Ich rührte mich nicht. Und sie hielten mich fest. Im Kreis um mich herum blickten sie auf mich. Augen, die vom Licht der Fackeln gefährlich aufblitzten, und doch sahen sie nicht.
Ich rührte mich nicht. Es gab nichts zu lachen. Aber meine Augen folgten der Gestalt.
Ich krümmte mich. Der erste Schlag hatte direkt in die Magengrube getroffen. Es musste der Kapitän gewesen sein. Ich erkannte es an seinem Lachen.
Es gab nichts zu lachen. Meine Augen folgten weiter der Gestalt, seelenruhig.
Der zweite Schlag und ich musste die Lippen fest zusammenpressen, um nicht aufzuwimmern.
Kein Mucks kam von mir. Und ich verfolgte weiterhin die Gestalt, die nun schon das halbe Lager ausgeräumt haben musste. Viel war da ohnehin nicht drinnen gewesen.
Fast war sie fertig. Aber auf den dritten Schlag wartete ich vergeblich.
"Genug für heute", sagte einer und doch drang es nicht so recht zu mir.
Sie murrten, ließen mich los. Hart kam ich auf dem Boden auf, brauchte einige Sekunden, bis ich den Kopf heben konnte.
Die Kameraden waren längst verschwunden, gingen ihrer Arbeit nach.
Und als ich einen Blick ins Lager warf, war alles wie immer.
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Hier stand ich und dort sah ich
Short StoryHier stand ich und dort sah ich. Ich stehe, sehe, machtlos der Situation ausgeliefert. Ich stehe hier, aber sehe dort. Ein Paradox. Denn ich bin hier, genieße den Moment, bin mit den Gedanken viel weiter und doch stehe ich noch hier, meine Gedanken...
