Vorwort

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~Vorwort~
Mein Erlebnis niederzuschreiben hat mich sehr viel Überwindung und Tränen gekostet und noch eine ganze Menge Mut es jetzt auch zu veröffentlichen. Eigentlich wollte ich es nur niederschreiben, um es besser verarbeiten zu können. Und ja, das hat tatsächlich geholfen. Aber irgendwann wurde mehr daraus, als nur die Geschichte dieser einen Nacht. Ich musste immer wieder an all die da draußen denken, die ähnliches Erfahren haben. Oder andere belastende Dinge. Musste daran denken, wie sehr ich mich nach jemanden gesehnt habe, der mich versteht. Der nachvollziehen kann, was ich gefühlt habe, was ich jetzt fühle. Wonach ich mich sehne. Jemand der mir zuhört und mit mir gemeinsam dadurch geht.

Diese Person will ich für dich sein. Ich bin die, die dich bei der Hand nimmt, die dir hilft und dich in den Arm nimmt. Die dir zur Seite steht und zuhört.
Ich bin für dich die Person, die ich so dringend gebraucht habe.
Und wenn ich auch nur einer einzigen Person hier mit helfe, dann hat es sich schon gelohnt.

Ich spreche aber auch die an, die nicht von so etwas betroffen sind. Geht mit offenen Augen durch die Welt. Achtet auf euer Umfeld und wenn ihr seht, dass es jemanden nicht gut geht, sprecht ihn an. Fragt nach. Lasst nicht locker, auch wenn euch der/die Betroffene erst mal abweist. Den eigentlich schreien wir nach Hilfe. Nur wir haben so viele Worte in uns, von denen wir nicht wissen, wir sie sagen sollen, dass wir schweigen.

~Wir sind die, die vor lauter Worte schweigen.~

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