Früher hatte ich immer geträumt großes zu bewirken.
Ich wollte Ballettänzerin werden oder Eiskunstläuferin. Es hatte mich immer fasziniert, wie die Mädchen über das Eis gelitten sind.
Es war sogar schön zu sehen, dass man dabei sich verletzen konnte.
Mein Problem war, dass ich ein Angsthase bin.
Mein Sportunfall vor drei Jahren hatte mir den Rest gegeben. Seit dem führe ich wohl das langweilgste Leben auf diesem Planeten.
Ich spiele Geige. Die Musik ist es was ich mit meinem Leben verbinde. Dort fühle ich mich am wohlsten. Es ist nichts anderes.
Deswegen habe ich mit dem Tanzen angefangen. Ich tanze nur für mich. Zu Hause. Meistens dann wenn ich alleine bin, dann fühle ich mich am wohlsten.
Mein Leben hatte sich nur mit einer Person total verändert. Die Person, die mich so oft verletzt hat und mir gleichzeitig das Gefühl gegeben hat für ihn wichtig zu sein.
Beginnen wir von vorne:
Alles hat letztes Jahr begonnen. Es war das letzte Jahr an der High School. Danach werde ich meinen Abschluss haben und endlich aufs College gehen.
Ich wusste noch nicht recht, was ich studieren würde. Meine Eltern wollen, dass ich mit meinem guten Durchnitt, Ärztin werde. Ich wollte was anderes.
"Kommst du jetzt oder hast du es dir doch anders überlegt?", riss mich meine Freundin Anna aus meinen Gedanken.
Ich sah sie an und lächelte.
"Nein, hab ich nicht. Ich bin dabei, wie letztes Jahr auch.", ich wedelte mit dem ausgefüllten Formular vor ihrer Nase herum. "Lass uns die Dinger jetzt abgeben gehen."
Sie stieß mich mit dem Ellenbogen in die Seite und nickte mit dem Kopf nach links.
"Aua, das tat weh.", beschwerte ich mich und rieb mir meine Hüfte.
Ich folgte aber ihrem Blick.
Heilige Scheiße!
Dort hinten stand Jason Cooper. Echt heiß, wenn ihr mich fragt. Seine schokobraunen Haare hatte er im Sommer wieder ein bisschen abgeschnitten und ganz klar hatte sich sein Körper heftig verändert.
Sah ich da etwa ein paar Muskeln?
Uff.
Links und rechts neben ihm standen aber die Mathew und Phil.
Seit wann hat Cooper was mit denen zu tun?
Ich glaube er wollte sich echt denn coolen Boys anschließen. Nicht auszuhalten so was.
Aber Himmel! Er sah verdammt gut aus.
Ich war aber nicht die einzige, die das so sah.
Alle Mädchen starrten ihm gefühlt an.
Ich sah an mir herunter.
Ich war immer noch die Alte. Ich hatte mich nicht geändert den Sommer über. Ich trug immer doch das geblümte Sommerkleid vom letzten Jahr und hatte meine goldenen Riehmchensandalen an.
Ich war immer noch die unsportlichste Person in meinem Jahrgang. Wenigstens hatte ich einen guten Stoffwechsel, was alles ein bisschen erträglicher machte. Ich seufzte. Japp so werde ich bei keinem hier irgendeine Chance haben.
"Vergessen wir J. C.", sagte ich zu meiner besten Freundin. "Gehen wir unsere Zettel abgeben."
"Stopp!", Anna hielt mich am Arm fest. "J. C. hat mich angeguckt. Er ist schon süß."
"Anna, du glaubst nicht, dass du bei dem ne Chance hast. Er ist jetzt einer von den Coolen. Und guck mal uns an. Ich glaube er steht auf Vanessa.", erwiderte ich seufzend und zog sie mit mir in Richtung Eingang.
"Wo du Recht hast, hast du recht.", sagt sie leise und ließ sich von mir mitziehen. "Was hast du so den Sommer über gemacht? Ich war bei meinem Dad und wir waren angeln..."
Ihre Stimme gelangte immer weiter in den Hintergrund, als ich Sam entdeckte. Er lehnte lässig an seinem Spind und tippte auf seinem Smartphone herum.
Er war dieser Junge den jeder auf der Schule hat.
Groß, muskulös, Footballer, klug, dunkelblonde Locken, blaue Augen.
Er war wirklich ein Gott.
Und jedes zweite Mädchen war in ihn verliebt. Ich strich automatisch mein Kleid glatt und versuchte ein bisschen zu lächeln, als wir an ihm vorbei gingen. Ich kam mir dabei vor wie eine 16 jährige.
"Hey Jen.", rief plötzlich eine Stimme hinter mir. "Jen!"
Ich drehte mich um und stieß fast gegen Sam, der mir entgegen rannte.
Ich glaub's nicht.
"Du heißt doch Jen oder?", fragte er mich, als er unmittelbar vor mir stand. "Ich hatte mir überlegt bei eurer Theater-AG dieses Jahr mit zumachen. Hättet ihr noch einen Platz frei? Es wäre mega nett von euch."
Ich verschränkte meine Arme vor der Brust, um etwas selbstbewusster zu wirken. Schließlich ging es hier um einen Platz in unserer Theater-AG.
" Wir sind schon vollständig. Du müsstest ganz normal zum Probetraining kommen. Morgen um 12 Uhr in der Aula.", sagte ich freundlich.
Er legte seinen Kopf etwas schief und grinste mich an.
"Da hab ich Football training.", erwiderte er.
"Dann tut es mir aufrichtig leid, wenn dir Football wichtiger ist. Es ist deine Entscheidung. Einen schönen Tag noch.", ich lächelte ihm zu und hackte mich bei Anna unter.
Sie sah mich mit offenen Mund an und plapperte sofort wieder los, als Sam außer Reichweite war:" Was machst du denn?! Bist du verrückt Jen? Das hier ist Sam! Nicht irgendeiner sondern.... Ahhhggh. Ich kann es nicht fassen. Ich hätte ihn gleich aufgenommen."
"Genau das ist es, was er erwartet hat. Wir zeigen ihm jetzt, dass wir eben nicht sind, wie er denkt.", erwiderte ich stolz und zwinkerte ihr zu. "Ich muss nach unten. Ich hab Bio bis nachher."
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Hier bin ich wieder! Mit einer neuen Geschichte. Ich hoffe es gefällt euch.
Ich versuche regelmäßig hochzuladen!
~Viktoria✨
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Hooked Up
RomanceJenny lebt in Amerika, besucht eine High School und macht dieses Jahr den Abschluss. Doch auf einmal wirkt ihr kleines Dorf nicht mehr so unscheinbar wie es mal war. Es passieren lauter unvorstellbare Dinge.
