Kapitel #12

25 0 0
                                        

Nach dem Unterricht gingen Liz und ich zu ihrem Auto. Ich schrieb meiner Mutter noch, dass ich den Tag mit Liz in der Stadt verbringen würde. Als wir schon fast da waren, bekam ich eine SMS von ihr zurück:

Mom, 1:34 pm

Hey süße, klar kannst du mit Liz in die Stadt. Ich wäre sowieso nicht zuhause gewesen. Hoffe du suchst dir mal was Hübsches zum anziehen.

C U, Mom :*

„Tze, meine Mom ist heute schon wieder nicht zuhause!“, sagte ich zu Liz. Ich wollte einfach mal ihre Meinung dazu hören. „Was glaubst du, hat sie einen Freund?“, fragte sie, ließ aber dennoch ihren Blick auf der Straße. Ja, Rose, was glaubtest du denn? Hatte deine Mom einen Neuen? „Ich weiß es nicht. Im Grunde ist es mir auch egal, nur… sie sollte sich auch noch wenig um mich kümmern.“ Ich war von mir selbst erstaunt, wie bedrückt ich klang.

Der Wagen hielt, wir waren da. Liz stieg aus und ich tat es ihr gleich. Sie wollte ein sehr aufreizendes Kleid haben, das hatte sie mir in Bio noch verraten. Ich hingegen wollte einfach nur mal gucken. Wenn ich nichts fand, war es halt so. Liz zog mich in jegliche Läden rein, aber weder sie fand was, noch ich. Nach zwei Stunden rumsuchen beschlossen wir, etwas zu essen. Wir hatten schließlich nichts zu Mittag und Durst hatten wir von der vielen Rennerei auch. Also steuerten wir ein kleineres Restaurant an und setzten uns hin.

Als wir unsere Bestellung aufgegeben hatten, stupste Liz mich an und deutete mit ihrem Blick hinter mich. Um nicht auffällig zu wirken, drehte ich mich erst mal nicht um, guckte aber dann ganz langsam nach hinten. Genervt schaute ich wieder zu Liz. Leon und seine Truppe betraten gerade auch das Restaurant. Ernsthaft? Es gab soo viele Imbisse und Restaurants in der Stadt, aber diese Hohlbirnen suchten sich genau das aus, wo wir uns auch befanden? Liz schmunzelte. Sie fand es amüsant, wie Leon und ich uns immer neckten. Natürlich hatte ich ihr das vom Nachsitzen auch erzählt. Als ich nochmals nach hinten schaute, erblickte ich auch Rob. Ich lächelte ihm zu. Er lächelte auch zurück, aber irgendwie war sein Blick etwas kühler als sonst. Doch was erwartest du Rose? Er war mit seinen Freunden unterwegs.

Mein Teller war schon halb leer, als mein Getränk aus ging. Das Restaurant bot es so an, dass wenn man ein Getränk bestellte, man es immer wieder selbst auffüllen konnte. Ich sah, das Liz‘ Getränk ebenfalls leer war. „Soll ich dir auch noch etwas mitbringen?“ Ich deutete auf ihr Glas. „Ja, bitte“, sagte sie mit vollem Mund. Ich stand auf, nahm die Gläser und ging zum Automat. Plötzlich sah ich hinter mir einen Schatten. Ich drehte meinen Kopf noch ein wenig mehr nach rechts um die Person unbemerkt zu erkennen. Leon!

 „Was willst du von mir?“, keifte ich ihn an. „Ich bin hier um dasselbe zu machen, wie du. Was zu trinken holen. Dummes Kind!“ Mit den Worten drängelte er sich vor. Er roch nach Rauch und seine Haare waren zerzaust. Er sah so gut aus mit seinem trainierten Körper und … ROSE! Was denkst du da nur? Er ist ein Arschloch und das bleibt er auch! Ich drängelte mich wieder vor ihn und stellte die Gläser unter den Spender. Leon schaute mich von der Seite an. „Ach und Pancakegesicht?“ Wie hatte mich dieses Arschloch gerade genannt? „Was!“, zischte ich. Er kam mir einen Schritt näher. „An deiner Stelle würde ich mich Rob nicht mehr nähern. Du kennst ihn nicht so wie ich.“ Mit den Worten nahm er sein Glas und ließ mich verwirrt zurück.

Kiss me, please! *PAUSIERT*Where stories live. Discover now