Forty Three ~ His Scar

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Der nun rötliche Stoff ließ sich nur langsam von Kays Körper ziehen und ich erkannte in seiner Fassade, dass es ihm schmerzte

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Der nun rötliche Stoff ließ sich nur langsam von Kays Körper ziehen und ich erkannte in seiner Fassade, dass es ihm schmerzte.

Eine Hand legte ich in seinen Nacken, um ihm zu zeigen, dass es mir leid tat.

Als der ganze Stoff zu Boden gefallen war, konnte ich es nicht verhindern und sah schockiert auf Kays Oberkörper.

Eine Narbe...

Eine Narbe, welche bei der linken Brust begann, sich quer über seinen Rumpf runterzierte und neben seinem Bauchnabel stoppte.

Ich schluckte. Sie war rot und gereizt. Der Heilungsprozess war weit fortgeschritten und zum Glück war sie nicht mehr offen, aber trotzdem war klar, dass sie ihn Schmerzen fühlen ließ.

Ich stand auf und verschwand im Badezimmer. Dort suchte ich nach dem dummen Erste-Hilfe-Koffer, den meine Mutter in meinem Bad verstaute und warum sie es tat, wusste ich nicht.

Jedoch war das jetzt ziemlich nützlich. Ich suchte nach einem frischen Verband, langte nach dem Desinfektionsmittel und las die Beschreibungen auf den Salben.

Ich suchte nach einer, welche beruhigend auf die Haut wirkte und beim Verheilen half. Jede zweite warf ich wieder zurück in den Koffer, als ich endlich eine passende fand.

Als mich meine Füße aus dem Bad trugen, erblickte ich Kay, welcher sich nach hinten fallen lassen hatte und seine Arme über seinem Kopf hatte. "Ich bin keine Ärztin, aber mit dem Zeug kann man glaube ich nichts falsch machen."

Bei meinen Worten erhob sich der Grünäugige wieder und sah auf meine Arme, welche das Zeug trugen.

"Werde es schon überleben", murmelte er und sah, wie mir der Verband zu Boden fiel und er sich ausrollte. Ich verdrehte meine Augen und hob den Scheiß wieder auf.

"Oder auch nicht..."

Kay lachte leise und lehnte seinen Kopf auf seine Arme, die sich auf dem Bett abstemmten. "Brauchst du Hilfe?" Eifrig schüttelte ich den Kopf und biss auf meine Lippen, als ich fokussiert das Desinfektionsmittel zur Hand nahm und den Deckel aufdrehte.

Ohne Kay zu warnen, begann ich damit, mit einem Wattepad auf seiner Narbe herumzutupfen und bemerkte, wie der Dieb leicht zurückzuckte.

"Danke für die Warnung", meinte Kay ironisch und verzog sein Gesicht. "Du schaust mir die ganze Zeit zu, also hättest du doch sehen müssen, wann ich beginne."

Konzentriert kniete ich mich vor Kay und reinigte die gereizte Haut. Seine Augen folgten meinen Fingern und wir beide schwiegen.

"Ich verstehe das nicht", sagte ich leise und drehte den Deckel wieder auf die kleine Flasche. "Hmm?" Kay hob seinen Kopf wieder an, denn zuvor schien er einfach ganz ruhig in seiner eigenen Welt herumzuschwirren.

"Warum würde dir das jemand antun? Wie kann man so böse sein?" Ich sah kurz in seine Augen, suchte dann aber nach der Salbe, welche ich unter meinem Bett wiederfand.

KayWo Geschichten leben. Entdecke jetzt