Prolog

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Barfuß ging ich durch das hohe Gras, meine Hände ließ ich dabei durch die Halme streifen. Am Ende des Feldes erstreckte sich ein Weg, der wie ich erkennen konnte zu einem Anwesen führte, welches mir bekannt vorkam.
Als ich vor dem Malfoy Manor stand, betrachtete ich es ehrfürchtig und fasziniert zugleich. Das große Eisentor, welches man nicht ohne Erlaubnis passieren durfte, durchschritt ich. Meine Füße trugen mich in Richtung des großen Gartens. Je näher ich ihm kam, desto lauter konnte ich Geräusche vernehmen. Es waren Kinderstimmen. Neugierig ging ich um die Ecke und beobachte die Kinder, die am Brunnen miteinander spielten. Es dauerte etwas bis ich den blonden Jungen und das braunhaarige Mädchen erkannte. Die beiden Kinder waren Draco und ich. "Nein" quietschte das Mädchen vergnügt und spritze Draco ebenfalls mit dem Wasser nass. Mein dreijähriges Ich hüpfte durch die von ihnen verursachten Pfützen und lachte fröhlich. Lächelnd beobachtete ich die Szene, bis ich spürte wie ich durch ein Sog nach oben gezogen wurde.

Ich öffnete meine Augen und sah auf meinen kleinen Wecker, welcher auf meinem Nachtschrank stand. Es war noch sehr früh am Morgen, woraufhin ich aufseufzte. Als ich mir meinen Traum wieder in Erinnerung gerufen hatte, musste ich lächeln. Ich drehte mich auf den Rücken und ließ meinen Blick neben mich gleiten - auf den Mann, der neben mir lag. Meinem plötzlichem Bedürfnis, ihm über die Wange zu streicheln, konnte ich nicht widerstehen. Leicht öffnete er die Augen und lächelte mich an. Sofort verlor ich mich in seinen blauen Augen. "Guten Morgen", murmelte er verschlafen und richtete sich etwas auf. "Guten Morgen. Ich wollte dich nicht wecken, entschuldige", erwiderte ich leise und sah ihn an. Er zuckte nur grinsend mit den Schultern. "Schon gut Ems, möchtest du Frühstück?", fragte er mich und drückte mir einen Kuss auf den Kopf. Als Antwort nickte ich und sah ihn liebevoll an. Er stand auf, zog sich einen Morgenmantel an und verließ das Schlafzimmer. Ich legte mir einen Arm unter den Kopf und sah an den Baldachin. So viele Gedanken kamen mir gerade in den Sinn. Meine Kindheit, meine Schulzeit und vor allem das letzte Schuljahr. Mit einem Lächeln auf den Lippen ließ ich all dies Revue passieren.

Bitte bleib bei mirWhere stories live. Discover now