Nineteen ~ "Abwarten"

41.5K 2.1K 1K
                                    

Ich betrat Ashs Zimmer und als ich mich zu ihm drehte, sah er mich misstrauisch an

Hoppla! Dieses Bild entspricht nicht unseren inhaltlichen Richtlinien. Um mit dem Veröffentlichen fortfahren zu können, entferne es bitte oder lade ein anderes Bild hoch.

Ich betrat Ashs Zimmer und als ich mich zu ihm drehte, sah er mich misstrauisch an. Unwissend legte ich meinen Mantel über seinen Stuhl und entfernte den ganzen Schmuck von meinem Körper.

"Hat deine Mutter vielleicht was zum Abschminken?" Mit fragendem Blick drehte ich mich zum Lockenkopf, doch er hatte seine Augen immer noch eng zusammengekniffen.

"Wer war das?"

Kay hatte mich hierhin begleitet und jetzt im Nachhinein war es vielleicht nicht mein bester Gedankenszug. Ashton hatte nämlich gesehen, dass ich nicht allein gekommen war.

"Das war mein Klavierlehrer...", murmelte ich, als ich die Abschminktücher entgegennahm. "Und der chillt es mit dir, bis es fucking Nacht ist?"

"Ich wollte nicht nach Hause. Meine Mutter dreht sowieso schon am Rad." Ashton sprang von seinem Bett auf, stellte sich vor mich und versperrte mir die Sicht in den Spiegel.

"Hat er dich angefasst? Zwingt er dich zu Dingen?" Schnell schüttelte ich den Kopf und legte eine Hand auf seine Brust. "Er hilft mir beim Klavier spielen und fertig. Noch dazu ist er ganz nett, also mach dir keine Sorgen."

Bevor Ashton sich wieder hinsetzte, meinte er noch, "Wenn er was tut, was du nicht willst, gibt es Schläge." Ich kicherte und rieb mir mit dem Tuch über die Augen. Schlechtes Gewissen breitete sich in mir aus. Ich wollte ihm erzählen, dass es Kay war, wer Kay war und warum ich ihn kannte.

"Wie war übrigens das Essen?" Meine Schultern fielen in sich zusammen und gequält drehte mich zu Ashton. "Es war einfach toll", scherzte ich demotiviert und nahm den großen Pullover vom Lockenkopf entgegen. "Darum schlafe ich auch hier und nicht zu Hause." Ashton begann zu grinsen und drehte sich weg, da ich begann mein Kleid aufzuziehen. Dafür war ich ihm wirklich dankbar.

"Was hat dein Klavierlehrer zu deinem Outfit gesagt?", fragte Ashton mich, als ich mich zu ihm setzte und mein Haar hochband. Rote Farbe schimmerte auf meinen Wangen und ein Kribbeln breitete sich in meinem Bauch aus. "Oh shit! Ich habe es gewusst!" Er setzte sich hastig auf und sah mich schelmisch an. "Gefällt er dir? Wie sieht er aus? Bist du verknallt?"

Ich schüttelte voreilig meinen Kopf und stritt das Meiste ab. "Ich bin nicht verknallt, aber ich muss sagen, dass ich mich ziemlich geschmeichelt gefühlt habe, als er meinte, dass ich hübsch aussehe." Am Ende des Satzes versteckte ich mein Gesicht in meinen Händen und versuchte Kays Augen aus meinem Kopf zu bannen. Als er mir das gesagt hatte, hatte sich mein Herzschlag verdreifacht, mir wurde heiß und ich wusste nicht, wohin mit mir.

Als ich wieder aufsah, erkannte ich Ashs Grinsen und war kurz davor, vorlauter Scham zu sterben. "Du bist nicht verknallt, aber er gefällt dir...", stellte der Amerikaner fest und ich wollte wieder meinen Kopf schütteln, als ich aber innehielt und über die Worte meines Gegenübers nachdachte. "Er ist schon ganz nett", murmelte ich und flocht meine Finger ineinander.

"Du erzählst mir jetzt alles! Alles! Warum er dir Unterricht gibt, wie er heißt, ob er Jungfrau ist, ob du ihn küssen willst, wie er aussieht, wo er wohnt, ob er beim Klavier spielen geil aussieht und ob er sich dir schon mal genähert hat!"

KayWo Geschichten leben. Entdecke jetzt