Three ~ My Fancy Dramaqueen

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Mit großen Augen sah mir Ash entgegen

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Mit großen Augen sah mir Ash entgegen. Ich hatte ihm gerade von dem Typen, der Schmerzmittel geklaut hatte, erzählt. "Und du hast ihn einfach aufgehalten?"

Ich nickte, "Ja. Man stiehlt nicht und dazu verstehe ich nicht, warum er genau Schmerzmittel brauchte und wieso er es sich nicht einfach in einer normalen Apotheke gekauft hatte."

Wir saßen im Blümchen und bereits zum dritten Mal verbrannte sich der Idiot an seiner Tasse. Mit der Hand drückte er gegen seine Lippen, die ihm anscheinend weh taten. "Um ehrlich zu sein, ist er richtig schlau. Abgesehen davon, dass er trotz deiner Anwesenheit gestohlen hat. Er muss ja ziemlich selbstsicher sein, wenn er sich einen Zeugen leisten kann. Un-"

"Oder er hat nichts zu verlieren", gab ich dazu, als ich mir einen Bissen von meiner Waffel in den Mund schob. Ash sah mich tadelnd an. Er hasste es, wenn ich ihm dazwischenredete.

"Was ich sagen wollte, war, dass es eigentlich ziemlich schlau ist in der Schule zu stehlen, denn wer rechnet schon damit, dass man im Krankenzimmer der Schule Medikamente stehlen würde?" Er wartete nicht einmal auf meine Antwort. "Genau! Niemand und dazu meintest du ja, dass er nicht viel älter als wir sein konnte. Also würde man denken, er sei ein Schüler."

Nachdenklich lehnte ich mich zurück an meine Lehne. Was ich überhaupt nicht verstand, war, warum er aufgeschlagene Knöchel hatte und genau Schmerzmittel brauchte. Natürlich blendete mir auch nicht ein, warum er überhaupt stehlen musste. Hatte er keine Eltern, die ihm das nötige besorgen würden? Was drängte ihn dazu zu stehlen?

"Sah er hübsch aus? Hast du sein Gesicht überhaupt komplett gesehen?" Klar wollte das der Lockenkopf wissen. "Keine Ahnung." Mir war das auch sichtlich egal, denn dieser mysteriöse Typ hatte gestohlen.
Er war kriminell.

Kriminelle Personen hatten mich nichts zu interessieren.

~

Ich zog die Tür hinter mir zu. Meine Eltern waren schon aus dem Haus und meine Schwester saß an der Kücheninsel. Jade war vier Jahre älter als ich und in den Augen meiner Eltern der Goldschatz. Ihre hervorragenden Noten und Liebe für Musik wollten sie dringend auf mich überleiten. Anstatt, dass Jade an der Eröffnung spielte, quälten sie mich. Sie nutzten diese Eröffnung doch einfach, um mir das Klavier spielen auf den Rücken zu binden. Jade war ein wahres Naturtalent und daher dachten sie, dass auch ich es schnell lernen würde.

Dazu musste ich, was das Zeugnis anging, auch in ihre Fußstapfen treten. Das fiel mir aber nicht allzu schwer. Das Klavier spielen hingegen raubte mir meine letzten Kräfte. "Hey Li, gut geschlafen?" Trotz all den Vergleichen und all dem, war sie meine Schwester, die mir alles bedeutete. Sie nahm es sogar auf sich, mir beim Klavier spielen zu helfen und sie selbst meinte sogar, dass ich es vergessen könnte.

Mir zu liebe hatte sie Mom und Dad versucht umzustimmen, damit sie vorspielen musste, aber unsere Erzeuger wollten den anderen Firmen zeigen, dass auch die jüngste Tochter aus dem besten Holz geschnitzt war.

KayWo Geschichten leben. Entdecke jetzt