Seventeen ~ "For You..."

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Selbst beim Aufräumen war ich noch nicht darüber hinweg

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Selbst beim Aufräumen war ich noch nicht darüber hinweg. Ein Kompliment. Er hatte mir ein Kompliment gemacht.

Schüchtern hatte ich mich bedankt und schmunzelnd bemerkte er meine Nervosität, welche mein Make Up nicht verdecken konnte.

Als ich meine Schuhe wieder anhatte und mir meinen Mantel über die Schultern schwang, liefen wir nebeneinander die Treppen runter und ich verzog bei jedem Tritt mein immer noch geschminktes Gesicht. Er war schneller als ich und lehnte unten an der Wand an, als er mir zusah, wie ich gequält die letzten Stufen bekämpfte.

Als ich es geschafft hatte, ging ich geschafft in die Knie und versuchte den Schmerz auszublenden. "Lässt es dich besser fühlen, wenn ich dir sage, dass ich stolz bin?" Neckend stieß er sich von der Wand ab und hielt mir seine Hand hin.

Schweratmend nahm ich seine Hilfe an und sachte zog er mich hoch. "Schön, dass es wenigstens einen gibt." Langsam entflohen unsere Finger voneinander, als Kay seine Hände in seiner Hosentasche verstaute. "Ich glaube schlecht, dass ich der einzige bin."

Überzeugt drehte er am Türknopf der Hintertür und drückte sie mit dem Rücken auf. Mein Gesicht muss wohl ziemlich gequält ausgesehen haben, denn er hielt inne und ein Grinsen zierte seine Lippen. "Entweder du bist traurig, dass wir uns erst morgen wieder sehen oder dich erwartet einen riesigen Anschiss, wenn du zu Hause ankommst."

Beides...

Natürlich sagte ich das nicht laut und bestätigte ihm, dass das Zweite stimmte. Mom würde mich in die Ecke treiben und mir weis machen, dass ich sie mit meinem Verhalten bloß gestellt hatte. In meinen Augen hatte ich gar nichts Schlimmes getan, aber wie konnte ich das meinen Eltern erklären, ohne in ein Internat geschickt zu werden. "Bin nicht gerade scharf darauf nach Hause zu gehen."

Ich plante Ashton anzurufen, aber gleichzeitig spürte ich ein Verlangen noch ein wenig länger mit Kay zu sein.

Vorgestern hatte ich es vergessen, aber heute würde ich ihn sicherlich fragen. "Was brauchst du? Muss ich was kaufen?" Wir hatten früher als geplant aufgehört, also hatten wenige Läden noch geöffnet.

Er sah kurz hinter mich an die Wand und kam mir näher. "Blasenpflaster und vielleicht einen Kaffee? Ich brauche heute nicht viel." Ich nickte ihm zu und lief mit ihm zusammen durch die Hintertür. Mit einer einfachen Bewegung zog er sich die Kapuze ins Gesicht und lief mir hinterher. Ich steuerte direkt auf die kleine Apotheke zu und kam mit den Pflastern wieder raus.

Kay lehnte an einer Straßenlaterne und hob seinen Kopf an, als er meine Schuhe auf dem Boden aufkommen hörte. "Hier. Den Kaffee kann ich dir im Starbucks holen oder willst du einen bestimmten?" Die Pflaster stopfte er in seine Jackentasche und nickte mir zu. "Starbucks klingt gut."

Als wir nebeneinander hergingen, bemerkte ich wiedereinmal, wie viel größer er war. Auch mit hohen Schuhen kam ich nur knapp bis zu seinem Kinn und nicht weiter. Müsste ich grob schätzen, würde ich sagen, dass er mindestens 1.85m war.

KayWo Geschichten leben. Entdecke jetzt