Ich war unterwegs, schaute auf mein Telefon und lächelte.
„Freu mich auf morgen, wir machen sie fertig".
Auch wenn wir in verschiedenen Teams kämpften, Lena war es wichtig, dass wir beide im selben Team stehen, um die anderen beiden Coaches aus dem Rennen zu schlagen.
Ich lächelte und überlegte kurz wie ich kontern konnte, jedoch fiel mir nur ein simples „Freu mich auch, hab noch 'nen schönen Abend." ein. Ich steckte das Telefon zurück in meine Hosentasche, lief die Treppen hinauf und schloss die Tür zu meiner Wohnung auf.
Ich war froh endlich zuhause zu sein. Lange Tage im Studio waren zwar häufig produktiv und das Arbeiten mit der ganzen Truppe war toll, doch schlauchte es auch, und so war ich echt froh dass ich den Abend entspannt auf der Couch ausklingen lassen konnte.
Ich nahm mir aus dem Kühlschrank noch die Reste, die von den vergangenen Tagen übergeblieben waren und versuchte mir daraus irgendetwas essbares zu zaubern.
Gebratener Reis, etwas Ratatouille und eine Sauce, die irgendwie nicht mehr wirklich genießbar aussah, doch trocken würde ich das Ganze nicht essen wollen. Ich packte alles zusammen in eine Schüssel, stellte den Timer für die Mikrowelle und nutzte die Zeit um mich kurz frisch zu machen und mich in legerere Klamotten zu werfen.
Das piepen der Mikrowelle lies mich kurz aufschrecken und ich packte das Handtuch zur Seite, nahm mein Portemonnaie und mein Telefon aus der Hosentasche und machte mich zurück in die Küche. Es roch nicht so schlecht wie ich es vorher vermutet hatte, also schnappte ich mir das Besteck und ein Bier aus dem Kühlschrank und setzte mich gemütlich auf die Couch, griff zur Fernbedienung und klickte auf die letzte Serie bei Netflix.
Das Intro zu How I Met Your Mother lies mich nicht nur in meinem Essen, sondern auch in meinen Gedanken versinken.
Ich erinnerte mich an die Zeit in der Lena mir zur Seite stand, als ich nicht unbedingt der best gelaunteste Mensch war, den Berlin gesehen hatte. Wir lagen vergangenen Sommer häufig den ganzen Tag vorm Fernseher, bewegten uns nur, um mit ihrer Hündin Kiwi Runden zu drehen und ab und an uns Ben&Jerry's Eis zu gönnen. Ich war froh dass ich Sie hatte, sie zeigte mir immer wieder, dass auf schlechte Tage auch wieder Gute kommen würden und tat dies völlig uneigennützig. Klar war ich auch für sie da, aber sie war stärker als ich es momentan war und es tat gut zu wissen, dass es solche Menschen in meinem Leben gab, dass es Sie gab.
Das kurze Klingeln meines Handy riss mich aus meinen Gedanken und ich kramte es aus der Couchritze hervor und war verwundert als ich sah, wer mir erneut geschrieben hatte.
„Hast du kurz Zeit zu telefonieren? Ich brauch dich."
Ich antwortete nicht, klickte aber sofort auf den grünen Hörer. Ich kannte sie gut, also musste irgendetwas passiert sein.
Ich hörte das Rufzeichen und danach das leise Atmen am anderen Ende.
„Lena? Was ist passiert?"
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Noch einmal
FanfictionFreunde stehen einem immer zur Seite. In guten, wie in schlechten Zeiten. Eine Geschichte über Freundschaft, Zuneigung, Nähe, und vor allem Stärken und Schwächen, die die beiden noch näher zusammen bringt.
