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Mir war ein Geheimnis, wie lange dies schon andauerte. Ich würde auf ein Jahr tippen. 
Ja... fast ein Jahr, wenn genauer, 11 Monate sind rum.
Jonathan, der Priester unserer Gruppe, ein Fanatischer Irrer an der Kirsche in unserem Lager, achtete streng auf die Zeit. Dies war auch vermutlich das Einzige positive an ihm. Es war Lobenswert, aber zur Zeit ziemlich nutzlos. Doch hat er uns nun angewohnt darauf zu Achten. Er hatte in dem Lager einen hohen stand, schließlich wenn Michael nicht wäre, würde Jonathan sicherlich den Platz des Chefs eingenommen. Ohne einem Polizist, würden sicherlich weniger Leute bis gar keiner aus unserem Lager auf den Priester hören. 
Ich hatte Glück im Unglück: Ich war eine von den Menschen, die fast von Anfang an unter Schutz stand, fast gar nicht draußen Eigenhändig diese "Untoten" umbringen musste und relativ unbesorgt lebte. So würde ich wohl kaum es Anfangs schaffen, alleine draußen über eine längere Zeit zu überleben. Doch auch meine Eltern wollte ich nicht hier alleine lassen, im Ort, wo sie vor dem sicheren Untergang standen. Immer mehr im Glauben an Gott versunken zu sein, wegen Jonathan, verstarben sie mit starker Paranoia und strengem Glaube, sich selbst nicht verschonend. So wie auch ihre Kind, also mich- Kathleen Daé. 
Meine Eltern, die die letzten Monate in Gottes glaube unter dem Dach der Kirche gelebt hatten, wurden Jonathan zu guten Freunden und Beratern. So mussten wir diesem Titel auch gerecht werden. Man zwang unter anderem mich, der sogenannten "Vertreterin der Familie" ein Kreutz zu tragen, als Kette, was mich wenig störte. es wurde mir zum Glücksbringer. Was mich mehr beunruhigte, war, dass man mir den Neffen von Jonathan zum Mann machen wollte und meine Eltern sich völlig verändert hatten. Sie wurden viel strenger, abergläubiger, seltsamer und sprachen nur noch von Jonathans Predigten. Nein, sowas konnte ich bei besten willen nicht lange ertragen. So, als meine Eltern verstarben, entschied ich mich zu handeln, besonders, nachdem ich erst mitbekam, was nach und nach passierte. 
Immer mehr Menschen im Lager wurden zu Fanatikern einer Religion, angepasst an diese Welt. Jeden tag sprach man von dem, dass man sich von Sünden befreien solle und das auf folgende Art und Weiße:
Durch Qualen, Schmerzen, Blut und Schweiß. 
Der Priester und der Polizist waren Streng. Die Verstöße können ach so klein sein, doch bestraft wird man gnadenlos. Man wird ausgepeitscht, man wird gequält, Mann kann sogar die todesstraffe bekommen und den Untoten Viechern zum Fraß vorgeworfen werden. Man vermied, dass jemand raus kommen konnte. Es konnten Neue Menschen rein kommen, aber aus dem Ort zu fliehen, kam nicht in Frage und würde genau so schwer bestraft werden. Doch wieso muss man aus einen Ort fliehen, wenn einem hier alles ach so schön zu sein scheint? den Menschen hier hatte man wie die Augen verbunden und mir blieb nichts anderes, als versuchen zwischen Menschen zu überleben, was mir manchmal mehr Angst machte, als die Erzählungen von den Untoten, hinter den Mauern. Diese Stadt war wie ein Hirngespinst eines Fanatikers, anders konnte man es nicht beschreiben.

So saß ich auf einem Hügel, eines Abends, am Rande der erbauten Stadt. In der Ferne brannten helle lichter. Sie feierten. Nur Bryan saß neben mir und sah ebenfalls in die Ferne, wo Musik zu uns drang, wo das Lachen zu hören war und wo der Spaß am laufen war. Uns war nicht klar, was sie feierten. Doch das war uns auch weniger Interessant.
Bryan war 19 und somit nur 3 Jahre jünger als ich. Wir waren gute Freunde, schon seit unzähligen Jahren, als ich noch 12 und er 9 war. 10 Jahre ging unsere Freundschaft durch Feuer und Eis, durch dick und Dünn und doch war uns klar, dass irgendwann diese man auseinander ginge. Das war dieser Punkt.

"ich werde dich vermissen...", gab Bryan betrübt lächelnd von sich.
"Du wirst mir auch Fehlen, Kumpel.", schmunzelte ich und erinnerte mich an den Moment, als ich umzog und er die selben Worte sagte. In dem Moment hatte sich Die Situation aber nicht unbedingt groß verändern, denn eigentlich war ich noch trotzdem wegen der Schule ständig in der Stadt, wo ich davor gelebt hatte und selbst wenn, müsste ich nur 15 Minuten Fahren, um bei ihm zu sein.
"Nein, im Ernst. Du wirst mir sehr fehlen.", wiederholte er.
"Ich habe doch schon verstanden, nun mach daraus nicht das Drama.", lehnte ich mich auf die Wiese zurück und sah in den Sternenklaren Himmel der Nacht, der über uns war.
"Welch eine Nacht...", sagte ich verträumt.
"ich kann nur Glück haben.", hatte ich mich gestreckt.
"Willst du kein zweites mal nachdenken? Du hast doch gar keine Erfahrung.", versuchte er mich zu überreden mit erschreckter Tonlage.
"Bryan...", fing ich genervt aufseufzend an, doch er lies mich nicht weiter sprechen.
"Bleib doch. Hier ist es sicher. Ja, die regeln sind nicht unbedingt so... ja, wie früher halt, aber verdammt, es ist hier sicher! Kein Hunger, Kein Tot, Zivilisation, Kathleen! Zivilisation!", hatte er versucht mich zur Vernunft zu bringen.
"Sei bitte Still! Brauchst mich nicht daran zu erinnern.", sagte ich mit Wut in der stimme und sprang auf, mi dabei den Rucksack nehmend.
"Sag, ist alles, wie geplant?", fragte ich, doch Bryan senkte nur zischend den Blick. ich wiederholte meine Frage, bis er ein wütendes "ja" aus sich heraus drückte.
"Sie warten schon...", drückte er aus sich heraus und deutete auf den Ort, wo ich durch kommen würde.

Er begleitete mich zu dieser Stelle, wo ich die Treppe hoch ging und über ein Seil runter, auf die andere Seite kommen sollte.
Da stand ich oben... Auf kalten Grenze zwischen unserer Stadt und der Außenwelt. Es war erstaunlich ruhig. ich drehte mich noch ein letztes mal zu Bryan um und nahm ihn kräftig in den arm, bevor ich ihm über die lockigen, braunen Haare strich.
"Pass auf dich auf, kleiner", neckte ich ihn und packte mir das Seil.
"Viel Glück", murmelte er noch. Ich lachte.
"Willst du sicher nicht mit?", fragte ich runter blickend. Er schüttelte den Kopf. Ja, ich war betrübt, ich war traurig und wollte ihn nicht verlassen, aber auch hierbleiben wollte ich nicht länger. Es war ein unangenehmer Ort, wegen dem ich mich einfach nicht sicher fühlen konnte. Ich fühlte mich wie den wilden Raubtieren in das Gehege geschmissen und sich selbst überlassen. Eingeengt, unterdrückt, in Gefahr. 
"Benimm dich!", waren meine letzten, neckenden Worte zu ihm, bevor ich unten ankam und in der Ferne verschwand, mich langsam in der Dunkelheit auflösend.

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