Officer Fredeway meine Gastfreundschaft mit einem Lächeln quittierte. Ich schloss leise die Türe hinter mir und machte das Licht im Wohnzimmer an, zusätzlich noch zu dem Licht aus der offenen Küche.
,,Könnten Sie eventuell genauer schildern was Sie mit Ruhestörung meinen?", sprach Officer Fredeway mich an als ich mich in meinen Sessel setzte da mir die Müdigkeit zusetzte.
,,Nehmen Sie ruhig Platz Officer.", sagte ich bevor ich nochmals anfing zu reden. Officer Morgan nahm das Angebot an während Officer Fredeway dankend ablehnte.
,,Jeden 2. Tag veranstalten meine Nachbarn über mir Partys, die bis in den Morgen dauern und die Musik so laut das man sie bis in die 4. Etage hört. Ich habe Sie schon mehrmals freundlich angesprochen und sie gebeten, Sie sollen die Musik nicht so laut drehen. Sie haben zwar immer ja gesagt aber dennoch schert es sie einen Dreck dass es hier im Haus Leute gibt die früh aufstehen müssen oder Kinder haben.", schon wenn ich anfing über diese Nachbarn zu reden konnte ich meinen Zorn nicht zurückhalten.
,,Wie sie hören machen die wieder eine Party, ich mein ich hab nichts dagegen, aber diese Musik hält mich wach und ich muss morgens früh aus dem Haus um zur Arbeit zu gehen.", fügte ich meiner Erzählung noch zu.
,,Okey gut Miss Sillano, bleiben Sie bitte Hier, wir würden jetzt dann hoch gehen.", sprach Adonis alias Officer Morgan zu mir. Mit einem Nicken versicherte ich den Officer, dass Ich hierbleiben würde.
Sie schlossen die Haustür hinter sich während ich meinen Kopf nach hinten fallen ließ und für ein paar Sekunden die Augen schloss.
-
Das war das erste Kapitel der Geschichte. Ich hoffe es hat euch gefallen und falls ja, könnt ihr gerne ein Sternchen da lassen.🥰💞
YOU ARE READING
Opposites attract
RomanceAls illegale Einwanderin nach Amerika gekommen versucht Tessa sich ein neues Leben aufzubauen. Sie versucht ihrer Vergangenheit zu entkommen und hält sich von jedem fern um niemand Verdacht schöpfen zu lassen. Als Sie allerdings eine Green Card bea...
