Man mag es schon am Titel sehen, ich bin diesem Shipping verfallen.
Deswegen soll das hier eine kleine Sammlung Oneshots zum Shipping sein, die vermutlich größtenteils (oder ausschließlich) in Alternativen Universen spielen, ergo auch teilweise ohne...
"Es gab keine andere Möglichkeit." Tonys Augen waren das letzte, was ich sah, bevor ich zu Staub zerfiel. Dunkle Augen, so voller Angst und Schrecken, so voller Schmerz, so voller Hoffnungslosigkeit, dass sich alles in mir zusammenzog. Dann war alles weg.
Es schien nur eine Sekunde vergangen zu sein, bis ich meine Umgebung wieder wahrnahm, aber ich wusste es besser. Peter taumelte auf mich zu, vollkommen verstört, er stotterte. "D-d-doctor Strange, was ist passiert? War ich ohnmächtig? Wo ist Mister Stark?" "Alles ist gut, Peter. Beruhige dich und hör zu. Fünf Jahre sind vergangen, und sie brauchen uns. Komm!" Ich öffnete ein Portal zum Sanctum Sanctorum, wo wir Wong einsammelten und ich ihn anwies, so viele Avengers wie möglich einzusammeln. Das nächste Portal führte zum Hauptquartier der Avengers - oder, genauer gesagt, zum Schlachtfeld, das nun an dieser Stelle war.
Es war wirklich überwältigend. Und das sagte ich, der schon die dunkle Dimension besucht und mit einem der mächtigsten Wesen im Universum verhandelt hatte. Es waren unzählige, für menschliche Wahrnehmung grotesk aussehende Wesen, in ihrer Mitte Thanos. Ich konnte entdecken, dass Tony gerade Rücken an Rücken mit Pepper kämpfte und konnte mir ein erleichtertes Lächeln nicht verkneifen. Peter schoss an mir vorbei, gemeinsam mit einer Gruppe Kämpfer aus Wakanda. Selbst Howard the Duck war aufgetaucht, wo auch immer Wong den aufgesammelt hatte. Ich mischte mich ins Geschehen, mir immer bewusst, dass es jederzeit passieren konnte. Bis jetzt war alles so verlaufen, wie es verlaufen musste. Das war die richtige aus über 14 Millionen Zukünften. Und ihr Ende gefiel mir ganz und gar nicht. Tony landete neben mir. "Hey", sagte er kurz angebunden. "Sie sagten, von 14 Millionen Malen gewinnen wir einmal, ja? Ist das hier das eine Mal?" Ja, leider. "Wenn ich Ihnen sage was passiert, passiert es nicht", antwortete ich, obwohl mein Gesichtsausdruck vermutlich Bände sprach. Stephen, was tust du da? Er wird sterben! Tony nickte nur. "Wehe sie liegen falsch." Ich lächelte ihm traurig hinterher. "Ich wünschte, es wäre so." Ich musste mich zusammenreißen. Genug schon, dass ich irgendwelche seltsamen Gefühle für diesen Mann entwickelt hatte, der in der nächsten Stunde sein Leben opfern würde, um das Universum vor einem großen lila Außerirdischen zu retten, da musste ich es nicht noch nach außen hin zeigen. Mein Umhang tippte mir an die Wange als wollte er sagen "Los, Stephen, konzentrier dich!" Und als das Raumschiff plötzlich anfing, wild in die Menge zu feuern und der Damm brach, musste ich das tun, sonst hätte es uns alle weggeschwemmt. Mit einem Auge beobachtete ich, wie erst Tony, dann Thor und Captain Rogers und schließlich Carol gegen Thanos kämpften - erfolglos. Ich drehte mich zu Tony, der sich halb aufgerichtet hatte. Verdammt, das war er, der Moment. Ich hob den Zeigefinger, um ihm zu symbolisieren, dass es nur eine Möglichkeit gab. Meine Hand zitterte schlimmer als jemals zuvor. Jetzt würde ich ihn verlieren, ohne ihn jemals gehabt zu haben. Dieses verdammte arrogante, besserwisserische Arschloch, das mir so ähnlich war. Diesen hochintelligenten, supercharmanten Witzbold. Diesen Superhelden, der sich für unser Universum opfern würde. Das konnte ich nicht zulassen. Wie gerufen tauchte Wong neben mir auf und übernahm das Wasser, als mich mein Umhang schon anhob und ich so schnell es ging zu Thanos schwebte, auf den Tony sich gerade stürzte. Zu zweit schafften wir es, den ganzen Handschuh von Thanos' Hand herunter zu ziehen. Bevor Tony auf dumme Ideen kommen konnte, hatte ich mir das Ding schon geschnappt und angezogen. Tony sah mich entsetzt an, als ich einen langen Schmerzensschrei von mir gab. Ich spürte regelrecht, wie sich jeder einzelne Stein bis auf meine Knochen durch fraß, meinen Arm entlang, bis zu meinem Herzen. Mein Körper stand in Flammen. "Strange! Was tun Sie da?" Ich sah ihn traurig an. So oder so, es würde kein Happy End für uns geben. "Dich beschützen." Thanos sah uns fassungslos an. Er wollte gerade auf mich losgehen, da tauchte Carol schon wieder auf. "Mach schon!" Tonys Augen ruhten immer noch auf mir. Mit größter Anstrengung brachte ich meine Finger zusammen, konzentrierte mein Herz auf den Wunsch, Thanos und seine Armee auszulöschen, und schnipste. Das Gefühl war unbeschreiblich. Die Schmerzen schwollen bis auf ein absolutes Höchstmaß an, ich glaubte ohnmächtig zu werden, bevor sie plötzlich verschwunden waren. Dafür wollte ich jetzt vor Erschöpfung einfach nur umfallen. Ich strauchelte, stürzte, doch der Aufprall folgte nicht, weil Tony mich auffing. "Stephen, was hast du nur getan?" Er sah mich mit großen Augen an, er schien komplett bestürzt. Ich grinste nur leer. "Ich hab getan, was ich tun musste." Wong erschien hinter Tony und schlug sich die Hand vor den Mund. Er unterbrach aber nicht. Tony kniete nun vor mir, und ich umklammerte seine Hand. Ich spürte, wie mein Herz immer langsamer schlug, mir das Atmen immer schwerer fiel, und ich wollte unbedingt noch etwas loswerden. "Tony." Ich hob eine Hand an seine Wange, die Welt verschwamm um uns herum. "Hätte ich es nicht getan, hättest du es getan. Das... konnte ich nicht zulassen." Tonys Mund stand offen, er hatte unwillkürlich nach meiner Hand auf seiner Wange gegriffen. Ich beugte mich mit meiner letzten Kraft zu ihm. "Denn du musst wissen", flüsterte ich in sein Ohr, sog ein letztes Mal tief die Luft ein, um die entscheidenden Worte sagen zu können. "Ich liebe dich." Er regte sich nicht, versuchte zu realisieren, was ich da gerade gesagt hatte. Seine Augen füllten sich mit Tränen, diese braunen Augen, die mir als allererstes an ihm aufgefallen waren. Ich versuchte, dieses letzte Bild von ihm einzufangen, um es für immer im Kopf zu haben. Ich drückte meine Lippen auf seine schmutzige Wange, bevor ich merkte, wie mein Körper endgültig erschlaffte und ich in seine Arme kippte. "Stephen..." Das letzte, was ich wahrnahm, war, dass sein Anzug verschwunden war. Ich spürte seine Körperwärme, roch den Schweiß, den er im Kampf vergossen hatte, kombiniert mit seinem äußerst angenehmen Duft nach Tony. Und als ich die Augen schloss, hörte ich ihn noch flüstern: "Ich liebe dich auch..."
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So... Der erste Versuch musste natürlich gleich traurig enden, wie kennt man es auch anders von mir. *verteilt Taschentücher und Schokolade* Und ja, ich finde das Bild passt gut, weil er da ja von irgendwelchen Energiewellen zerrissen wird und Gammastrahlen (ihr erinnert, das tödliche für Menschen an den Infinity-Steinen?) sind ja im Grunde nichts anderes. Vielleicht hat Dormammu ja sogar mit Gammastrahlen gearbeitet, wer weiß? Vorschläge und Wünsche für andere Oneshots dürfen gerne hier in die Kommentare gehauen oder mir per Privatnachricht zugetragen werden. Rechtschreibfehler könnt ihr behalten, aufessen oder diskret darauf hinweisen. Übrigens möchte ich erwähnen, dass es hier wohl keine regelmäßigen Updates geben wird. Ich schreibe einfach, wenn mir etwas einfällt oder wenn ich gerade diesen Cuteness Overload brauche **-**