Prolog
"Sir, wir sind fertig. Die Tests wurden positiv absolviert und er ist bereit zu seinem Besitzer geschickt zu werden."
„Das ist gut, sehr gut. Schicken Sie ihn zu ihr."
„Verstanden, ich werde mich sofort darum kümmern."
Langsam nähert der Mann sich dem Androiden.
Er war perfekt.
Keine Fehler, keine Dinge, die an ihn verbessert werden müssten. Das Vorgängermodell wird mit diesem nicht mithalten können. Schon bald wird es die alte Modellreihe nicht mehr geben.
„Ok, ich verlasse mich auf Sie." Mit diesen Worten dreht sich der junge Mann wieder um und geht zu seinem Arbeitsplatz zurück. Der Android steht alleine im Raum und wartet auf seine erste Mission, bis die Frau sich zu ihm wendet und ihn bittet, sie zu begleiten.
1.Kapitel 10:45Uhr
Der Täter darf nicht entwischen- das weiß Connor genau. Er rennt ihm nach und versucht ihn zu packen. Hank, der versucht mitzuhalten, fällt dabei immer weiter zurück, bis schließlich viele Meter zwischen ihm und dem Androiden liegen. Connor ist also auf sich allein gestellt.
„Stehen bleiben!", ruft er, doch es ist nutzlos. Der Täter läuft weiter, ohne sich umzudrehen. Geschickt überwindet er ein Hindernis, über das auch der kriminelle Mann vor ihn springt. Connor sieht sich mehrere Möglichkeiten an, welchen Weg er nehmen sollte: Den riskanten, aber kurzen oder lieber doch den längeren aber deutlich sicheren?
Er entscheidet sich für ersteres. Auch der Täter rennt genau in diese Richtung und weicht gekonnt den vielen Bäumen aus.
Sie geraten immer dichter in den Wald hinein. Zum Glück fällt es den Androiden nicht schwer dank seines Navigation- und Ortungssystems leicht den Weg wieder heraus zu finden. Zu spät merkt er eine aus dem Boden ragende Wurzel und stolpert über diese. Mit einem dumpfen Aufprall landet Connor auf dem feuchten Boden. Schnell steht er auf und versucht den Täter einzuholen. Plötzlich bemerkt er eine rote Jacke hinter einem Baum. Es handelt sich um die des gesuchten Mannes. Mit langsamen und leisen Schritten nähert sich Connor der Person. Vorsichtig geht er auf den Baum zu und kann nur noch mit den Augen verfolgen, wie der Täter eine Schusswaffe auf den Körper des Androiden richtet und diese abfeuert. Ein lauter Knall ertönt und im nächsten Augenblick streift die Kugel Connors linke Flanke. Er taumelt zurück und hält sich die Hand an die beschädigte Stelle. Blaues Blut tropft aus der Wunde, lebensbedrohlich ist der Schaden aber zum Glück nicht, das stellt Connor sofort fest.
Der Angreifer scheint selbst geschockt zu sein, dass er tatsächlich abgedrückt hatte. Sein blasses Gesicht und seine zittrigen Hände, die die Pistole fallen lassen, deuten sehr darauf hin.
„Lauf' nicht weg", bittet der Android den jungen Mann. „Deine Flucht macht alles nur noch schlimmer."
„Ich wollte nicht stehlen, wirklich nicht. Aber was blieb mir denn anderes übrig? Ich bin abhängig!"
Die Kokainspuren, die der Android an seinem Körper findet, sprechen für sich.
„Ich kann dir helfen, aber du darfst nicht wegrennen. Noch kannst du..." „Connor!", ruft eine vertraute Stimme.
„Ich bin hier, Hank!"
Schnaufend bleibt der Lieutenant bei ihm stehen.
„Da ist er, was machst du? Schnapp' ihn dir!"
„Das ist nicht notwendig, er wird mitkommen ohne, dass wir ihn verhaften, stimmt doch, oder?"
Der Android schaut den verwirrten und immer noch geschockten jungen Mann an. „J-ja", stammelt er. Tatsächlich. Ohne sich weiter zu wehren verlässt er mit Hank und Connor den Wald. Dennoch bleibt der Android wachsam und lässt die körperlichen Vitalwerte des jungen Mannes nicht aus den Augen. Ein auftretender Adrenalinstoß oder Ähnliches könnte ein Hinweis darauf sein, dass er vorhaben könnte, jeden Moment zu fliehen und loszurennen. Doch nichts dergleichen passiert.
Beim Polizeiauto angekommen legt Hank den Täter dennoch sicherheitshalber Handschellen um und befördert ihn die hinteren Sitzplätze des Fahrzeuges. Als er bemerkt, dass Connor seine Hand auf die Seite seines Bauches legt und diese leicht blau ist, stutzt er. „Connor, alles okay?"
„Ja, nur ein Steifschluss."
Lieutenant Anderson wird lauter und sieht den Androiden unglaubwürdig an. „NUR ein Streifschuss? Soll das etwa heißen, der Kerl hat eine Waffe auf dich gerichtet und dich getroffen?"
„Hank, du tust so, als hätten wir noch nie ernste und risikobehaftete Fälle gelöst."
Genervt fährt sich der Lieutenant mit den Händen durch die Haare.
„Das war also der laute Knall, den ich hörte. Ich war so froh, als ich dich unversehrt gesehen habe. Aber natürlich ist dir doch etwas passiert!" Ob Hank mehr wütend oder besorgt ist kann Connor schwer einschätzen. „Konzentrieren wir uns jetzt bitte auf den Fall. Wir haben einen Täter, der abgeführt und in das Revier gebracht werden muss."
Entrüstet gibt Hank nach. „Na gut, aber wenn du dich ausschaltest ist das nicht auf meinem Mist gewachsen, kapiert?"
„Natürlich, Lieutenant", antwortet der Android.
Dadurch, dass er die ganze Zeit über seinen aktuellen gesundheitlichen Stand informiert ist und dieses sieht, macht sich Connor keine Sorgen. Der Schaden ist, wie gesagt, nur minimal und kann leicht behoben werden.
Nachdem sie nach einer stundenlanger Fahrt beim DPD ankommen den drogenabhängigen Mann im Revier abgegeben haben, fährt Hank den Androiden zu sich nach Hause. Eigentlich hätte Connor zu einem professionellen Techniker gehen müssen, der seinen Schaden beheben konnte. Das will er sich aber ersparen, denn die kaputte Stelle konnte Connor auch selbst reparieren.
Das Hank und Connor gemeinsam Fälle lösen und zusammenarbeiten, jedenfalls, so gut wie, ist für beide Alltag geworden. Dass aber ein Mord alles verändern würde, ist ihnen im Moment noch nicht bewusst... .
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Detroit: Become human- After the revolution
FanfictionDie Androiden in Detroit sind endlich frei- für's erste. Seitdem die Abweichler in Frieden mit den Menschen leben, lebt Connor bei Hank zu Hause. Gemeinsam lösen sie nach wie vor Fälle und scheinen trotz der einen oder anderen Meinungsverschiedenhei...
