-Körper und Geist-
Loki stand mit den Rücken zu mir,die Hände hinter sich verschränkt.Langsam lief ich um das grüne Plexiglas herum,ich verlor Loki nicht aus den Augen.
"Es hat noch niemand geschafft sich an mich heran zu schleichen.",stellte er mit ruhiger und erstaunter Stimme fest.
"Ich hab es so an mir,Leute zu überraschen.",erwiederte ich schmunzelt.Endlich drehte er sich zu mir um und sah mich neugierig und typisch grinsend an.Ich erwiederte das breite Grinsen mit einem leichten Lächeln.
"Nach all den Folterungen die Fury sich für mich ausgedacht hat kommst du nun zu mir.Als Balsam,für meine Seele.Und ich vertraue mich dir an.",vermutete er und setzte sich auf die kleine Bank in der Zelle.Ich stellte mich vor das Glas.
"Nein.Ich weiß nicht,warum ich hier bin.",erwiederte ich ehrlich.Erstaunt stand er nun doch wieder auf und kam auf mich zu,bis auch er kurz vor dem Glas stand.
"Ich sehe dass du die Wahrheit sprichst.Aber wie bist du dann hier her gekommen?"
"Ich bin meinem Instinkt gefolgt."
"Mh...du bist anders als die anderen hier.Woran mag das liegen,was glaubst du?",fragte er mich ehrlich interessiert.Er kannte die Antwort,doch er wollte wissen ob ich sie kannte.
"Ich glaube nicht daran das dass was du tust falsch ist.",sprach ich meine Gedanken langsam und leise aus.Schnell sah ich zur Seite,er sollte nicht merken wie sehr mich seine Augen in ihren Bann zogen.
"Sieh mich an.",bat er.Langsam drehte ich meinen Kopf wieder zu ihm und sah wieder in seine perfekten Augen.
"Wer bist du nur?",fragte er sich erneut und studierte mein Gesicht,lies seinen Blick über meinen Körper schweifen und sah mir dann wieder in die Augen.
"Schwarz steht dir."
Ich wurde rot,und er grinste zufrieden.
"Woher weißt du was Asgard ist?Und das Thor König sein soll?",wechselte er nun zu dem Thema dass ihn wirklich zu interessieren schien.Ich zuckte mit den Schultern.
"Es ist einfach da.Irgendwo tief in mir weiß ich was all das bedeutet.Das Asgard eine der neun,ehemaligen zehn,Welten ist.",versuchte ich zu erklären was in mir war.Verblüfft sah er mich an.
"Zehn Welten?",hakte er nach.
Ich legte kurz den Kopf schief und dachte nach.Forschte was ich darüber wusste.
"Die zehn Welten.Asgard,Lijosalfheim,Wanaheim,Muspelsheim,Nialfheim,Mitgard,Jötunheim,Svartalfheim,Helheim und sie mächtigste von allen,Escargoth.",zählte ich auf.
Escargoth.Das Wort berührte etwas in mir.
"Escargoth.Mit seinen grünen Wäldern,tief blauen Meeren,steinernen Burgen und sanften Tälern...",sprach ich meine Gedanken aus.Meine Gedanken schweiften ab und mein Blick glitt in die Ferne.Vor mir sah ich die Steinerne Burg Gashfahl,Stein auf Stein wurde sie von den Menschen dort gesetzt und magisch so befestigt und behandelt dass sie funkelte wie hundert Diamanten im Sonnenlicht.
"Escargoth?",riss Lokis ruhige Stimme mich aus meinen naja,Gedanken.Ich sah ihn wieder an und lächelte verträumt.
"Escargoth.Die Welt der Gotteskrieger.Escargath,die weiblichen Einwohner,werden zu den stärksten Gottheiten,wohin gegen Escargathn,männliche Einwohner,im Kampf kaum zu schlagen sind.Sie werden regiert von einer Frau,der Göttin...der Göttin von Tod und Leben...",gegen Ende wurde meine Stimme immer leiser.
Göttin von Tod und Leben.
Loki sah mich fragend an.
"Woher weißt du das alles?",er trat näher an das Glas,und obwohl und verdammt dickes und sicheres Glas trennte,fesselten mich seine Augen erneut.
"Es ist einfach da.Ich sehe Gashfahl,Escargoths stärkste Festung vor mir.Mit all seinen Märkten und Menschen.",ich wurde traurig,denn ich wusste auch was für ein Schicksal Escargoth erlitten hatte.
"Wieso kenne ich diese Welt nicht?"
"Sie wurde...vernichtet."
Ich atmete tief ein und begann ihm zu erzählen was ich wusste.
"Seit Anbeginn des Licht-Zeitalters lag Escargoth mit Svartalfheim im Krieg.Doch die Schwarzalben hatten nie eine Chance gegen die Elitekrieger der Escargathn.Bis sie eines Tages die amtierende Göttin vergifteten.Amriel,so nannte sie das Volk,wurde von der Finsternis heimgesucht und ihre Seele vergiftet.Sie lag im sterben.So befahl sie ihrer engsten Vertrauten ihre Tochter in Sicherheit zu bringen.Die Schwarzalben überrannten Escargoth beinahe,denn ohne die Macht ihrer Göttin hatten auch die Krieger keine Macht.So verlor Escargoth ihre größte Schlacht.Das Volk wurde versklavt und Escargoth wurde zu einem der finsteren Planeten.Stützpunkt der Schwarzalben.",ich war den Tränen nahe,denn vor meinem inneren Auge trat das Bild der einst so schönen Welt in Flammen,Finsternis und Trümmern.
"Du scheinst diese Welt gut zu kennen.Und deine Trauer scheint echt zu sein.",er hob die Hand als wolle er mich berühren,lies sie dann jedoch wieder sinken.Ich versuchte mich an einem Lächeln und merkte selbst wie kläglich ich versagte.
"Escargoth war eine edle und anmutige Welt.Stets voller Fröhlichkeit."
"Was ist mit der Tochter der Göttin geschehen?",versuchte er mich ab zu lenken.
"Sie wurde auf Mitgard hinab gebracht.Wo sie nun ist weiß ich nicht,denn sie kann sich selbst an nichts erinnern.Ihr wurden ihre Erinnerungen genommen."
Mit unerklärlichem Blick sah er mich an.
"Ich denke,ich weiß wer sie ist.",flüsterte er,jedoch so leise dass ich ihn nicht verstand.
"Scar,da bist du ja,ich hab dich schon überall gesucht.Ich werde dir helfen deine Gabe zu kontrollieren.",rief Thor und kam auf mich zu.Er legte seinen Arm um mich.Lokis Blick verdunkelte sich und ich schob Thors Arm weg.
"Gut,ich komme.",ich drehte mich zu Loki.
"Wenn du willst komm ich morgen wieder.",versprach ich,bekam die Antwort jedoch nicht mehr mit,denn Thor zog mich schon weiter.
Wir liefen in eine der großen Halle,deren Inhalt an die Wände geschoben wurde.Wir stellten und in die Mitte,Thor mir gegenüber.
"Gut,jetzt greif mich an.",wies er mich an.Ich laächelte hinterhältig,denn ich hatte mit der Erinnerung an Escargoth auch großteils die Kontrolle über meinen Körper gewonnen.
Es war nicht länger so als sei der Sturm in mir eingeschlossen sondern als wäre er Teil von mir.Er umwickelte mein Herz,schützte mich und floss durch meine Adern.
Ich streckte meine Arme mit Handflächen nach oben und hielt sie Thor entgegen.
"Esfar-nath.",sagte ich und beinahe sofort strömten Blitze aus meinen Handflächen und strömten auf Thor zu und als sie ihn erreichten wirbelten sie um ihn herum und lösten einen Sturm auf.Geschockt sah er mich an.
Lachend zog ich die Blitze zu mir zurück und sah wie sie durch meine Adern zurück zu meinem Herzen schossen.Thor hob Mijöllnir und schleuderte ihn nach mir.Ich hob die Arme gekreuzt vor mein Gesicht und pustete dem Hammer sanft entgegen.
Ein starker aber kleiner Wirbelsturm entstand und schleuderte den Hammer zurück.
"Hanafhs-evair.",mit diesen Worten entstand eine Art undurchdringliches Schild um mich herum.Ein riesiger Wirbelsturm der um mich herum wirbelte.Mit einer schnellen Handbewegung schleuderte ich ihn in Thors Richtung und sofort wurde er von den Beinen geworfen und landete auf dem Rücken.Ich rief den Sturm zurück und drehte mich lachend um.
"Ich beherrsche ihn wieder.Ich beherrsche Sturm und Blitz,Tod und Leben und Materie.",rief ich glücklich lachend und ging langsam zurück zum Ausgang.
Der Sturm war mein Geist,meine Seele und mein Herz.
Körper und Geist.Das Herz des Sturms.Göttin.
Göttin von Tod und Leben.
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Born to Rule
FanfictionLange herrschte ein Gleichgewicht zwischen Dunkelheit und Licht. Doch obwohl keiner ohne den anderen existieren kann hielt dieser Frieden nicht sehr lange und es kam zum Krieg zwischen den Völkern. Doch keine der zehn Welten litt so sehr unter der S...
