Fifty One ~ A Gunshot

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Luke besaß im Gegensatz zu mir ein Gehirn und griff sofort nach seinem Handy

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Luke besaß im Gegensatz zu mir ein Gehirn und griff sofort nach seinem Handy.

"Ich rufe die Polizei." Ich wusste nicht wirklich, wo ich hin sollte. Eigentlich war mein erster Instinkt zu Kay zu rennen, aber ich wollte mich nicht auch noch in Gefahr bringen.

Ich sah zu, wie Trace verzweifelt versuchte auf Lorenz einzureden und man konnte ihm ansehen, dass er plante ihn anzuspringen.

Kay lehnte an der Wand und blickte dem Tod entgegen. Er schien sich mit dem Auftragskiller zu unterhalten und ich hörte, wie Luke die Polizei am Hörer hatte.

Ich zuckte zusammen, als ich ein Zupfen an meinem Pullover spürte und mein Blick fiel auf Toby, der mich verwirrt ansah.

"Was ist wos?" Seine Augen drohten zu tränen und ich wusste nicht, was ich ihm antworten sollte.

Kurz suchte ich nach Worten, welche passend waren, gab es aber auf. "Alles ist gut."

"Abew Kway ist da dwaußen." Er versuchte an den Fensterrahmen ranzukommen und ich sorgte dafür, dass er es nicht schaffte. Ich wollte nicht, dass er das sehen würde. Ich selbst wollte es nicht mitansehen.

"Und dew böse Mann ist auch dowt..." Ich riss meine Augen auf. Natürlich erkannte Toby, dass es Lorenz war. "Ist Kway in Gefahw?"

Hastig schüttelte ich den Kopf. Luke kam wieder zu mir, zog an Tobys Hand und wollte ihn vom Fenster wegziehen, aber der Kleine wusste, dass etwas nicht stimmte. Er wehrte sich gegen Luke und gab mehrere Male den Namen seines Bruders von sich.

Ich blickte erneut aus dem Fenster und mein Blick traf seinen. Sein Grün leuchtete bis zu mir nach oben und ich konnte es nicht verhindern.

Beschlossen ging ich sicher, dass Toby in Lukes Armen war und rannte nach unten zur Fassade des Clubs.

Alle drei Köpfe drehten sich in meine Richtung und Kay schüttelte besorgt den Kopf. "Geh wieder rein."

Ich ignorierte seine Bitte und hatte den Plan Lorenz hinzuhalten. Die Polizei war auf dem Weg und wir mussten einfach schauen, dass Lorenz sich mit dem Abdrücken Zeit lassen würde.

Vorsichtig näherte ich mich den Männern und Lorenz sah mich abwertend an.

Im Augenwinkel erkannte ich Kay, der schmerzerfüllt an seine Brust griff und sein Gesicht verzog.

Dass er heute ein graues Shirt trug, war nicht wirklich angebracht, denn man konnte sehen, wie sich seine Narbe wieder aufgerissen hatte. Der Verband, den ich ihm letzte Nacht umgebunden hatte, taugte nichts mehr und rote Flüssigkeit tränkte sein Oberteil.

Ich hatte keine Ahnung, wie lange Lorenz schon hinter Kay her war und was passierte, aber was auch immer es war, es hatte Kay geschwächt. Man konnte ihm ansehen, dass er Schwindel und Schmerz verspürte.

"Falls du mich auch noch voll labern willst, er macht das schon. Also wäre es am besten, wenn du dich verziehst." Der Auftragskiller sprach mit mir und zeigte auf Trace.

KayWo Geschichten leben. Entdecke jetzt