* * *
(Shawns Sicht)
Hier stand ich also, um 20:15 Uhr vor der Türe der Familie Paige. Obwohl es nur ein Essen war, freute ich mich Elena eventuell näher kennenlernen zu können. Die Blumen in meiner Hand wirkten so, als ob ich hier jemanden zu nem Date einladen wollte, dabei waren die blumen nur für Miriam, Elenas Mutter. Ich stand also ca 10 Min vor der Türe , damit sie mich nicht für eigenartig hielten, wenn ich so früh angetanzt käme. Obwohl es wohl noch eigenartiger war 10 min vor der Türe zu stehen. Über mich selbst lachend klingelte ich nun und wartete. Recht schnell öffnete mir miss Paige die Türe.
"Ah, Hallo" sagte sie und schüttelte mir die Hand. Kurzdarauf drehte sie sich um nur um Elena zu rufen.
"ELENA, kommst du bitte runter?"
Ich schmunzelte und sah die Mutter wieder an, sie war das komplette gegenteil gegensatz zu meiner Mutter. Miss Paige hatte blond gelockte Haare die bis zur schulter fielen. Ihre blauen Augen stachen hervor. So gesehen hatte Elena nur die Gesichtszüge von ihrer Mutter, also musste sie sehr ihrem vater ähneln. Während ich spekulierte, sah ich aus dem Augenwinkel jemanden die Treppen runter kommen.
Meine Augen klebten förmlich an ihr. Sie sah schön aus obwohl sie nicht wirklich aufgebrezelt war. Sie war halt normal was mir an ihr so gefiel.
Als sie mich sah konnte ich ihr deutlich ansehen wie geschockt sie war. Ich musste unwillkuerlich lachen aber ich unterdrueckte es.
Mit einem süßen lächeln begrüßte sie mich während ich ihrer Mutter die Blumen überreicht hatte.
"Hallo Elena" sagte ich und sah wieder zu ihr. Anscheinend war es für sie unangenehm dass ich sie so ansah, also musste ich ihr ein kompliment geben.
"Due siehst schön aus" ich sagte dad was ich dachte und es war nicht gelogen.
"D..danke..du auch" erwiderte sie und wurde dabei rötlich. Sie sah wirklich süß aus.
Als wir so eine weile da standen ohne ein Wort zu reden, wollte ich sie noch etwas Fragen, aber in diesem Moment rief ihre Mutter zu uns, dass das Essen schon fertig war. So führte Elena mich in die Küche wo bereits miss Paige und ein kleines mädchen da saß. Schätzungsweise war sie 4 und sah genau so aus wie miss paige.
"Hallo du" sagte ich zu ihr und lächelte ruhig.
Sie sah mich mit großen Augen an, während Elena sich gegenüber mir hingesetzt hatte.
Das kleine Mädchen antwortete nicht, scheinbar war sie schüchtern also versuchte ich es nocheinmal.
"Wie heiß du denn?"
"Luisa" gab sie kurz von sich. Miss Paige schenkte uns derweil was zu trinken ein und auch Elena half ihr beim essen verteilen.
"Bist du elenas Freund?" Fragte nun Luisa plötzlich und ich sah in diesem Moment zu Elena die wieder rot wurde.
"Wir sind freunde ja, ich bin ihre Klassenmamerad" antwortete ich belustigt.
"Spielt ihr also auch später zusammen? Darf ich dann mit spielen?" Man sagte kinderaugen seien das Tor zur reinen seele. Es stimmte denn wenn ich so in Luisas Augen blickte, wirkte sie ebenfalls so unschuldig. Ich musste mir bei ihrer Frage trotzdem das Lachen verkneifen.
"Luisa!.." sagte Elena nun etwas sauer. Es war ihr sichtlich peinlich, aber ich fands irgendwie süß.
Miss Paige stellte nun das essen auf den Tisch. Es gab hähnchenbrustfilet mit Salat. Das essen sah einfach aber leckee aus. Meine Mutter hatte schon lange nicht mehr für mich gekocht weswegen ich die atmosphäre hier sehr mochte.
Nun begannen wir zu essen und es schmeckte ausgezeichnet. Ab und zu sah ich zu Elena, der die situation scheinbar noch immer unangenehm schien.
Ich fragte mich ob elena sich wohl fragte wieso ich ein Pflaster auf der Wange trug, aber villt hatten wir später die gelegenheit dazu zu reden.
Nach dem Essen saßen wir noch im Wohnzimmer. Miss Paige musste noch zu elenas Vater wie sie uns mitgeteilt hatte, da Luisa dieses wochenende zu ihm musste. Sie verabschiedete sich von uns und so blieben wir im Wohnzimmer. Elena blieb still, um ehrlich zu sein wusste ich auch nicht was ich sagen sollte. Irgendwann jedoch beschloss sie einfach den fernseher an zuschalten. Es lief nichts besonderes..
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Be the Wind, be the Sky
Short StoryDiagnose: Gehirntumor. Elena ist ein Mädchen die eigentlich noch ihr ganzes Leben vor sich hatte, bis zu jenem Tag, an dem sie von ihrem Arzt die Nachricht bekam, dass sie bald sterben müsste und nur noch weniger als 5 Monaten zu leben hatte.Völli...
