PROLOG - Part 1

88 2 4
                                        




Ein verführerisches Lächeln zierte ihre ungeschminkten Lippen, während sie ihre Hand auf seine Brust legte und ihn sanft, aber bestimmt nach hinten stieß, dass er rücklings auf ihr Kingsize-Boxspringbett fiel und für einen Moment in den vielen Kissen zu verschwinden drohte, ehe er sich grinsend wieder aufrichtete und seinen Blick dabei über ihren nur leicht bekleideten Körper schweifen ließ.
»Du siehst heiß aus, Babe!«, murmelte er, während sie neckisch ihre langen blonden Haare über die Schulter warf und sich gleichzeitig mit einer geschmeidigen Bewegung auf seinen Schoß fallen ließ. »Ich weiß!«, gab sie selbstsicher zurück und legte ihre Hände an seinen Hals, während er fest ihre Taille umfasste und ihren warmen Körper noch etwas näher an sich heranzog.

Eng an einander gepresst hielten sie so für einen kurzen Moment inne und sahen sie sich gegenseitig nur in die Augen, bevor er den Bruchteil einer Sekunde später seine Lippen bereits auf ihre legte, während sie ihm mit flinken Fingern die schwarze Lederjacke, die er trotz der unglaublich heißen Sommertemperaturen noch immer trug, von den Schultern streifte und anschließend achtlos auf den Boden schmiss. Dann legte sie ihre Hände wieder auf seine Brust und fuhr dann langsam mit den Fingerspitzen über sein dünnes, schwarzes T-Shirt, hinunter bis zu seinem Ende und zupfte ein paar Mal an dem Saum, bis er sich schließlich von ihr löste und sich sein Oberteil mit einer fließenden Bewegung über den Kopf zog. Das T-Shirt landete unachtsam irgendwo neben seiner Lederjacke, doch keiner von ihnen interessierte sich für das entstehende Klamotten-Chaos auf dem flauschigen rosafarbenen Teppich vor ihrem Bett. Sie waren abgelenkt, zumindest bis auf dem Flur leise, näherkommende Schritte zu vernehmen waren.

»Miss Hall?« Das Klopfen an ihrer Zimmertür und eine fragende Stimme, die unverkennbar zu dem Portier des Hauses, Henry, gehörte, ließen die beiden auseinanderfahren, als Sweet Pea gerade seine Hände über ihren Rücken bis hin zu dem Verschluss ihres BH's gleiten ließ. »Verdammt!« Hailey erhob sich etwas umständlich von seinem Schoß und griff nach ihrem seidenen Kimono, den sie sich notdürftig um den Körper schlang, ehe sie zur Tür eilte und sie einen kleinen Spalt weit öffnete. »Was wollen Sie, Henry?«

»Nun...« Der ältere Mann mit seinem furchtbar starken englischen Akzent und der mehr als nur gehobenen Sprache, reckte sein Kinn in die Höhe und faltete seine mit weißen Baumwollhandschuhen bedeckten Hände vor der Brust zusammen. »Mr. Hall und Mrs. Hall lassen ausrichten, dass Sie sich heute Abend möglichst außerhalb des Hauses oder ausschließlich in ihrem Zimmer aufhalten. Mr. Hall hat einen ausgesprochen wichtigen Geschäftstermin und wünscht äußerste Diskretion.«

»Okay!« Hailey verdrehte die Augen und schlug Henrydie Tür vor der Nase zu, ehe sie sich genervt seufzend mit dem Rücken dagegenlehnte und in Richtung ihres Bettes sah, von welchem Sweet Pea gerade aufstand.
Es war ihr nicht neu, dass John sie während seiner Geschäftsterminelieber möglichst weit weg wusste. Sie sollte schließlich möglichst wenig vonseinen Machenschaften innerhalb Riverdales erfahren und auch ihr war es mehrals nur recht, besser gar nicht erst zu wissen, was auch immer er gerade fürzwielichtige Pläne mit fragwürdigen Geschäftspartnern hegte.

BITTERSWEETWo Geschichten leben. Entdecke jetzt