Forty Five ~ Run

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"Hey Mom

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"Hey Mom." Ich betrat den Vorgarten und erblickte meine Mom, welche etwas helleres Haar hatte als ich. "Oh hallo, Kay. Wie war die Schule?"

Ich schüttelte direkt meinen Kopf. Diese Frage stellte sie wirklich jeden Tag. "So wie gestern... und vorgestern."

Meine Mutter sah mich tadelnd an und ich steuerte auf die Haustür zu.

"Und vorvorgestern", grinste ich, als ich im Haus verschwand, damit mich ihr Gartenhandschuh nicht mehr treffen konnte.

Auf meinem Weg zum Kühlschrank stoppte ich am Büro meines Vaters, welcher sich direkt zu mir umdrehte und zu lächeln begann.

Er lebte wortwörtlich hier drin und mehrere Tassen standen neben seiner Tastatur.

Das Businessleben war hart. Das sah man meinem Dad auch an.

Trotzdem behielt er den Fokus auf seiner Familie und wusste, dass sie immer erste Priorität hatte. "Guten Tag gehabt?"

Ich nickte und ließ meine Tasche auf den Boden plumpsen. "Wie immer. Coach meinte, ich brauche neue Schuhe."

Mein Vater zog seine Augenbrauen zusammen. "Wir haben dir doch erst letztes Jahr neue gekauft."

Ich sah zu Boden. Es war echt schwer seine Eltern zu verarschen, wenn sie schlaue Businessleute waren.

"Meine Füße sind gewachsen..." Ich kratzte mir an meinem Nacken und sah kurz zur Kinderkrippe, wo mein kleiner Bruder drin lag. "Sind sie nicht, Kay. Ich bin nicht dumm."

Mit diesen Worten drehte er sich wieder zum Computer und bat mich beiläufig darum, den Tisch für das Abendessen zu decken.

Widerwillig verdrehte ich meine Augen und begab mich in die Küche, um das Besteck und die Teller zu holen.

Als ich das letzte Glas auf den Tisch gestellt hatte, kam meine Mutter dazu und sah mir lieblich entgegen. "Danke."

"Mach ich doch gerne." Natürlich tat ich das nicht, aber ich wusste, dass das, das Mindeste war, was ich für sie tun konnte, denn sie ermöglichten mir so viel und meine Zukunft sah, dank ihnen, mehr als nur blendend aus.

"Ich habe Toby schon gefüttert und bring ihn doch bitte in sein Bett. Oben hat er wenigstens ein wenig Ruhe und vergiss nicht, das Babyphone anzuschalten."

Mit einem letzten Blick in dieselben grünen Augen meiner Mutter schlenderte ich zu Toby und sah in seine Krippe.

Er kicherte auf, als er mein Gesicht erkannte und drehte sich auf den Bauch.

Brabbelnd streckte er seine Arme nach mir aus und mit erwärmtem Herz hob ich meinen Bruder heraus.

Das Gebrabbel stoppte nicht, als ich zur Treppe lief und man konnte das Lachen meiner Eltern im Flur hören, denn sie schienen sich über Tobys Vortrag zu freuen.

KayWo Geschichten leben. Entdecke jetzt