Prolog

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Ariana

„Du bist Mein" wiederholt er nochmal. Als ich Wiederworte geben will stößt er auch schon in mich, immer und immer wieder. „Du gehörst mir und das wirst du auch immer"
„I-ich gehöre n-n-niemandem" bringe ich stöhnend heraus.


Doch ich lag so falsch.

Ich bin sein. Und er ist Mein.

Mein Leben, meine Liebe, mein Leid und mein Untergang.

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Scheiße! Ich renne wie eine Verrückte die Treppe runter ins Foyer, an meiner Hand meine beste Freundin Viktoria die mit ihren pinken Flip Flops gleich einen Vorwärtssalto die Treppe runter macht. Hinter uns, zwei der Gorillas die uns mit Waffen hinterherrennen und schreien dass wir uns ergeben sollen.

Pah ich glaub's auch.

Endlich unten mit einer hysterisch Luft holenden Vik neben mir suche ich hektisch meinen Schlüssel. Ich stecke ihn ins Loch, ruppe die Tür schnell auf und trete hinaus.

Die Sonne strahlt mir ins Gesicht und der Duft der Natur lullt mich regelrecht ein. Jedoch nicht lange, denn hinter uns kommen Vaters Wachen, die 'Gorillas', mit Pistolen auf uns gerichtet, angerannt.

Wenn die wüssten dass ich ich bin. Pah, die wären praktisch schon tot.
Ok ich auch.. aber das tut ja jetzt nichts zur Sache.

Wir steigen in Viks weißen A5 und düsen los.

Ach und übrigens, wir sind gerade vor den Wachen meines Vaters geflüchtet weil diese uns niemals weg gelassen hätte, also um genauer zu sein mein Vater. Er und mein Zwillingsbruder sind heute früh vor 6 mit den Worten 'Sind weg, stell ja keinen Blödsinn an' verschwunden. Nichts besonderes eigentlich, aber mein Vater will nicht dass ich alleine rausgehe.

Und erst recht nicht in solchen ‚ordinären' und 'schlampigen' Sachen wie Shorts oder einem Bikini. Noch schlimmer ist mein Freund der glücklicherweise auch nicht da ist.
Achso..

Ich meinte VERLOBTEN!

Yeah ich habe einen narzisstischen, sadistischen Bastard zum Verlobten.

Aber naja hin wie her, mein Vater ist auch einer also wird sich da in meinem Leben nicht viel verändern.

Angekommen am Strand springt Vikki förmlich aus dem Auto und rennt direkt auf den Eisstand zu. Ich muss Kichern bei dem Anblick der sich mir bietet.

Viktoria steht hinter einem alten Mann und lunzt auf das Eis vorne in der Kühltruhe während sie vor Ungeduld von einem Fuß auf den anderen tippelt und dem langsamen Opa vor ihr böse Blicke zuwirft.
Ich liebe sie einfach.

Ich suche unsere Strandsachen aus dem Kofferraum und stolziere los, angekommen an meinem Lieblingsplatz nah am Wasser breite ich meine Decke aus. Gerade als ich mich hinsetzen will sitzt auch schon Viktoria auf meiner Decke und sieht aus wie ein kleines Kind während sie ihr Erdbeereis leckt.

Ich lache, mache mir mit meinem Arsch ein wenig Platz worauf ich mir einen dummen Spruch für mein ‚übergroßes Hinterteil' anhören darf und ziehe meine Sachen aus. Ich Breite mich auf der Decke aus und mache die Augen zu während ich mit Vik ein wenig erzähle.

Also solange sie nicht zu tief in ihr Eis versunken ist.

Vik ist mit meinem Zwillingsbruder verlobt, was zwar nicht optimal ist, es stört aber auch nicht umbedingt. Sie lieben sich wirklich und ich freue mich für die beiden, anders als ich kann mein Bruder ein erfolgreiches Leben mit der Person die er liebt führen. Ich will nicht neidisch klingen aber manchmal bin ich es halt einfach. Er kann ja auch nichts dafür, so ist es halt und so wird es auch immer bleiben, nur nicht für mich, Ich finde einen Weg aus dieser ganzen Gesellschaftsschicht und werde mir ein neues Leben aufbauen, um jeden Preis!

Twist MeWhere stories live. Discover now