31 tage nach dem sprung
Natürlich hatte der sprung seine folgen. Viele schürfwunden, tiefere schnitte im gesicht und körper waren nicht wirklich schlimm, jetzt ist davon nur eine kleine narbe am kinn übrig geblieben. Allerdings hab ich meinen kleinen und ringfinger sowie auch meine hüften gebrochen. Deswegen konnte ich auch nicht mehr zu schule gehen, ich durfte die erste woche nicht länger als 1 minute stehen und laufen schaffte ich auch nur wenige schritte. Mittlerweile kann ich wieder mit etwas schmerzen laufen, jedoch keinen sport machen. Da ich eh ziemlich dünn bin, und auch vor meinem unfall eher weniger sport getrieben habe, machte mir das eher weniger etwas aus.
Im krankenhaus meinte der artzt ich hätte sehr viel glück gehabt das ich diesen fall überlebt habe.
Ihr könnt euch denken wie ich mich über diese nachricht gefreut habe.
Alle wollten sie mir einen psychologen an den hals hängen doch ich lehnte jegliche hilfe ab. Ich kann einfach nicht darüber reden. Es fällt mir unglaublich schwer meine gedanken anderen preiszugeben und um ehrlich zu sein will ich das auch keinem antun, denn das was sich in meinem kopf abspielt sollte besser dort bleiben.
Allein wenn ich schon daran denke wieder in die schule zu gehen krieg ich panik. Auf meine alte schule kann ich unmöglich wieder gehen. Zu groß ist meine angst vor den reaktionen meiner mitschüler, lehrer und vorallem die meiner freunde, wenn ich sie so nennen kann.
Lucy und vik waren die einzigsten die sich mal nach mir erkundingt haben und vik kam sogar einmal zu mir als ich noch im krankenhaus lag. 1 mal kam einer meiner 'freunde' in diesem ganzen monat. 1 mal.
Ich bin ihnen egal.
Könnt ihr euch das vorstellen? Eure familie sind die einzigsten personen die sich um dich sorgen, die sich für euch interessieren.
Es ist ein scheiß gefühl dass da einem vermittelt wird. Ich fühle mich allein und zurückgelassen. Ausgestoßen, ein außenseiter eben. Es ist nich so das ich gemobbt werde, es ist einfach das allein sein. Sich ingoriert und ungewollt zu fühlen, ungeliebt vorallem kann man nicht beschreiben. Es ist erdrückend und jedes mal wenn man nicht zu einer feier eingeladen wird oder sonstiges ist es ein neuer schlag ins gesicht und es zieht einen immer tiefer in dieses schwarze loch.
Bei dem vorschlag auf eine andere schule zu wechseln in einer anderen stadt wo mich keiner kennt stimmten meine eltern mir sofort zu. Allerdings unter einer bedingung.
"Kate, kommst du bitte mal runter?"
Ich saß grad im bett und laß ein buch, welches ich weglegte und die zimmertür aufmachte.
"Was gibs denn?"
"Wir möchten was mit dir besprechen"
Ich rollte generft meine augen und lief die treppe runter.
Meine eltern saßen am esstisch und warteten auf mich.
"Setz dich doch"
Es herrschte eine seltsam angespannte stimmung zwischen uns, aber ich weiß nicht warum.
Meine mum beginnt zu sprechen
"Also dein vater und ich möchten einen kompromiss mit dir eingehen"
Ich hörte gespannt zu was jetz kommen würde
"Du darft die schule wechseln wenn du dich einer selbsthilfegruppe abschließt"
Mir fiel die kinnlade runter
"Könnt ihr vergessen, das ist jetzt nicht euer ernst?!"
"Unser voller ernst, es wird dir guttun glaub mir, wir wollen nur das beste für dich"
"Du hast doch keine ahnung was mir guttun würde, ihr habt beide keine ahnung!"
Ich schaute sie abwechselnd ab und wartete auf eine antwort
"Kate, hör mir zu, ich hab da ein paar gruppen für dich rausgesucht"
Sie zeigt auf ein paar papiere auf dem tisch während ich sie entsetzt anstarre.
"Alle würden dich gerne aufnehmen und-"
"Was?! du hast schon mit denen komuniziert?! anscheinend ist das hier keine besprechung ihr habt das ja schon ohne mich enschieden!"
"Kate, kein grund so laut zu werden"
"Oh doch, das ist ein grund! wie könnt ihr sowas ohne mich zu fragen entscheiden obwohl das mein verficktes leben ist"
Dad schaut mich verägert an
"Wie sprichst du da grade mit deiner mutter katelyn"
"Nenn mich nicht so"
"Gut dann eben kate, es reicht langsam, solange du dein 18. lebensjahr noch nicht erreicht hast entscheiden wir-"
"Nein, das-"
"Lass mich ausreden! Entscheiden wir über dich hast du das verstanden?"
"Ich denke dass ich mit meinen fast 17 jahren wichtige entscheidungen über mein leben selber entscheiden kann!"
Meine mum fängt mit zittriger stimme wieder an zu reden
"Ich bitte dich liebling, ich mach mir sorgen um dich, ich weiß das es dir helfen wird, wieso probierst du es nicht einfach? ich bitte dich"
"Ganz im ernst, ich habe das satt hier ich werde nicht in so eine beschissene selbsthilfe gruppe gehen nur weil du es für richtig hällst, es ist mein leben wann kapiert ihr dass endlich?!"
Meine mum stützt ihren kopf in ihre hände und atmet schwer. Mein vater schaut erst sie dann mich an. Wie schafft er es nur immer so ruhig zu bleiben.
"Keine selbsthilfe gruppe, keine neue schule so einfach ist dass"
Ich fass es nicht
"Nein so einfach ist dass nicht!"
"Kate! du wirst in eine gruppe gehen, seh dir deine mutter an, sie ist am boden verstört, es ist schon selbstsüchtig genug dass du dir dein leben nehmen wolltest und uns hier zurück lassen wolltest. Sei nicht so stur und mach uns nicht noch mehr probleme als wir schon haben!"
So laut haben ich ihn noch nie erlebt. Ich steh total unter schock und meine augen füllen sich mit tränen.
"Okay, dann spring ich am besten von noch weiter höher damit ihr nie wieder probleme mit eurem selbstsüchtigen blödem kind habt!!"
Meine mum schaut hoch, ihre hand zitternd vor ihrem mund, ihre augen gefüllt mit tränen und sie schüttelt einfach nur langsam ihren kopf.
"Wie kannst du nur so etwas sagen"
Seine worte triefen förmlich vor trauer und entäuschung.
Ich halte es nicht mehr aus und renne in mein zimmer, knallte die tür zu und hielt mir die hand vor dem mund.
Langsam rutsche ich an der tür herunter und atme schwer.
Was zur hölle ist da grade passiert
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It Will 》j.b
Fanfiction'Ich habe mich immer gefragt warum ich überhaupt lebe. Ich würde niemals etwas Weltbewegendes tun, würde niemals ein Held werden oder etwas Ähnliches. Ich bin ein weiterer Mensch auf diesem Planeten der einfach nur exestiert. [...] Ich danke dir, Ju...
