Verlust

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Erst gestern Abend hatten sie die alte, verlassene und mit Efeu überwuchert Hütte, am Rande des Waldes gefunden. Zu anfangs waren sie sich unsicher gewesen, ob es die klügste Idee war dort die Nacht zu verbringen, doch die schmerzenden Glieder und Müdigkeit hatten sie nicht lange zögern lassen und schnell hatten ihre beiden Bürder die kleine Hütte auf Bewohner abgesucht. Sie hatte währenddessen mit ihrem Jikan shīrudo die Umgebung nach ihren Verfolgern abgesucht und erleichtert festgestellt, dass niemand in der Nähe war. Sie hatte viel Chakra verbraucht und es würde wohl eine Weile dauern, bis es sich wieder vollkommen auffüllte. Sie hatte nur Zeit gefunden sich um ihre eigenen Wunden zu kümmern, als die Männer hinter ihnen her waren und nun waren die vielen Brüche, Prellungen und Stichwunden ihrer Brüder an der Reihe. Ein Seufzen entwich ihrer Kehle und sie sah erschöpft zum Himmel. Viele Sterne glitzerten ihr entgegen und sie wünschte sich, sie könnte sich noch an die Geschichten ihres Vater erinnern. Er hatte ihr und ihren Brüdern immer viel über die Sternenbilder erzählt, doch leider war sie damals zu jung gewesen um sich noch genau daran zu erinnern. Der Gedanke versetzte ihr einen Stich im Herzen. Er war bei dem Versuch gestorben sie zu retten, als ihr eigenes Dorf sie beseitigen wollte. ,,Komm rein, Hina" Die erschöpfte Stimme ihres Bruders, Saku. Er war der 2 älteste und damit ganze 5 Jahre von Haru entfernt. Langsam drehte sie sich zu ihm um und lief auf ihn zu. Er lächelte sie an, doch sie wusste, dass er Schmerzen hatte. Blut lief ihm den Arm hinab und der Schweiß stand ihm auf der Stirn. Es schien ein riesiger Kraftaufwand zu sein, gerade im Türrahmen zu stehen. Mitleidig verzog sie die Augenbrauen, während sie ihn vorsichtig an der Seite berührte. Er zuckte sofort zurück und sog scharf die Luft zwischen den zusammengebissenen Zähnen ein. Gebrochene Rippen und er wollte noch immer den starken spielen. Sie liefen in die Hütte hinein, wobei ihr Bruder noch einen letzten suchenden Blick nach draußen warf, bevor er die Tür hinter sich schloss und sich auf einen verstaubten Sessel mit zerrissenem, dunkelblauen Stoff nieder ließ. Haru lag auf der langen Couch, wobei seine Füße über der Lehne hingen. Er war ein wahrer Riese mit seinen knapp 1,95 m. Seine schwarzen Augen richteten sich auf sie und er setzte sich langsam und mit beiden Armen abstützend auf. Er war am schlimmsten verwundet worden. Gebrochene Rippen und Nase, Prellungen am Rücken und 5 Stichwunden auf Schulter, Armen und Rücken verteilt. Mit dem bisschen an Chakra das ihr noch blieb, würde sie die beiden wohl nicht vollkommen heilen können, also musste sie sich auf die schlimmsten Wunden konzentrieren. Sie setzte sich hinter Haru und legte vorsichtig ihre Hände auf zwei der Stichwunden. Diese waren am tiefsten und wohl auch am schmerzhaftesten. Er zuckte zurück und sie konnte einen leisen zittrigen Atemnzug hören der ihr fast das Herz zerriss. Er hatte seit dem sie klein war die Vaterrolle eingenommen und ihn so am Ende zu sehen wie jetzt, nahm sie mehr mit, als gut für sie war. Er sagte ihr immer, wenn es zu brenzlig wurde, dann müsse sie alleine weiter, ganz egal was sie auch hörte oder sah. Die meiste Zeit über war er sehr kühl ihr gegenüber, aber in seinem Blick war immer etwas sanftes versteckt. Ein Funkeln das ihr verriet, dass er es nur tat, um es ihr im Notfall zu erleichtern ihn zurück zu lassen.
Hina ließ ihr Chakra in die Hände fließen und ein rötlich lilanes Licht legte sich über die Ungebung. Sie sah zu wie sich die Stichwunden langsam Schlossen und als sich neue Haut über den Wunden bildete, wanderte sie zu der Stichwunde an der Schulter. Dort verwendete sie beide Hände, wodurch es wesentlich schneller ging und sie sich rasch seinen Rippen widmete. Er verspannte sich für einen Augenblick am gesamten Körper und einige Adern traten an seinen Schläfen hervor, als er sich abrupt wieder entspannte. Brüche zu heilen war sehr schmerzhaft für den Betroffenen und deshalb versuchte sie es so schnell wie möglich hinter sich zu bringen. ,,Verschwende dein Chakra nicht, Saku muss auch noch geheilt werden." Brummte er erstickt und sofort stand sie auf um zu ihrem anderen Bruder zu laufen. Er schmunzelte sie an, wusste genauso gut wie sie, dass sie kein danke von Haru bekommen würde. ,,Heb den Arm etwas an." Saku schluckte und hob dann mit schmerzverzogenem Gesicht den Arm an, wobei sein Kopf beinahe sofort eine rötliche Farbe annahm. Schnell legte sie ihre Hände an die gebrochenen Rippen und blickte dabei prüfend zu ihm auf. Er hatte die Augen geschlossen und machte nur kurze flache Atemzüge. Nach wenigen Momenten waren die Rippen wieder beinahe in ihrem Original Zustand und Saku bekam wieder eine normale Gesichtsfarbe. Erschöpft ließ sie ihre Hände sinken. Ihr Chakra war aufgebraucht. Harus andere Wunden mussten bis morgen warten und das würde ihm wohl fast vollkommen den Schlaf rauben. Besorgt sah sie zu ihm rüber. Er hatte sich wieder flach auf den Rücken gelegt und die Arme vor der Brust verschränkt. Er konnte selbst wenn er versuchte zu schlafen grimmig wirken. ,,Wir brechen noch vor Sonnenaufgang auf, also legt euch schlafen." Haru hatte nicht einmal die Augen geöffnet und legte den Kopf auf die Seite, weg von ihr. Saku lehnte sich tiefer in den Sessel und sah sie müde an. ,,Hinter der Couch liegen ein paar Kissen und eine Decke." Hina nickte und stand dann auf und die besagten Dinge einzusammeln. Es war mehr als sie sonst hatte, auch wenn die Kissen und Decke nach Staub und Erde rochen.

Ein lauter Knall und Die Welt um Hina verstummte. Wenige Augenblicke später spürte die, wie sie von einer Druckwelle erfasst wurde und mit dem Rücken hart mit etwas kollidierte. Alle Luft wurde aus ihren Lungen gepresst und sie spürte gar nicht mehr, wie sich unzählige kleine Splittzer in ihre Haut bohrten. Ein hohes Klingeln ersetzte die Stille und sie sah sich Orientierunglos um. Wo war sie? Aufgewirbelter Staub erschwerte ihr die Orientierung und sie setzte sich auf. Hina konnte Gras unter ihren Handflächen spüren. ,,HINA?!" Der Schrei von Haru und nur wenige Augenblicke später stand er auch schon vor ihr. ,,Wir müssen weg, na los!" Er packte sie am Arm und zog sie auf die Beine. Ihr Blick fiel in sein blutiges Gesicht und eine böse Vorahnung breitete sich in ihrem Kopf aus. ,,Wo ist Saku?" Statt einer Antwort warf er sie über die Schulter und rannte los. Wie konnte er ohne Saku gehen? Sie ließen doch nie jemanden zurück. ,,Wo ist Saku?!" Haru sprang auf einen Ast um von dort zum nächsten zu Springen. ,,HARU?!" Abrupt blieb er stehen und ging in die Hocke. ,,Willst du, dass sie uns finden?!" Flüsterte er in einem scharften Ton, der ihr sofort den Mund zuschnürte. Er ließ sie vorsichtig von seiner Schulter gleiten und sah ihr dann in die Augen. Seine gesamte linke Gesichtshälfte war mit Blut verschmiert. Sie suchte nach einer Platzwunde, konnte jedoch keine sehen, weshalb sie seinen Pony anhob um besser nachsehen zu können. Haru Griff um ihr zierliches Handgelenk und zog ihre Hand vorsichtig weg. ,,Das ist nicht mein Blut, Hina." Verwirrt sah sie ihn an. Hatte er einen der Typen verletzt? Oder war das Sakus Blut? War er in eine andere Richtung geflohen? Wenn er verletzt war, mussten sie ihn sofort suchen. Haru seufzte und fuhr sich durch das verstaubte Haar. Er wirkte plötzlich nicht mehr wie der kühle und abweisende Typ, sonder eher so wie Saku ihn immer umschrieben hatte, als sie noch klein waren. ,,Wo ist Saku? Ist das sein Blut?" Haru presste die Lippen aufeinander und sah dann Prüfend um sich. ,,Die Bombe ist direkt neben Saku explodiert." Das Gefühl das sie auf einmal einhüllte war, als wäre sie in eiskaltes Wasser geworfen worden. Ihr Herz schlug schneller und sie konnte spüren wie ihr Blut durch ihren Körper gepumpt wurde. ,,Was meinst du?" Tränen liefen seine Wangen hinunter, während er den Kopf senkte und die Hände zu Fäusten ballte. ,,Es hat ihn zerfetzt."

Last of her kind - Naruto FFMga kuwentong kahuhumalingan mo. Tumuklas ngayon