Twenty One ~ "What About You?"

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"Geht das so weiter, hast du das Lied bald in der Tasche", lachte Kay, als er mir half das Klavier wieder an den eigentlichen Platz zu schieben

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"Geht das so weiter, hast du das Lied bald in der Tasche", lachte Kay, als er mir half das Klavier wieder an den eigentlichen Platz zu schieben.

Wir hatten es an die Tür geschoben, als Jolina hochkam. Ich antwortete ihr aber durch die Tür und zeigte ihr somit, dass ich wirklich hier war. Nur dachte sie, dass ich alleine war.

Kay hatte meine gute Laune von den Toten erweckt und grinsend warf ich ihm seine Jacke zu. Unser kleines Gespräch schien einiges bewirkt zu haben. Nicht nur, dass ich mich besser fühlte. Nein, auch unser Verhalten, welches manchmal ziemlich komisch war, hatte sich gelockert. Nach meiner kleinen Mitleidstour brach das Eis und im Anschluss hatten wir hauptsächlich herumgetrödelt.

Wahrscheinlich wollten wir beide überspielen, was gegen Ende meiner Krise geschehen war. "Brauchst du heute etwas?", fragte ich, als Kay sich im Spiegel kurz ansah und sein Gesicht verzog. Seine Lippe war fast verheilt, aber die neue kleine Wunde an seiner Augenbraue war komplett sichtbar. "Nein, nein. Toby hat alles, was er braucht."

Ich stoppte den Kriminellen vor der Tür und sah zu ihm auf. "Und was ist mit dir? Brauchst du auch nichts?" Mir war aufgefallen, dass Kay nie wirklich auf sich selbst acht nahm.

Alles was er bis jetzt von mir wollte, ging an Toby, aber ich sah doch, dass Kay auch ärztliche Versorgung brauchte. "Mir geht's gut. Wirklich", schob er hinterher, als ich ihn misstrauisch ansah. "Nur ein paar kleine Schrammen."

Ich schloss die Tür hinter uns. "Ein paar Schrammen können sich aber zu vielen schlimmen entwickeln."

"Ich lebe ja noch." Kays Augen suchten meine und er erkannte meine Besorgnis um ihn. "Würdest du mich hassen, wenn ich zu diesem Blick nein sage?" Er bemerkte meine Welpenaugen, denn ich wollte ihm dringend entgegenkommen.

Er half mir beim Klavier spielen, er ließ mich gestern meine Probleme vergessen, da war eine kleine Verarztung das Mindeste, was ich tun könnte. "Ja. Sehr sogar", antwortete ich, als ich meinen hohen Zopf wieder festzog.

"Gut, dann hasst du mich jetzt halt. Wenigstens muss ich dir dann nicht mehr beim Klavier spielen helfen." Er begann zu lachen und lief die Treppen herunter. Ich stolperte ihm hinterher. "Noch dazu hast du Hausarrest. Also wenn ich du wäre, würde ich die Nerven deiner Eltern nicht noch mehr strapazieren."

"Ich weiß nicht, ob du das gestern schon bemerkt hast, aber irgendwie gebe ich im Moment einen Scheiß darauf, was meine Eltern sagen." Kay stoppte in seiner Bewegung und blickte vielsagend auf mich herab. Seine Augen glitzerten mir entgegen und ich konnte gewisse Verspieltheit erkennen.

"Oha, das kleine unschuldige Lamm streikt gegen seine Eltern." Er lehnte sich an die Wand. Sein Kopf hatte er leicht schräg geneigt und flüchtig musterte er mich und wartete auf eine Reaktion meinerseits. "Durchlebst du jetzt also deine rebellische Phase", Kay legte seinen Kopf lachend in den Nacken, als ich ihm gegen die Brust stieß und rot anlief.

KayWo Geschichten leben. Entdecke jetzt