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Es war ein relativ großes Haus, in dem sie zusammen wohnten. Zwei Etagen und ein kleiner Garten. Im Erdgeschoß befand sich die Küche, ein großes Wohnzimmer, ein kleines Bad, Liams Zimmer und das von Niall. Im Stockwerk darüber war ein großes Bad und die Zimmer von Louis, Zayn und Harry.

Niall blinzelte ein paar Mal, um sich an das helle Licht zu gewöhnen, dass ihm direkt aufs Gesicht schien. Als er dann die Augen öffnete, stellte er fest, dass es schon hell draußen war. Wie spät ist es denn?, dachte er verwundert und strich sich mit der Hand durch die Haare. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es schon gegen 13 Uhr war. Wieso hatte ihn denn niemand geweckt?! Er schlug die Decke beiseite und schwang die Beine aus dem Bett, ehe er sich kurz streckte. Doch er hielt mitten in der Bewegung inne, als er etwas nasses an seinen nackten Füßen spürte. Er hob schnell seine Füße hoch und sah nach unten. Einzelne Wassertropfen fielen herunter und bildeten kleine Kreise auf dem Wasser. Niall sah sich verwundert um und sah, dass sein Zimmer unter Wasser stand. "Was zum Teufel?" Er ließ seinen Blick durchs Zimmer schweifen und stellte fest, dass das Wasser von der Decke tropfte. Niall griff nach seinem T-Shirt, zog es sich über und verließ schnell sein Zimmer. "Hey Leute!", rief er und ging ins Wohnzimmer. Dort war aber keiner. "Jungs?" Niall lief hinaus in den Garten. Harry, Zayn und Louis lagen auf Liegen und genossen das schöne Wetter. "Mein Zimmer steht unter Wasser!", rief Niall aufgebracht und lief zu den Dreien. "Ja, ja is' klar", sagte Zayn selbstgefällig und ging nicht weiter darauf ein. "Aber ich meine es Ernst!", protestierte Niall. Harry schob seine Sonnenbrille von der Nase und musterte den Iren. "Dir ist schon aufgefallen, dass du dein Shirt falsch herum trägst", sagte er, ehe er es sich wieder auf seiner Liege bequem machte. Niall sah an sich herunter und stellte fest, dass Harry tatsächlich Recht hatte. "Na toll", murmelte er genervt und zog sich sein Oberteil aus. Da war plötzlich ein Pfeifen zu hören. "Wow! Was für ein toller Anblick und das schon am Morgen. Der Tag kann ja nur noch gut werden!", trällerte Liam als er hinaus in den Garten trat. Niall drehte sich um und funkelte ihn böse an. "Hör auf solch einen Blödsinn von dir zu geben", meckerte er und zog sich schnell sein Shirt über. "Du weißt doch, dass ich nur scherze", meinte Liam versöhnlich und klopfte Niall freundschaftlich auf die Schulter. "Ach ja dein Zimmer steht unter Wasser, wäre schön wenn du das mal sauber machst." "Das weiß ich auch selbst!" Damit stapfte er wütend davon. Liam sah ihm noch kurz, lachend, nach und legte sich dann auch auf eine Liege. Er lag gut eine halbe Stunde so da und genoss die Ruhe, als plötzlich ein Schrei aus dem Haus kam. Liam sprang sofort auf und rannte ins Haus. Auch die anderen kamen angerannt, waren aber nicht einmal an nährend so schnell. Er rannte dorthin, woher der Schrei gekommen war und riss die Tür auf. Ein gewaltiger Wasserschwall kam ihm entgegen und hätte ihn beinahe von den Füßen gerissen. Mitten im Zimmer saß Niall auf dem Fußboden umgeben von Unmengen an Wasser und war klitschnass. "Das Wasserrohr ist geplatzt", sagte der Ire und sah zu dem Braunhaarigen auf. Das war dann wohl die Erklärung für die Unmengen an Wasser. "Harry, Zayn. Holt so viele Handtücher wie ihr finden könnt und fangt an, alles trocken zu machen! Loui, ruf einen Handwerker und sag ihm, dass er sich sputen soll!", wies Liam die anderen an, ohne seine Blick von Niall abzuwenden. Er reichte ihm seine Hand, welche dankend angenommen wurde, und half ihm auf die Beine. Nachdem Harry und Zayn mit den Handtüchern da waren, nahm Liam ihnen zwei ab, drückte sie Niall in die Hand und schickte ihn in sein Zimmer, damit er sich dort etwas trockenes anziehen konnte. Während sie auf den Handwerker warteten, versuchten sie den Schaden, den das Wasser anrichtete, so gering wie möglich zu halten.
Gegen 20 Uhr war alles vorbei. Endlich. Das kaputte Rohr wurde repariert und alles war so gut wie trocken. Na ja, fast alles. Die Wände, das Bett und die Schränke waren immer noch feucht und so wie es aussah, konnten sie das Zimmer komplett renovieren. Sie saßen alle gemeinsam im Wohnzimmer und aßen Pizza. Obwohl es eine von Niall's Leibspeisen war, kaute er lustlos auf seiner Pizza herum. Es war kein schöner Anblick Niall so betrübt zu sehen. "Wo willst du heute eigentlich schlafen?", fragte Liam den Blonden. Ein Schulterzucken war alles, was er als Antwort bekam. "Er pennt bei dir", sagten Zayn, Harry und Louis im Chor. "Bei mir?", fragte er verwundert. "Wieso nicht bei einem von euch?" "Ich brauche meinen Schönheitsschlaf", antworteten Harry und Zayn synchron, ehe sie kurz lachten. "Und ich schnarche", verkündete Louis grinsend. Sie wussten ganz genau, dass Liam auf Niall stand, deswegen sagten sie das. "Und was ist mit der Couch?", fragte Liam. Er wusste ganz genau, dass wenn er mit Niall zusammen in einem Bett schlafen würde, dass er sicherlich nicht schlafen könnte. Ein breites Grinsen schlich sich auf Louis' Züge. Er griff nach seinem Glas Saft und verschüttete ihn auf der Couch. "Ups", sagte er unschuldig, doch sein Grinsen wurde eine Spur breiter. "Ich Trottel habe den Saft verschüttet, wie ungeschickt von mir." Während Harry und Zayn sich vor lachen die Bäuche hielten, funkelte Liam Louis böse an. Niall, den das ganze eigentlich auch betraf, bekam nicht wirklich etwas mit. Er war immer noch total niedergeschlagen. "Niall", sagte Liam vorsichtig und legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Du kannst heute bei mir im Bett schlafen, Loui hat aus versehen die Couch nass gemacht." Der Blonde sah erst zu Liam und dann kurz zu Louis, der ihn entschuldigend ansah. " In Ordnung", antwortete er schlicht und stand auf. "Ich bin müde, ich geh ins Bett." Liam sah ihm traurig nach als er das Zimmer verließ. Er fragte sich was er tun könnte um seinen Freund aufzuheitern."Worauf wartest du noch?! Geh ihm gefälligst hinterher!", sagte Zayn tadelnd. Daraufhin stand er auf und folgte ihm. Leise betrat Liam das Zimmer und erblickte Niall, der im Bett unter der Decke lag. Ohne groß ein Wort zu sagen krabbelte der Braunhaarige mit unter die Decke. Als der Andere dies bemerkte, drehte er sich um und sie lagen dicht an dich nebeneinander. "Ich mag es nicht, wenn du niedergeschlagen bist", sagte Liam, schlang einen Arm um seine Hüfte und zog ihn näher an sich heran. Niall sah ihn erst überrascht an, schlang dann aber auch einen Arm um ihn und kuschelte sich an ihn. "Danke Liam", sagte er lächelnd und schloss die Augen. Liam lief rot an und war froh, dass Niall es nicht sah. Jedoch hatte er Angst, dass er bemerkte, dass sein Herz schneller schlug und sein Atem schneller ging. Doch er schien es nicht zu bemerken, oder ignorierte es einfach, denn er drückte sich noch fester an ihn. Liam nahm vorsichtig seine Hand von Niall's Hüfte und fing an, ihm durch die Haare zu streichen. Dies wurde mit einem wohligen Seufzen quittiert. Liam's Herz machte einen Salto vor Freude. Er hatte sich das schon so oft vorgestellt und jetzt gerade ging dieser Traum in Erfüllung. Niall konnte gar nicht ahnen, wie glücklich er Liam damit machte. "Du Liam?", durchbrach der Ire die Stille. "Ja?", fragte er verwundert und sah ihn an. "Wann willst du dich denn umziehen?", fragte er und zupfte an seinem Oberteil. Liam blinzelte ein paar Mal verwundert, ehe er verstand, was Niall meinte. Er selbst trug immer noch Jeans, T-Shirt und seine Sneakers und Niall trug... Ja, was trug er eigentlich? Liam war so sehr damit beschäftigt, dass Niall neben ihm lag, dass er gar nicht darauf geachtet hatte, was er trug. So unauffällig wie möglich musterte Liam ihn und stellte fest, das Niall nur Shorts trug. Sein Blick blieb förmlich an seiner Brust kleben und erst als Niall sich räusperte, konnte er seinen Blick abwenden. "Ich zieh mich schon um", sagte er stotternd, stand auf und entledigte sich seiner Kleidung. Als er nur noch in Shorts da stand und sich zum Bett drehte, sah er, dass Niall ihn die ganze Zeit beobachtet hatte. Er lief knallrot an, senkte den Blick und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. Ein breites Lächeln erschien auf Niall's Gesicht. Er klopfte neben sich aufs Bett und sagte: "Leg dich wieder hin." Eine angenehme Gänsehaut breitete ich über Liam's ganzen Körper aus und er schlüpfte wieder unter die Decke. Augenblicklich schlang Niall seinen Arm um ihn und zog ihn eng an sich. "Ich bin froh, dass ich bei dir schlafen kann." Liam errötete noch mehr. "Wie meinst du das?", fragte er verwundert und sah den Blonden an. Strahlend blaue Augen funkelten ihn an und ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel. "Ich mag dich, Liam." Liam's Herz zerbrach in tausend kleine Stücke. Niall mochte ihn, aber er liebte ihn nicht. Dazwischen gab es einen gewaltigen Unterschied. Niall schien Liam's plötzlichen Stimmungswechsel zu bemerken. Er legte vorsichtig eine Hand an die Wange des Größeren und rutschte so dicht an ihn heran, dass nicht einmal ein Blatt mehr zwischen sie gepasst hätte. "Ich mag dich viel zu sehr Liam. Mehr als ich vielleicht sollte." Der Braunhaarige musterte ihn verwundert. Wenn er das jetzt richtig verstand, wollte Niall ihm sagen, dass er ihn liebte, traute sich aber nicht, die Worte direkt auszusprechen. Auch das verlegene Lächeln und die leichte Rotfärbung seiner Wangen sprach dafür. "Willst du mir das sagen, was ich denke, das du mir sagen willst?", fragte Liam irritiert und sah den Iren in die Augen. Dieser wandte den Blick ab und nickte schüchtern. Liam legte eine Hand unter sein Kinn und drehte sein Gesicht zur Seite,damit er ihn ansah, nur um ihn dann sanft zu küssen. Niall war im ersten Moment viel zu überrascht um überhaupt irgendwas zu tun, doch danach erwiderte er den Kuss genauso sanft und schloss genießend die Augen. Dieser Wasserrohrbruch war das Beste, dass ihm passieren konnte. Na ja, das zweit Beste.

Anders als gedachtWhere stories live. Discover now