Ich war eine eigentlich normale Schülerin der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei, jedoch bis zu dem Tag an dem sich mein Leben für immer verändern sollte. Nicht nur das ich von einem auf dem anderen Tag eine der berühmtesten Hexen wurde, nein...
Ich spürte wie sich mein Körper verkrampfte während ich durch den breiten Tunnel aus zirkulierender Luft geschleudert wurde. Mein Orientierungssinn schaltete sich aus und ich ließ mich fallen. Immer und immer tiefer wurde ich in diesen Tunnel gezogen der mit jeder weiteren Sekunde dunkler wurde. Ich schloss meine Augen und spürte den Druck auf meinen Schultern. Doch ruckartig vernahm ich einen heftigen Stoß und landete auf einem harten Boden. Ich rieb mir meinen schmerzenden Kopf und sah mich langsam um. Ich befand mich im Flur vor der großen Halle. Noch sah alles gleich aus und ich begann zu zweifeln ob es überhaupt funktioniert hatte.
"Kann ich dir helfen?"
Ich drehte mich erschrocken um und sah in die wunderschönen blauen Augen eines kleinen Mädchens. Mein Atem stockte als ich mich selbst erkannte. Ich trug eine Gryffindor Uniform und erkannte das ich mich in meinem ersten Schuljahr hier in Hogwarts befand. Es hatte funktioniert. Ich sah mich noch immer fragend an und doch fand ich keine Worte. Viel zu sehr war ich gefangen von dem Schimmer in den Augen meines kleinen Ichs. Dieser Schimmer, voller Freude und Faszination, der viel zu schnell vergehen sollte.
"Ähm... ja, gerne."
Ich nahm die kleine Hand meines Ichs und half mir selbst auf.
"Wo ist deine Uniform?"
Ich musste ein schmunzeln unterdrücken, wenn ich daran dachte wie stolz ich damals auf meine Uniform war.
"Ich-" "Mila!
Wir drehten uns beide gleichzeitig um als ich zwei sehr vertraute Stimmen wahrnahm. Ron und Harry kamen auf uns zugeeilt. Mein Herz machten einen Sprung als ich die beiden Erstklässler vor mir stehen sah und ich auch in Harrys Augen noch immer diesen Schimmer erkannte. Einen Schimmer den er in meiner Zeit, schon lange verloren hat. Doch die Brille. Die runde Brille, war ihm noch immer geblieben. Die beiden stellten sich eng neben mein jüngeres Ich und sahen schmunzelnd zu mir auf.
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"Wow, ihr seht euch wirklich ähnlich."
Ron zog eine Augenbraue an und ich konnte mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Schon als Erstklässler sagte er gerade heraus was er dachte, dass hatte sich bis heute nicht verändert. Nur sein Aussehen war älter geworden, sonst war ihm dieser kleine Kerl noch immer so schrecklich ähnlich.
"Ich habe dich hier noch nie gesehen, bist du neu?"
Harry sah mich fragend an. Doch ich schüttelte nur meinen Kopf.
"Ich wollte nur alte Freunde besuchen." "Hast du sie schon gefunden? Wir können dir gerne helfen sie zu suchen."
Mein Erstklässler-Ich sah mich mit leuchtenden Augen an.
"Das ist wirklich nett von euch. Aber ich habe sie schon gefunden."
Die Schüler wurden zum Abendessen in die große Halle gerufen.
"Wir müssen los."
Harry sah eilig zu mir auf als ich wissend nickte.
"Passt aufeinander auf."
Die drei tauschten verwirrte Blicke bevor sie in die große Halle und an den Gryffindor-Tisch eilten. Ich stellte mich in den Torbogen der großen Halle und beobachtete sie noch ein wenig. Wir waren damals so unbeschwert und hatte noch keine Ahnung was uns erwarten sollte. Wir waren nur Kinder, beste Freunde die gemeinsam das Zaubern lernten. Unser einziges Problem zu der Zeit waren die Schikanen von Malfoy. Ich wandte mich an den Slytherin-Tisch und sah Draco Malfoy wie er hochnäsig mit seinen Freunden diskutierte. Worüber wollte ich auch eigentlich überhaupt nicht wissen. Mein Blick wanderte zurück zu den drei Erstklässler. Tränen sammelten sich in meinen Augen als ich die Anwesenheit einer Person neben mir spürte. Eine Person die mir schon seit meinem ersten Tag hier in Hogwarts große Sicherheit gab. Ich musste nicht aufschauen um zu wissen das Dumbledore neben mir stand.
"Damals war alles leichter, nicht wahr?"
Ich nickte wortlos.
"Warum bist du hier, Alora?" "Ich wollte noch einmal diese Atmosphäre genießen."
Langsam sah ich zu Dumbledore auf.
"Ich wollte uns noch einmal glücklich sehen. Ich wollte Harry noch einmal glücklich sehen."
Er senkte seine Schultern.
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"Er ist auch in deiner Zeit glücklich. Solange Ron und du an seiner Seite stehen. Ihr seid es, was ihn glücklich macht. Gemeinsam seid ihr unbesiegbar." „Es beschäftigen ihn zu viele Dinge. Er macht sich zu große Sorgen um mich, seit meiner Zeichnung."
Dumbledores Blick wurde sanfter.
„Keiner konnte damit rechnen, dass der dunkle Lord dich umbringen wollte. Und keiner konnte damit rechnen, das der selbe Fluch, wie Harry damals, auch dich retten würde." „Er ist seit dem anders, ebenso wie Ron." „Sie haben Angst um dich, Miss Winter."
Ich nickte langsam.
"Du solltest zurück gehen."
Dumbledore legte seine Hand auf meinen Kopf bevor er langsam in die große Halle lief. Der Gryffindor-Tisch schaute in seine Richtung doch die Blicke von Harry und Ron fanden mich im Türrahmen stehen. Ein breites Grinsen legte sich auf ihre Lippen.
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Ich atmete tief durch und genoss die letzten Momente der Unbeschwertheit. Sie winkten und ich tat es ihnen gleich bevor ich aus dem Torbogen verschwand und mich in eine verdunkelte Ecke zurück zog.
"Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam schaffen wir all das."
Ich wiederholte diesen Satz immer wieder bevor ich den Zeitumkehrer drei mal drehte und in den Lufttunnel gerissen wurde, der mich zurück Nachhause bringen würde.