🟣🍋Bakugou x reader Teil 1

204 3 0
                                        

Warum zum Teufel hab ich mich nur mit hierher schleppen lassen?
Das fragte ich mich nun schon zum x-ten mal heute. Gelangweilt saß ich zwischen meinen Freundinnen Mina und Toru und nippte an meinem Gin Tonic. Ich versuchte mir nicht anmerken zu lassen, wie fehl am Platz ich mich hier eigentlich fühlte. Wieder einmal hatte ich mich von Mina bequatschen lassen und schließlich widerwillig zugestimmt mitzukommen. „Du wirst sehen es wird toll, außerdem war es mal wieder höchste Zeit, dass du auch mal wieder unter Menschen kommst" knallte mit Mina an den Kopf. Dabei wusste sie doch ganz genau, dass ich solche Tanzschuppen überhaupt nicht mochte. Ich passte einfach nicht zu dieser völlig überdrehten Gesellschaft, sowie Mina. Obwohl ich schon ein sehr geselliger Mensch war.
Ich lud meine Freunde gern zu mir ein, bekochte sie, machten Spieleabende oder gingen gemeinsam ins Kino. Mein Freundeskreis war zwar nicht besonders groß, aber ein Eigenbrötler war ich nun definitiv auch nicht.
Und eine Jungfrau war ich nun bei weitem auch nicht mehr. In meinem 25-jährigen Leben gab es schon hier und da mal einige Männer mit denen ich Spaß hatte, es war zwar nicht immer gut gelaufen, aber bisher hatte sich noch keiner der Männer von meinem etwas zu großen Hintern, den kleinen Speckröllchen oder meinen von der Schwerkraft geplagten zu großen Brüsten abstoßen lassen. Es war eben wie es war und ich hatte schon vor Jahren beschlossen nicht den Rest meines Lebens in Diät leben zu wollen. Ich war eigentlich sehr zufrieden mit mir selbst, doch hier, zwischen den hämmernden Beats und den zurecht gemachten und knapp angezogenen Frauen fühlte ich mich-einfach so- wieder wie sechzehn. Meine Schulzeit war nicht gerade harmonisch und schön. Ich fühlte mich zu fett und hatte ständig das Gefühl nicht diesem Gewissen "Ideal" zu entsprechen- genau wie jetzt. Ich war schüchtern und vor allem von Selbstzweifeln geplagt. Ich hing damals mit meiner Fantasie in meinen Büchern fest und wenn sich doch mal eine Junge wie durch ein Wunder für mich interessiert hatte, schaffte ich es jedes Mal die Annäherungsversuche durch unpassende Bemerkungen im Keim zu ersticken. Mir war es damals völlig abwegig vorgekommen, dass sich ein Junge für mich interessieren könnte, ich hatte es einfach für eine dumme Jungswette oder sowas gehalten. Dabei hatte ich eine natürliche Ausstrahlung, ein hübsches Gesicht, ein bezauberndes Lächeln und sehr ausdrucksstarke smaragdgrüne Augen. Ich war nicht viel anders als andere Frauen, ich pflegte mich täglich, shoppte gern neue Klamotten, nur halt eben ungeschminkt und natürlich.
Mit neunzehn machte ich meine erste sexuelle Erfahrung und stellte fest, dass die meisten Männer eher auf kurvige Frauen standen wo man auch was zum anfassen hatte.
„Na los trink schon aus, der Drink ist mit Sicherheit schon warm" Minas vorwurfsvolle Stimme riss mich aus meinen Gedanken.
Ich blickte mich um und musste auch hier in dieser Diskothek feststellen, dass ich im Gegensatz zu den anderen Frauen mal wieder sehr gewöhnlich aussah mit meiner schwarzen, eng anliegenden Jeans und dem tief ausgeschnittenem weinroten top. Mit meinen offenen langen, bis zum Po reichenden braunen Haaren war das weder Sexy noch besonders reizvoll wie ich fand. Die eng anliegenden Klamotten kaschierten meine Problemzonen nicht perfekt, aber sowas war mir schon lange egal. Mina hatte mich heute sogar zu einem leichten Abend make up überredet, womit ich mich zugegebenermaßen mehr unwohl fühlte als in den engen Klamotten. Ich ließ meinen Blick durch den Raum schweifen und überlegte, wie ich mich hier am schnellsten vom Acker machen könnte, ohne Mina und Toru vor den Kopf zu stoßen. Als mein Blick jedoch einen Aschblonden muskelbepackten Mann erblickt fing mein Herz plötzlich schneller an zu schlagen.
Er stand am anderen Ende der riesigen Bar und ließ wie ich, seinen Blick durch den Raum streifen. Er sah ebenfalls nicht sehr begeistert aus hier zu sein. Er nahm einen Schluck von seinem Getränk und blickte plötzlich genau in meine Richtung. Unsere Blicke trafen sich und mich durchfuhr es wie ein Blitzschlag. Ein angenehmes warmes Gefühl, das mir ein aufregendes Flattern im Magen bescherte. Ich nahm ebenfalls ein Schluck von meinem Getränk und musste feststellen, dass Mina recht hatte und dieser bereits warm war. „Boa igitt, ich brauch was neues" Mina lachte und schüttelte den Kopf „nein, nein süße erstmal gehen wir jetzt tanzen" tanzen? Nein danke.
„Geht ihr nur, ich bleibe hier und halte die Plätze frei" die beiden sahen ein, dass es wohl keinen Sinn hatte, zu versuchen mich zu überreden, also gucken sie nur mit den Schultern und verschwanden in der Menge von tanzenden Menschen. Ich wippte mit meinem Fuß zu dem Beat und versuchte einen neuen Drink von dem völlig überforderten Barkeeper zu bekommen. Vielleicht würde ein neuer Drink ja meine Füße lockern.... ich hin meinen Arm um auf mich aufmerksam zu machen, als ich hinter mir ein leises Räuspern hörte.

Anime Kurzgeschichten 🍋Stories to obsess over. Discover now