Was passiert, wenn alle die gleiche Meinung über dich haben, doch nur eine einzige Person weiß, wer hinter der Maske steckt?!
Was passiert, wenn dein Bruder berühmt wird und sich nicht nur sein Leben verändert, sondern deins auch?!
Was passiert, we...
Am nächsten Morgen wurde ich sehr unsanft von meinem Bruder geweckt. Er sprang auf mir herum und jubelte: „Heute ist die große Entscheidung. Aufstehen, Schwesterherz. Wir treffen uns mit den Jungs und mit ... HARRY!" Ich schmiss ein Kissen nach ihm. „Niall, lass mich schlafen. Und außerdem betone den Namen Harry nicht so. Ich bin immer noch mit John zusammen." - „Fragt sich nur wie lange noch!" - „Na, danke auch."
Also stand ich gezwungenermaßen auf und ging duschen. Wenn ich ehrlich bin – eigentlich wollte ich Harry nicht sehen, aber irgendetwas zog mich trotzdem zu ihm. Ich zog mir an diesem Tag eine weiße Röhrenjeans, eine blaue Tunika, die farblich passenden Chucks und Ringohrringe an und ich schminkte mich dezent.
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Wir gingen wieder frühstücken, doch diesmal saßen Louis und Harry auch mit am Tisch.
Ich redete nicht viel, denn ich wusste ehrlich gesagt nicht wie ich mich verhalten sollte. Harry konnte ja nichts dafür, er wusste ja von gar nichts. Ich konnte nur leider nichts gegen meine Gedanken machen.
Heute sollte wieder vorgesungen werden, aber diesmal ein selbst ausgesuchtes Lied. Die Jungs hatten wieder Vocaltraining und danach übten sie nochmals alleine für sich. Ich wartete im Gemeinschaftsraum. Nach 2 Stunden wurden alle in die Halle geholt. Das Vorsingen ging los. Die übrigen Kandidaten, die nicht an der Reihe waren, setzten sich mit ins Publikum. Die 5 Jungs kamen auf mich zu und natürlich setzte sich Harry neben mich. Niall an die andere Seite.
Wollte Harry damit was bewirken, mir irgendetwas damit sagen oder hat er sich dort hingesetzt, weil der Platz einfach nur frei war?
In der Zeit des Vorsingens merkte man erst richtig, was es für viele tolle Talente gab.
Als alle mit dem Vorsingen fertig waren, mussten wir in die Gemeinschaftsräumen gehen, denn die Jury steckte ihre Köpfe zusammen. Nach einer ganzen Stunde aufgeregten Wartens war es dann so weit – die Entscheidung für das Judges House stand an. Simon holte die Jungs auf die Bühne, doch leider rief er keinen der Namen auf. Sie waren alle raus.
Kurze Zeit später kam Niall auf mich zugerannt und umarmte mich. Ich spürte an meinem Hals, dass er weinte und es tat mir im Herzen weh. „Wir können nach Hause fahren. Ich bin nicht weiter. Kannst du dir das vorstellen? Keiner von uns 5 Jungs ist weiter – keiner!" erzählte mir mein Bruder Tränen überströmt. „Och Mensch, man kann doch nicht so blöd sein und euch nicht weiter lassen." - „Anscheinend schon. Ich gehe unsere Koffer holen."
Als Niall weg ging, sah ich die anderen Jungs in der Ecke stehen. Mein Herz schubste mich förmlich zu ihnen, besonders zu Harry. Bei ihnen angekommen, umarmte ich sie alle – Harry vielleicht ein bisschen länger. Niall gesellte sich dann irgendwann zu uns.
Fünf Minuten später kam ein Mann auf uns zu und forderte Niall, Liam, Louis, Harry und Zayn auf ihm zu folgen.
Es verging eine ganze Weile bis die Jungs von der Bühne kamen – jubelnd und sehr glücklich. Harry kam als Erster auf mich zu, nahm mich in die Arme und wirbelte mich herum. „Oh, tut mir leid. Das ... ja ... war nicht so gedacht."
Ich musste mir ein Lächeln verkneifen. „Ist schon in Ordnung."
„Könnt ihr mir jetzt mal sagen was die Jury von euch wollte?" - „Tja, du wirst uns jetzt erst mal nicht mehr los. Wir sind alle weiter – aber wir sind jetzt eine Band!" beantwortete Louis meine Frage. „Eine Band? Wie cool ist das denn! Ich freue mich so für euch, Jungs! Und Louis? Wenn ich es mit Niall aushalte, dann bestimmt auch mit euch fünf."
- Was aber auch gleichzeitig hieß, dass ich mit ihnen viel Zeit verbringen werde ... und mit Harry. -
Wir machten uns danach so langsam auf den Weg zum Auto.
Harry's POV
Was war denn das bitte für eine Aktion? IDIOT!
Ich war so glücklich, dass ich nicht nachgedacht habe. Ich hab sie da stehen sehen und wollte meine Freude mit ihr teilen. Sie schaute so komisch. Oh man!
Als wir uns verabschiedeten, musste ich einfach die letzte Chance nutzen und sie fragen. Ich wusste ja, dass sie einen Freund hat, aber ich musste sie einfach nach ihrer Nummer fragen. „Michelle? Warte mal bitte. Würdest du mir vielleicht deine Handynummer geben, damit wir in Kontakt bleiben können?" Erst zögerte sie, aber dann bildete sich ein Grinsen auf ihrem Gesicht. „Aber du hast doch Niall's Nummer. Wir bleiben sowieso in Kontakt." - „Bitte!" entgegnete ich. „Okay!" lächelte sie mich an. „Dankeschön. Wir telefonieren morgen. Ich habe eine Überraschung für euch. Ich muss das nur abklären."
Michelle's POV
Ja, okay! Ich freute mich wirklich, dass er mich gefragt hat. Aber ich versuchte, so blöd wie ich bin, cool zu wirken. Ich war nicht der Typ dafür fremd zu flirten oder sonstiges. Ich musste wieder an John denken.
Niall und ich stiegen ins Taxi, fuhren zum Flughafen und flogen wieder zurück nach Irland.